Eishockey

Huskies-Spiel gegen Landshut am Freitag soll stattfinden

Wird es dieses Duell auch am Freitag geben? Husky Stephan Tramm (links) gegen Landshuts Stephan Kronthaler.  
Archivfoto: DIETER SCHACHTSCHNEIDER/NH
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Wird es dieses Duell auch am Freitag geben? Husky Stephan Tramm (links) gegen Landshuts Stephan Kronthaler. Archivfoto: DIETER SCHACHTSCHNEIDER/NH

Sieben Spieler des EV Landshut sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und nun in Quarantäne. Dennoch sollen die Niederbayern - Stand Mittwochabend - am Freitag bei den Kassel Huskies zum DEL2-Topspiel antreten.

Kassel/Köln – Spielen sie nun am Freitag, die Huskies? Spielen sie wie geplant in der Kasseler Eishalle das Topduell des Vierten gegen den Dritten aus Landshut? Oder treten sie zu einem kurzfristig vorgezogenen Hessenderby beim EC Bad Nauheim an, dessen Kontrahent Kaufbeuren wegen Covid-19-Infektionen derzeit pausieren muss? Die Spekulationen am Mittwoch schossen ins Kraut in der zweiten deutschen Eishockey-Liga. Erst am Abend brachte Ligenleiter René Rudorisch Licht ins Dunkel: „Nach den Regeln unserer Spielordnung und dem aktuellen Stand wird Landshut am Freitag in Kassel antreten.“

Diese Regeln sehen vor, dass ein Team anzutreten hat, so lange ihm mindestens neun Feldspieler und ein Torwart zur Verfügung stehen. „In Landshut wurden sieben Spieler positiv getestet und von den Behörden in Quarantäne geschickt. Lizenziert wurden vom EVL aber 24 Spieler. Bleiben 17, und deren PCR-Tests waren negativ, sie können also spielen. Außerdem hat der Verein guten Nachwuchs, kann also junge Leute nachmelden“, sagte Rudorisch, der am Vormittag „eine lange Unterredung“ mit den Verantwortlichen der Niederbayern geführt hatte.

Natürlich haben sie dort ein vitales Interesse daran, mit ihrer stärksten Truppe anzutreten im Kasseler Gipfeltreffen, um sich mit Punktgewinnen in der Rangliste vorn zu behaupten. Andererseits wollen natürlich auch die Huskies nach ihrem Sechs-Punkte-Wochenende nachlegen, solange das Kölner DEL-Trio um Topscorer Marcel Müller noch zur Verfügung steht. Eine Stellungnahme war von Sportdirektor Manuel Klinge gestern aktuell nicht zu erhalten.

Fakt ist, dass die DEL2 derzeit vom Coronavirus arg gebeutelt ist, Spielplan-Chef Rudorisch Schwerstarbeit zu verrichten hat und die Klubs zwischen der nötigen Solidarität und den Eigeninteressen einen kaum zu bewältigenden Spagat leisten müssen. Denn es gibt weitere Baustellen, nachdem nun die Teams in Kaufbeuren und Weißwasser zunächst aus dem Verkehr gezogen wurden. Deren spielfreie Gegner nämlich – Bad Nauheim und Heilbronn am Freitag, Bad Tölz und Frankfurt am Sonntag – könnten kurzfristig den Freiraum nutzen und eines ihrer Duelle vorziehen.

„Spiele dann, wenn du kannst, gegen ein Team, das auch kann, wo auch immer.“ So hat ein Fan im Huskies-Forum die Flexibilität beschrieben, die Rudorisch von den Klubs einfordert und zu der sie sich selbst beim mutigen Saisonstart bekannt hatten.

Eine weitere Baustelle nun könnte in Bad Tölz entstehen. Dort wird über gesundheitliche Probleme bei einzelnen Löwen gemunkelt, nachdem sie am Sonntag noch gegen später positiv getestete Lausitzer gespielt haben. Es gebe engen Austausch mit den Behörden, war im Umfeld des Klubs zu hören, aber keine Fakten. (Gerald Schaumburg)

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