Eishockey

Kooperation auf Prüfstand: Wolfsburg schließt Ende des Projekts mit Huskies nicht aus

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Bestritt zwölf Einsätze mit den Huskies: Eric Valentin (rechts), hier gegen Weißwassers Marius Schmidt.

Die Kooperation zwischen dem DEL-Klubs Grizzlys Wolfsburg und den Kassel Huskies stand unter keinem guten Stern. Charly Fliegauf, Manager der Niedersachsen, schließt ein Ende der Zusammenarbeit nicht aus.

Nein, die Kooperationen der Huskies mit ihren Partnern in der Deutschen Eishockey-Liga liefen nicht wirklich rund in den vergangenen beiden Jahren. Was nicht am guten Willen der Adler Mannheim und der Grizzlys Wolfsburg lag, wie der Kasseler Geschäftsführer Joe Gibbs betont, sondern in erster Linie am enormen Verletzungspech bei den beiden Partnern. Die Folge: Der nordhessische Zweitligist konnte weitaus seltener auf Förderlizenzspieler der DEL-Teams zurückgreifen als geplant. Was nun zur Konsequenz haben könnte, dass die Zusammenarbeit zwischen Kasselern und Wolfsburgern beendet wird.

Die Wolfsburger Nachrichten berichten, dass Grizzlys-Manager Charly Fliegauf dies nach nur einem Jahr nicht ausschließt. „Für Kassel ist es nicht so gelaufen, wie es sich die Verantwortlichen gedacht haben“, wird er zitiert. Angesichts der zahlreichen Ausfälle mussten die hauptsächlich für die Huskies vorgesehenen Angreifer Valentin Busch (5 DEL2-Einsätze) und Eric Valentin (12) die meiste Zeit bei den Grizzlys ran. Auch Alexander Karachun (9) half nur selten aus. Und die Verpflichtung eines U-23-Verteidigers mit Spielpraxis in Kassel scheiterte, weil die Wolfsburger zusätzliche Ü-23-Akteure nachverpflichten mussten.

Huskies-Chef Gibbs stellt die Kooperation nicht grundsätzlich infrage, schließlich liegt den Kasselern die Talentförderung weiterhin am Herzen. „Die Wolfsburger hatten großes Verletzungspech, deshalb lief es unglücklich auch für uns“, sagt Gibbs ohne einen Vorwurf. Aber: „Wir stellen die Kooperation auf den Prüfstand, auch das System grundsätzlich. Vielleicht können wir das auch besser organisieren. Wir sind mit Wolfsburg in Verhandlungen, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, erklärt Joe Gibbs.

Der Knackpunkt ist nun, welches Angebot die Grizzlys machen. „Wir können es uns nicht leisten, jede Position im Kader doppelt zu besetzen, um Spieler abstellen zu können“, sagt Wolfsburgs Flieg-auf. Bislang sind fünf Ü-23-Feldspieler verpflichtet. Neben Busch und Valentin sind das Eigengewächs Steven Raabe (17) und Jan Nijenhuis (17/Jungadler Mannheim), die Spielpraxis sammeln sollen beim Oberligisten Halle, sowie Maximilian Adam (21/Berlin). Adam scheint als Verteidiger im DEL-Team gesetzt, ebenso wie Busch (21) oder Valentin (22). Bliebe derzeit nur ein Kandidat für Kassel.

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