2:4-Pleite in Heilbronn 2:4 – Ex-Kassler Kirsch und Neal überragen

Huskies finden kein Mittel gegen alte Freunde

Marc Schmidpeter brachte die Huskies am Vorabend seines 26. Geburtstags in Heilbronn in Führung. Geholfen hat es am Ende nichts: Die Huskies verloren mit 2:4.
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Marc Schmidpeter brachte die Huskies am Vorabend seines 26. Geburtstags in Heilbronn in Führung. Geholfen hat es am Ende nichts: Die Huskies verloren mit 2:4.

Ganz anders als noch am Freitag fuhr der DEL2-Spitzenreiter am Dienstag ohne Punkte zurück nach Kassel – 2:4 (2:1, 0:3, 0:0) hieß es am Ende aus Sicht der Huskies bei den Heilbronner Falken.

Heilbronn – Ein Spiel, das anfing wie ein Déjà-vu: Wieder waren die Kassel Huskies bei den Heilbronner Falken zu Gast, wieder lagen sie schnell mit 2:0 in Führung.

Ebenso wie Paul Kranz war auch Neuzugang Dustin Reich, seit Montag mit einer Lizenz ausgestattet, mit im Kader. Und der Neue hatte kaum auf der Bank Platz genommen, da stand es schon 1:0: Irgendwie sprang der Puck von Brett Cameron vor dem Tor hoch, Marc Schmidpeter reagierte am schnellsten, schoss erst Torhüter Florian Mnich an und den Abstauber dann ins Tor (3.) – Schmidpeters zweiter Saisontreffer pünktlich am Abend vor seinem 26. Geburtstag.

Erst ein Tor aberkannt, dann das 2:0

Die Huskies machten weiter, bauten wie schon am Freitag die Führung schnell aus. Erst wurde ein Treffer von Clarke Breitkreuz noch zurückgenommen, dann schlug Joel Keussen zu. Vincent Saponari legte für den torgefährlichen Verteidiger ab, der einen Gegenspieler umkurvte und unhaltbar in den Winkel schlenzte (8.).

Damit war der Arbeitstag für Torhüter Mnich schon beendet, Arno Tiefensee ersetzte ihn – und plötzlich war auch das Spiel wie ausgewechselt. Erst war Tiefensee noch bei einer Dreifach-Chance von Brett Cameron, Eric Valentin und Breitkreuz zur Stelle (13.), dann aber kam Heilbronn zurück und vor allem in Überzahl gefährlich vor das Tor von Jerry Kuhn. Der Torwart der Huskies rettete sein Team erst noch ein ums andere Mal – mit Ablauf einer Cameron-Strafe war er aber geschlagen. Einen Hammer von Justin Kirsch ließ er prallen, Matt Neal stocherte hinterher, Davis Koch hechtete heran und schob den Puck über die Linie (15.).

Heilbronn dreht das Spiel dank Kirsch und Neal

Das zweite Drittel war aus Sicht der Huskies eins der schwächsten in dieser sonst herausragenden Saison. Und Heilbronn glich aus. Klar, in Überzahl. Und klar waren wieder die Ex-Huskies beteiligt. Erneut schoss Kirsch, erneut stocherte Neal dem Abpraller hinterher und traf zum 2:2 (33.). Der Treffer beflügelte die Falken, die wie am Freitag das Spiel drehten. Brock Maschmeyer brachte den Puck Richtung Tor, vor dem Gehäuse sorgte wieder Neal für Verkehr. Der Schuss wurde kaum sichtbar von einem Verteidiger oder Neal unhaltbar abgefälscht – 3:2 (36.).

Die Reaktion der Huskies? Sie wäre möglich gewesen, denn Neal musste direkt danach für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Tor aber machte Heilbronn. Kirsch klaute Keussen die Scheibe nahe der Mittellinie, lief allein auf Kuhn zu und behielt bei seinem Abschluss zum 4:2 die Nerven (37.). Kuhn war es dann in den Schlusssekunden des Drittels, der die Vorentscheidung gegen den freistehenden Josh Nicholls vereitelte.

Huskies finden kein Mittel

Die Huskies drückten nach der Pause noch einmal auf den Anschluss. An Tiefensee war aber kein Vorbeikommen, zu ungenau waren auch immer wieder die Pässe im Spielaufbau.

Symbolisch für die Partie: Als gegen Heilbronns Lukas Ribarik eine Strafe angezeigt war, verlor Keussen die Nerven und musste für vier Minuten auf die Strafbank (49.). Anstatt in Überzahl waren die Huskies plötzlich ein Mann weniger auf dem Eis. Auch die letzten Chancen von Troy Rutkowski und Keussen (55.) blieben ungenutzt.

Von Björn Friedrichs

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