Klinge schreitet voran

Hauptrundenbilanz der Huskies: Torhüter stark, andere haben noch Luft nach oben

Kapitän Manuel Klinge spielte eine überragende Hauptrunde.

Kassel. Die Hauptrunde ist beendet, die Huskies bereiten sich auf die Playoffs vor. Bei einigen stimmte die Form schon, andere haben noch Luft nach oben. Ein Überblick.

Schon in Playoff-Form:

Die Torhüter: Markus Keller, auch wenn er noch nicht in der überragenden Verfassung der Playoffs 2016 ist. Patrick Klein, mit 91,56 Prozent Fangquote und fünf Siegen bei elf Einsätzen, Keller (91,51 / 23 bei 37) und Mirko Pantkowski (91,33 / 4 von 7) – sie alle sind im Spitzenfeld der Liga platziert.

Manuel Klinge: 19 Tore plus 31 Vorlagen in nur 43 Einsätzen – der Kapitän spielt eine überragende Runde, und nach Punkten seine beste in der DEL2.

Drew MacKenzie: Der beste Verteidiger der Huskies. Lauf- und kampfstark, mit guter Übersicht (28 Vorlagen). Könnte aber noch mehr schießen. Da geht mehr als lediglich drei Treffer bisher.

Derek DeBlois: Ist zwar erst seit Mitte Januar ein Husky – aber aus dem Team nicht mehr wegzudenken. 17 Punkte (sechs Tore/elf Vorlagen) in 14 Spielen sprechen für sich. Hat die Offensive bereichert, ist im Powerplay gesetzt.

Phil Hungerecker: Der Komet des Jahres strahlt mit 15 Toren und 16 Vorlagen von Platz sechs der internen Rangliste. Kess, keck, zielstrebig – und mit +11 als 22-jähriger Jungspund sogar der Beste in der internen Plus-Minus-Bilanz.

Kevin  Maginot: Kein Wunder, dass die Adler aus Mannheim ihn mit einem Profivertrag ausgestattet haben. Der Verteidiger, der schon im Vorjahr Meister mit den Huskies wurde, glänzt als ruhige Größe in der Hintermannschaft und hin und wieder auch als Torschütze (bislang dreimal).

Feste Größen

Thomas Merl: Ersatzkapitän, als Manuel Klinge ausfiel. Auf ihn ist immer Verlass. Harmoniert auch auf dem Eis prächtig mit Klinge und all jenen, die als dritter Mann die Topreihe vervollständigen.

Toni Ritter: Kam aus der DEL, erfüllte die Erwartungen mit elf Toren und 21 Vorlagen. Eine Fußverletzung stoppte ihn zwischenzeitlich, er kam aber kurz vor dem Ende der Hauptrunde zurück.

Braden Pimm: Die Pause in den letzten Wochen hat ihm gut getan. Mit 14 Toren und 31 Vorlagen steht er zwar schlechter da als im Vorjahr (18 + 35), doch wirkt er jetzt wieder frisch und kann der Mann sein, der den Unterschied macht.

Michi Christ: Als Stürmer, als Verteidiger und sogar als sicherer Penaltyschütze – der Kasseler ist viel mehr als Kampf und Biss. Klasse Saison.

Corey Mapes: Solide Größe in der Defensive – bis er sich nach 39 Spielen an einer Hand verletzte. Ist rechtzeitig zum ersten Playoff-Spiel wieder da, um der dezimierten Verteidigung Sicherheit zu geben.

Marco Müller: Der Verlässliche. Absolvierte 50 von 52 Hauptrunden-Spielen – damit der Husky mit den drittmeisten Einsätzen. Seine Bilanz: zwei Tore, sieben Vorlagen.

Austin Wycisk: Ist da, wenn er gebraucht wird. Der Oldie im Team (36) ist vor allem in Unterzahl unverzichtbar. Komplettiert meist die drittte oder vierte Sturmreihe.

Alex Heinrich:  Sein Ausfall trifft die Huskies hart, war er doch in dieser Saison und in den Playoffs 2016 top.

Sie können mehr:

Feodor Boiarchinov: Defensiv stark und diszipliniert, offensiv aber mit viel Luft nach oben.

Jens Meilleur: Im Streben nach Konstanz und physischer Präsenz noch allzu schwankend. Ist jetzt 24, kein Jungspund mehr – und steht am Scheideweg. Kam zuletzt aber besser in Tritt.

Adriano Carciola: Rückkehrer aus Ravensburg im Tausch mit Philipp Schlager. Kam in 13 Einsätzen auf drei Tore und drei Vorlagen. Belebt die Offensive, versucht manchmal aber einen Trick zu viel und hat Defizite in der Arbeit nach hinten.

Steve Hanusch: Schwankende Leistungen in 25 Partien. Könnte im Powerplay öfter mal Qualitäten als Schütze von der Blauen Linie zeigen.

Esa Lehikoinen: Unauffälig agiert der ruhige finnische Verteidiger. Seit der Verpflichtung von DeBlois häufiger als fünfter Ausländer auf der Tribüne.

Jack Downing: Mister Direktschuss erzielte den Siegtreffer beim Summergame in Frankfurt und ließ 21 weitere folgen. Damit ist der Amerikaner bester Schütze der Huskies. In den letzten Wochen aber lief es nicht mehr rund. Zehn Spiele blieb er ohne Zählbares, traf zuletzt am 10. Februar in Bayreuth – das kann Downing besser.

Carter Proft: Hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht weiter entwickelt. Vier Tore nur und sieben Vorlagen, aber mit 116 Minuten Strafbank-König – der krasse Gegensatz zu Phil Hungerecker. Immerhin: Zweitbester Bullyspieler mit 54,64 Prozent hinter Merl (55,23).

Mathias Müller: Allzu oft ein Sicherheitsrisiko, gerade im Aufbau.

Und außerdem: Alex Lambacher, Florian Kraus.

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