Heute Abend gegen Ravensburg

Klinge und Keller eröffnen Huskies Chance aufs Weiterkommen

Kassel. „Lauf! Lauf!“, schickt Alex Heinrich seinem kurzen Pass nach. Und Manuel Klinge läuft, nein, er fliegt förmlich übers Eis. Auf der rechten Seite, entlang der Bande, unwiderstehlich tanzt der 30-Jährige drei, vier, ja fünf Ravensburger aus und knallt den Puck dann vehement ins Netz.

Großartig! 1:0 führen die Huskies gegen Ravensburg, und 45 Sekunden erst sind gespielt.

21 Minuten und ein weiteres Tor durch Jamie MacQueen später: Die Huskies haben mit Glück und tollen Paraden von Torwart Markus Keller ein Aufbäumen der Towerstars schadlos überstanden, wieder taucht Klinge vor Torwart Nemec auf. Der Kasseler steht mit dem Rücken zum Kasten. Na und? Nemec lässt Merls Schuss prallen, Klinge ist da, halbe Pirouette, Flachschuss – 3:0. Der Treffer, der die Gäste anknockt. Und dem zwei Minuten später Jean-Michel Daoust auf ähnliche Weise schon das 4:0 folgen lässt. Vorarbeit? Manuel Klinge!

„Der Manu ist eine Sensation. Unglaublich, wie er macht und rackert“, schwärmt Rico Rossi vom Mann des Spiels. Der Trainer weiß: „Jamie Mac-Queen hat das Talent zum Toreschießen. Manu arbeitet für seine Tore wie kein anderer.“

Klinges 1:0 war der Dosenöffner am Sonntag, der früh den Druck nahm; das 3:0 der Treffer, der Ravensburgs Hoffnungen auf eine Wende den härtesten Dämpfer bescherte. Und für den Trainer ist nach dem 7:1 klar: „Manu ist der Kapitän, der uns ins Finale führt.“ Schon heute ab 20 Uhr, im fünften Halbfinal-Duell in Ravensburg, spätestens aber am Freitag in eigener Halle, falls es am Dienstagabend noch nicht klappen sollte.

Hinweis:

Wir übertragen die Partie aus Ravensburg ab 20 Uhr live bei Radio HNA. Außerdem gibt es einen Liveticker.

„Es ist unsere erste Chance, den Sack zuzumachen“, sagtKlinge, „und wir werden alles geben, wieder so konzentriert, kraftvoll und schnell aufs Eis zu kommen wie heute.“ Die Erinnerung an das 1:6 am Freitag in Ravensburg aber ist noch sehr präsent beim Kapitän, der mit seiner Sturmreihe selbst keinen guten Tag erwischt hatte. Auch am Sonntag waren die Oberschwaben mit Antreiber Brian Roloff sofort präsent, als die Huskies auch nur ein wenig zurücksteckten. Bis zum Ende. Deshalb sagt Manuel Klinge: „Es wird wieder schwer, unheimlich schwer.“

Und dennoch sind es gerade die Auftritte des Kapitäns, die hoffen lassen. Zwölf Treffer hat er in den 52 Hauptrunden-Spielen erzielt, sechs nun schon in den acht Duellen der K.o.-Runde. Und hat auch so maßgeblichen Anteil daran, dass die Huskies nach vier Spielen gegen Ravensburg 20:11 Tore auf dem Konto haben und mit fünf pro Spiel nur knapp unter ihrer Quote gegen Frankfurt liegen (23:7/5,8).

Was Trainer Rossi feststellen lässt: „Ravensburg hat ein Torwartproblem. Und Markus Keller macht den Unterschied.“ Der Kasseler hielt erneut glänzend und trotzte auch allen Attacken der Gäste, die ihn zu einer zweiten großen Strafe und damit einer Sperre im nächsten Spiel provozieren wollten. Matthias Nemec indes dürfte ein Klinge-Trauma haben, und der eingewechselte Christian Rohde (25.) war nicht besser.

Und so setzen die Kasseler auch am Dienstag wieder auf ihr bärenstarkes K-und-K-Duo – Klinge und Keller.

Zum Nachhören: Die Vorschau auf das Spiel:

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Rubriklistenbild: © Foto: A. Fischer

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