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So lief der Trainingsstart bei den Kassel Huskies

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Von: Björn Friedrichs

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Trainingsauftakt bei den Kassel Huskies: Trainer Bo Subr (rechts) erklärt (von links) Oleg Tschwanow, Pierre Preto und Darren Mieszkowski eine Übung.
Trainingsauftakt bei den Kassel Huskies: Trainer Bo Subr (rechts) erklärt (von links) Oleg Tschwanow, Pierre Preto und Darren Mieszkowski eine Übung. © Schachtschneider, Dieter

Jetzt geht es so richtig los mit der Vorbereitung: Die Kassel Huskies sind gestern offiziell ins Training gestartet. Wir waren beim Auftakt dabei.

Kassel – Endlich wieder Eishockey, endlich startet die Vorbereitung – und endlich findet die wieder in der eigenen Eissporthalle statt. Die Kassel Huskies sind am Montag ins Training gestartet. Und das hat es gleich in sich.

Die Verteidiger schwitzen ab 9.40 Uhr bei einer Krafteinheit im Fitnessraum, die Angreifer gehen um 10 Uhr auf das Eis. Danach wird gewechselt, am späten Nachmittag steht eine zusätzliche Eis-Einheit auf dem Programm. So erleben die unterschiedlichen Protagonisten den ersten Trainingstag.

Der Betreuer

Er hat alle Hände voll zu tun: Teambetreuer Fabian Körber dürfte morgens als einer der ersten in der Halle sein und abends als einer der letzten gehen. Seit halb acht ist er am Montag vor Ort, er bereitet alles vor. Wäsche muss verteilt, Schlittschuhe geschliffen, Flaschen aufgefüllt werden. „Das ist alles eine Sache der Organisation, ist aber zum Glück ohne die Fahrerei vom letzten Jahr weniger Arbeit“, sagt er und spielt auf die Vorbereitung 2021 an, als die Huskies wegen des Hallenumbaus täglich zwischen Kassel und Lauterbach hin- und herpendelten.

Apropos Pendeln: Das tut auch Körber in der Halle. Er ist bei beiden Trainingsgruppen vor Ort, falls etwas anfällt. Unterstützt wird er dabei von Igor. Der ukrainische Teenager absolviert ein Praktikum bei den Huskies. „Er ist eine große Hilfe“, sagt Körber, dessen Arbeitstag zwischen 20 und 21 Uhr endet.

Der Trainer

Der neue Trainer Bo Subr strahlt Freude aus. Ein breites Grinsen hat er auf dem Gesicht, während er seinem Team Übungen erklärt, zuschaut, Hinweise gibt. Genau wie Co-Trainer Jan Melichar, mit dem er immer wieder schnell auf Tschechisch Absprachen trifft, erklärt er viel, weist auf Fehler hin.

Subr bittet seine Mannschaft zu Beginn der Vorbereitung zweimal täglich auf das Eis, dazu kommen Einheiten abseits der Eisfläche. Im Fokus stehen beim Training am Montag Skaten, Passen, Schießen – schnelle Bewegungsabläufe, das Einmaleins eben. Als die Stürmer nach einer intensiven und schweißtreibenden Dreiviertelstunde das Eis verlassen, kann sich Subr einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Viel Spaß noch im Kraftraum“, sagt er grinsend.

Von dort kommen dann die Verteidiger, die den vorgegebenen Rundkurs an Hanteln, Stangen und Gewichten hinter sich haben. Auch sie werden vom Trainerteam genau unter die Lupe genommen. Die Inhalte der Einheiten sind etwas unterschiedlich, positionsspezifischer.

Trainingsauftakt bei den Kassel Huskies mit (von links) Max Faber, Fabian Ribnitzky, Stephan Tramm, Steven Seigo und Denis Shevyrin.
Trainingsauftakt bei den Kassel Huskies mit (von links) Max Faber, Fabian Ribnitzky, Stephan Tramm, Steven Seigo und Denis Shevyrin. © Schachtschneider, Dieter

Die Spieler

Zusammen mit einem Gastspieler sowie Akteuren von Kooperationspartner Hamm stehen 15 Angreifer, zehn Verteidiger und drei Torhüter auf dem Eis. Vor allem die Spieler, die vergangenes Jahr bei den stundenlangen Fahrten nach Lauterbach dabei waren, sind nicht traurig, dass die Vorbereitung nun vor der Haustür stattfindet. „Darüber sind wir mega froh“, sagt Denis Shevyrin.

Der Kapitän hat ein gutes Gefühl: „Die ersten Eindrücke sind sehr gut, die Jungs können alle Eishockey spielen und es scheint charakterlich gut zu passen. Aber um das sicher zu wissen, muss man zusammen auch erstmal durch schwere Zeiten gegangen sein.“ Schwer – oder besser: anstrengend – dürfte die Zeit in den kommenden Wochen werden. „Diese Vorbereitung ist ein bisschen anders als die letzten. Wir sind zweimal täglich auf dem Eis, das ist eine andere Belastung. Die Trainer gucken, wo unser Limit liegt. Außerdem darf eine Vorbereitung ja auch nicht einfach sein.“ Blasen und Druckstellen von neuen Schlittschuhen und Ausrüstungsgegenständen sind in der Zeit normal.

Und sie schweißen das Team zusammen. Als die Verteidiger Bewegungsabläufe mit Torabschluss üben, wird sich gegenseitig motiviert und angefeuert. Steven Seigo schießt, Tom Geischeimer fälscht ab, Tor. „Yeeeeees“, ruft der 32-jährige Kanadier Seigo und lobt den 20-jährigen Kasseler.

Marco Müller beim Trainingsauftakt der Kassel Huskies.
Marco Müller beim Trainingsauftakt der Kassel Huskies. © Schachtschneider, Dieter

Der Gast

Die Huskies haben aktuell Besuch: Mit Franziska Busch ist die Bundestrainerin der U18-Frauen-Nationalmannschaft dabei. Die 36-Jährige, die selbst in der Bundesliga gespielt hat, hospitiert in Kassel. „Ich möchte neue Eindrücke für die Trainingsarbeit gewinnen“, sagt sie. Davon dürfte sie in den kommenden Tagen einige bekommen. Einheiten stehen zumindest einige an.

Von Björn Friedrichs

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