Optimistische Signale: Der Nationalspieler soll bei den Huskies bleiben

Klinges Gesprächs-Abend

Gespräche über seine Vertragsverlängerung nähren auch die Hoffnung auf eine Zukunft des Eishockeys in Kassel: Nationalspieler Manuel Klinge. Foto: Fischer/nh

Kassel. Manuel Klinge war ein gefragter Mann am Donnerstagabend. Kassels Eishockey-Nationalspieler hatte mit den Huskies gerade 0:3 gegen Wolfsburg verloren. Es ist aber anzunehmen, dass es in den vielen Gesprächen, die Klinge danach führen musste, wenig um das Spiel ging.

Klinge sprach mit dem scheidenden Huskies-Geschäftsführer Rainer Lippe. Er sprach mit dem designierten Huskies-Eigner Dennis Rossing. Er sprach mit Co-Trainer Fabian Dahlem. Er sprach mit seinem Berater Daniel Lammel.

Es waren vor allem diese Gespräche, die dafür sorgten, dass ein überaus trister Abend in der Eishalle plötzlich ein richtig optimistisches Ende nahm. Denn natürlich war klar, was das Thema all dieser Gespräche war: Klinges Vertragsverlängerung in Kassel! Konkrete Aussagen zum Ausgang gab es danach keinem der Beteiligten. Doch es drängte sich der Eindruck auf, dass die Chancen auf einen Verbleib des Nationalspielers plötzlich richtig gut sind.

Rossing optimistisch

Was gleich im doppelten Sinne eine richtig gute Nachricht sein könnte für die Huskies-Fans - ist sie doch auch ein Fingerzeig dafür, dass die Chancen auf eine Zukunft wieder steigen. Natürlich gab es von Dennis Rossing dazu keinen Kommentar. Der 8. Februar als entscheidender Termin steht weiterhin. Rossing sagte aber immerhin: „Ich bin sehr optimistisch, dass es klappt. Ich sehe, dass die Fans uns motivieren. Und ich sehe, wie die Sponsoren sich verhalten. Das ist alles sehr positiv.“ Auch die schwachen Zuschauerzahlen der letzten Wochen stören diese Beurteilung nicht. „Wichtig sind mir vor allem die vielen Signale, die von den Fans kommen“, sagt Rossing.

Worte, die Mut machen, aber noch keinen voreiligen Jubel auslösen sollten. Denn natürlich betont Rossing weiterhin: „Noch gibt es vieles, das zu prüfen ist.“

Und was ist nun mit Klinge? „Wir haben uns gut unterhalten“, erklärt Rossing. Klinge selbst berichtet sichtlich aufgekratzt: „Es waren interessante Gespräche. Aber ihr werdet jetzt nicht erfahren, um was es geht. Gebt mir ein paar Tage Zeit.“ Fest steht aber: Der Nationalspieler steht noch nicht vor einem Wechsel. Das bestätigt sein Berater Daniel Lammel: „Wir haben die Zusage gegeben, dass wir auf Kassel warten. Wir entscheiden, wenn der Verein weiß, was los ist. Ich bin da sehr positiv gestimmt.“

Die Stimmung im Umfeld also steigt trotz sportlicher Talfahrt. Gegen Wolfsburg zeigten die Huskies einen „ganz schlechten Auftritt, der durch nichts zu entschuldigen ist“, so Trainer Stéphane Richer. Auch nicht durch die frühe, und nach Ansicht der Video-Bilder wohl doch gerechtfertigte Hinausstellung von Bryan Schmidt, auf den die Huskies nun auch am Sonntag in Nürnberg (14.30 Uhr) verzichten müssen. Ohne Schmidt und den verletzten Mike Card waren die Huskies vor allem in Überzahl erschreckend einfallslos. Wie sich das in Nürnberg ändern kann? Manuel Klinge hat eine Vorstellung: „Einfach mal den Puck über die Linie bringen.“

Von Frank Ziemke

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