Niederlage nach vier Erfolgen

Krachendes Ende der Siegesserie: Huskies verlieren 2:7 in Freiburg

Jamie MacQueen.
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Seine Tore reichten nicht: Jamie MacQueen erzielte in Freiburg zwei Treffer, von einem Sieg aber waren die Huskies weit entfernt.

Die Siegesserie endete krachend. Nach zuletzt vier Erfolgen kassierten Kassels Eishockeyspieler in der DEL 2 wieder eine Niederlage.

Freiburg/Kassel – Beim EHC Freiburg kamen die Huskies mit 2:7 (2:4, 0:2, 0:1) unter die Räder, weil die Gastgeber sehr viel effektiver waren in der Verwertung ihrer Chancen.

Es war ja einiges zu erwarten von diesem Duell: Freiburg zuletzt fünf Siege in sechs Spielen, Kassel vier in fünf. Formkurven, die nach oben zeigen. Was dann in den ersten zehn Minuten und zehn Sekunden passierte, das aber war irgendwo zwischen furios und vogelwild. Vier Strafzeiten. Ein Videobeweis. Sechs Treffer. Ein Eigentor. Dumm für die Huskies: Es stand 4:2 für die Gastgeber.

Der Reihe nach: Kassel startet gut. Troy Rutkowski und Joel Keussen geben gefährliche Schüsse ab. Aber Keussen ist es auch, der die erste Strafe kassiert. Es geht dann ganz schnell. Motto: Scheibe querlegen und reinhauen. Der, der das erledigt, ist Jordan George. Die Antwort der Huskies lässt nicht lange auf sich warten. In der dritten Minute muss ein Freiburger auf die Strafbank. Es dauert drei Sekunden, bis Jamie MacQueen unhaltbar abzieht.

1:1 also. Und um das noch einmal zu betonen: Drei Sekunden zwischen Strafe und Tor. Drei! MacQueen trifft im fünften Spiel in Folge. Er ist angekommen, der Torjäger. Auf dem Eis aber kommt jetzt Freiburg. Denn nun muss MacQueen raus. Stockschlag. Die Strafe ist gerade abgelaufen, da fällt das 2:1 (6.). Unglücklich, denn es ist ein Eigentor. Hans Detsch fälscht die Hereingabe von Christian Billich ab. Jerry Kuhn ist machtlos, hämmert frustriert auf sein Tor. Der Schlussmann muss sich bald noch mehr ärgern. In der 9. Minute erzielt Marc Wittfoth das 3:1 – und auch wenn es ein schöner Konter war: Er stand da viel zu frei.

Es ist eben ein wilder Schlagabtausch. Noch in der 9. Minute fällt das 3:2. MacQueen fährt einen Konter, wird gefoult. Die Schiedsrichter zeigen eine Strafe an. Dann aber gibt es Videobeweis. Der zeigt: Der Puck war bereits hinter der Linie. Die Freude über den Anschluss ist nicht von langer Dauer. Erneut bei angezeigter Strafe rauscht ein Schlagschuss von Simon Danner ins Netz.

Erst danach beruhigt sich die Partie etwas. Keine Treffer mehr bis zur Pause. Aber im zweiten Durchgang geht das Spiel für die Huskies dahin. Die Gäste haben zwar weiter gute Torchancen. Durch Lukas Laub aus der Nahdistanz. Durch Brett Cameron, der freistehend über den Puck haut. Durch MacQueen, dessen Schuss Patrik Cerveny pariert. Freiburg macht das in Person von Allen Scott besser. Der nutzt Kasseler Verwirrung, als eine Strafe gegen Oliver Granz angezeigt ist (39.) – eigentlich sah das eher nach einem Foul an dem Huskies-Verteidiger aus. Und er sorgt kurz vor der zweiten Pause mit dem 6:2 für die Vorentscheidung.

Da nutzt es nichts, dass mittlerweile 33:26 Torschüsse für die Huskies in der Statistik stehen. Der Puck muss halt rein ins Tor. Das aber geht er auch im Schlussdrittel nicht. Nicht bei Laubs Unterzahl-Konter. Und auch nicht, als Trainer Tim Kehler bei einer Überzahl ab der 52. Minute Kuhn vom Eis holt. Stattdessen macht Scott noch seinen dritten Treffer. Da war es auch kein Trost mehr, dass Kuhn in der Schlussminute einen Penalty von Tyson McLellan parierte. (Frank Ziemke)

SR: Brill/Singaitis
Z: 666
Tore: 1:0 (1:33) George (Finlay, McLellan - 5:4), 1:1 (2:27) MacQueen (Rutkowski, Keussen - 5:4), 2:1 (5:35) Billich (Danner, Brückmann), 3:1 (8:06) Wittfoth (Finlay, McLellan), 3:2 (8:49) MacQueen (Wahl, Detsch), 4:2 (10:10) Danner (McLellan, Finlay), 5:2 (38:59) Allen (George, Billich), 6:2 (37:24) Allen (Billich, Pageau), 7:2 (55:17) Allen (Billich, George)
Strafminuten: Freiburg 10 - Kassel 16.

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