Doppelschlag zum 2:0-Erfolg in Freiburg

Überragender Kuhn führt Huskies zum Sieg im Spitzenspiel

War Mann des Spiels: Huskies-Torwart Jerry Kuhn war von Freiburg nicht zu überwinden.
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War Mann des Spiels: Huskies-Torwart Jerry Kuhn war von Freiburg nicht zu überwinden.

Der EHC Freiburg liegt den Kassel Huskies: Auch das vierte Aufeinandertreffen der Saison gewinnt der DEL2-Spitzenreiter. Ein Doppelschlag und ein überragender Kuhn sorgen für den 2:0-Erfolg.

Freiburg/Kassel – Jerry Kuhn ist am Samstag 35 Jahre alt geworden. Wer nun denkt, für den Torwart der Kassel Huskies würde die Eishockey-Rente nahen, der täuscht sich. Beim DEL2-Spitzenspiel in Freiburg war Kuhn wieder einmal mit zahlreichen Paraden Mann des Abends. Der Goalie hielt den 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)-Sieg der Kassel Huskies fest. Ein Doppelschlag im Schlussdrittel entschied das Spiel beim Tabellendritten.

Die Partie in Freiburg war für viele Huskies auch das Wiedersehen einiger Freunde: Ryon Moser kehrte zu seinem Ex-Verein zurück, Vincent Saponari traf ebenso auf seinen ehemaligen Mitspieler Nick Pageau wie auch die Ex-Lausitzer Clarke Breitkreuz, Joel Keussen und Oliver Granz auf Jake Ustorf und Jordan George.

Und Derek Dinger postete schon Stunden vor dem Spiel Erinnerungen bei Instagram, die ihn mit Schiedsrichter Aleksander Polaczek zeigten. Mit ihm stand Dinger von 2015 bis 2017 bei den Augsburger Panthern auf dem Eis.

Zwei Torhüter in Top-Form

Im Mittelpunkt aber stand erst einmal keiner von ihnen, sondern Huskies-Torwart Kuhn. Und das, weil Polaczek und seine Kollegen nach 13 Minuten Granz vom Eis stellten. Freiburg im Powerplay, Kuhn in Top-Form. Er parierte bärenstark gegen Gregory Saakyan, der frei vor ihm auftauchte (16.). Zuvor hatte Alexander Brückmann den Außenpfosten getroffen (14.).

Bei Gleichzahl auf dem Eis rettete Kuhn gegen Ustorf (5.) und Chad Bassen (8.). Die Huskies wurden immer dann gefährlich, wenn es schnell ging. So kam Corey Trivino mit der ersten Aktion in Schussposition, Freiburgs Enrico Salvarani wehrte den Schlenzer aber ab (2.). Der Schlussmann war auch auf dem Posten, als Lois Spitzner nach einem Bully vor dem eigenen Tor den Turbo zündete und frei zum Schuss kam (19.).

Chancen auf beiden Seiten

Auch im Mittelabschnitt ging das Duell zweier starker Torhüter weiter. Dabei hatte erst Salvarani alle Hände voll zu tun, als sich die Huskies während einer Überzahl Chance um Chance herausspielten. Trivino traf das Außennetz, Mosers Versuch aus vollem Lauf hielt Salvarani (24.). Auch als Spitzner aus kurzer Distanz abschloss, wehrte der 22-Jährige ab (27.).

Das gleiche Bild auf der anderen Seite: Kuhn parierte die Schüsse von Saakyan (29.), Scott Allen (30.), George (32.) und Andreé Hult (33.) allesamt sicher. Bei einem Konter in den Schlusssekunden des Drittels traf George noch den Pfosten.

Huskies brechen den Bann

Unbezwingbar also, diese beiden Torhüter? Nein, die Huskies brachen den Bann. Und es dauerte im dritten Drittel keine 20 Sekunden. Ryan Olsen umkurvte das Tor, legte quer – Tim Lucca Krüger stand völlig frei und drückte den Puck über die Linie. Die Huskies waren nun auf den Geschmack gekommen.

Zwei Minuten später fing Dinger einen Aufbaupass ab und spielte die Scheibe Richtung Tor. Salvarani musste den von Moser abgefälschten Schuss klatschen lassen, Olsen staubte sicher ab (43.).

In der Folge dann fast nur noch die Hausherren: Allesamt verzweifelten sie an Kuhn. Selbst als in den Schlussminuten der Puck vor der Linie entlangtrudelte, wischte der Torwart die Scheibe akrobatisch weg. Er ist der beste Torwart der Liga. Auch mit 35 Jahren.

Von Björn Friedrichs

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