Klasse Start, böses Ende

Heute kommt Freiburg: Viele Fragen bei den Huskies nach 5:7-Niederlage

Hat mit einigen Problemen zu kämpfen: Huskies-Trainer Tim Kehler, hier beim Spiel in Bad Nauheim.
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Hat mit einigen Problemen zu kämpfen: Huskies-Trainer Tim Kehler, hier beim Spiel in Bad Nauheim.

Viel Zeit bleibt den Kassel Huskies nicht, die 5:7-Niederlage nach 4:0-Führung in Heilbronn aufzuarbeiten. Schon heute wartet das Heimspiel gegen den EHC Freiburg.

Kassel – 32:54 Minuten lang sieht es am Sonntagabend so aus, als könnten die Kassel Huskies ihr erstes Wochenende mit zwei Siegen in dieser Saison feiern. Nach einem starken ersten Drittel und der 4:0-Führung bei den Heilbronner Falken ist der Teppich ausgerollt.

Was folgt, ist eine denkwürdige Niederlage. 5:7 heißt es am Ende, die Ursachensuche wirft Fragen auf. Antworten müssen schnell her, schließlich geht es heute schon weiter: Ab 19.30 Uhr ist der EHC Freiburg in Kassel zu Gast.

- Frage 1: Was passierte ab Minute 33? Heilbronn kam zurück. Spätestens mit dem 1:4 von Noah Dunham war die neu gewonnene Sicherheit bei den Huskies wie weggewischt. Defensiv fanden sie keine Stabilität, viel zu oft wurde der ECK – wie schon oft in dieser Saison – schlicht ausgekontert. Das darf so oft nicht passieren, erst recht nicht bei einer deutlichen Führung auswärts.

Angeführt vom überragenden Jeremy Williams, der neben seinen drei Toren eine Vorlage gab und zweimal Pfosten oder Latte traf, drehten die Falken die Partie. „Das dritte Drittel hat die Unterschiede der beiden Mannschaften gezeigt. Heilbronn hat den Glauben, nochmal zurückzukommen. Unser Team ist momentan zu zerbrechlich und macht Fehler, die uns Punkte kosten“, sagte Huskies-Trainer Tim Kehler.

Eine Niederlage nach 4:0-Führung erlebten die Huskies zuletzt vor fast sechs Jahren. Am 8. Januar 2016 gab es gegen die Ravensburg Towerstars nach dem Vorsprung noch eine 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen.

- Frage 2: Wie reagierte Trainer Tim Kehler? Heilbronn wechselte nach dem 0:3 den Torhüter, wirkte danach gefestigter. „Damit wollte ich nicht Florian Mnich als Schuldigen herausstreichen, sondern dem Team ein Zeichen setzen“, sagte Falken-Trainer Jason Morgan.

Bei den Huskies geschah nach der Gegentorflut nichts, Kehler verzichtete auf Auszeit oder Torwartwechsel. „Hinterher hat man immer eine andere Einschätzung. Tim ist nichtsdestotrotz ein Trainer, der auf Situationen gut reagieren kann“, sagt Sportdirektor Manuel Klinge.

- Frage 3: Was sind Gründe für den Leistungseinbruch? „Wir konnten anfangs auf der Leistung vom Freitag aufbauen. Dann hast du plötzlich eine unbekannte Situation mit einer 4:0-Führung. Da braucht man auch das nötige Selbstvertrauen, um so etwas runterzuspielen. Das fehlt uns aktuell“, sagt Klinge.

In den letzten beiden Spiele habe er aber die richtigen Ansätze gesehen. „Es ist momentan keiner da, der vor Selbstvertrauen strotzt. Wir spielen jetzt aber direkter auf das Tor, erzielen wieder mehr Treffer. Das ist harte Arbeit, aber die müssen wir machen“, so Klinge.

- Frage 4: Wie geht es jetzt weiter? Heute kommt Freiburg nach Kassel. Auch bei den Wölfen läuft es noch nicht richtig, sie stehen zwei Plätze vor den Huskies. Klinge: „Für uns wäre es wichtig, das jetzt auszunutzen.“

Danach folgen Spiele in Bad Tölz und gegen Dresden, ehe die Liga neun Tage lang pausiert. Unabhängig von den Resultaten gelte aber: „Wir werden nicht panisch, sitzen nicht mit dem Finger am Roten Knopf. Wir haben großes Vertrauen in die Mannschaft und das Trainerteam. Keiner ist zufrieden, alle müssen jetzt einen Schritt mehr machen“, sagt Klinge.

Von Björn Friedrichs

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