Neuer Co-Trainer der Huskies hat Erfahrung aus fast 1000 DEL-Spielen

Rob Leask: Der zweite Mann an der Bande

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Er hat den Durchblick: Der Deutsch-Kanadier Rob Leask betreut gemeinsam mit Rico Rossi die Kassel Huskies.

Kassel. Sein ersten Erinnerungen an Kassel sind keine schönen. „In meiner ersten Profisaison in Deutschland bin ich mit den Eisbären Berlin im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft an den Huskies gescheitert. 1997 war das. Damals ging es richtig zur Sache. Unser Manager musste hier in Kassel aufs Eis, um umsere Fans zu beruhigen.“

17 Jahre ist das nun schon her. Und seitdem hat sich viel getan. Der, der diesen Satz spricht, ist längst kein Berliner mehr, sondern gehört jetzt zu dem Eishockey-Team, das einst zunächst seine Meisterträume mit dem Hauptstadtklub beendete: Rob Leask. Der 43-Jährige ist der neue Co-Trainer und neben Chefcoach Rico Rossi der zweite Mann an der Bande beim Zweitliga-Aufsteiger.

Karriereende 2013

Leask wird zukünftig vornehmlich für die individuelle Arbeit mit den Spielern am Vormittag, die Videoanalyse und die Betreuung der Verteidiger zuständig sein. Dabei könnte er fast selbst noch die Schlittschuhe schnüren: Der ehemalige Verteidiger ist schließlich nur vier Jahre älter als Huskies-Oldie Sven Valenti (39), Leask beendete seine aktive Laufbahn erst 2013. Insgesamt 16 Jahre gehörte der gebürtige Kanadier, der 2004 einen deutschen Pass erhielt und mit der deutschen Nationalmannschaft an Weltmeisterschaft und Olympia teilnahm, zu den besten Eishockeyspielern hierzulande. Nach zehn Jahren und zwei Deutschen Meisterschaften mit den Eisbären in Berlin (1996 bis 2006), folgten drei Spielzeiten bei den Hamburg Freezers, bevor er von 2009 bis 2013 bei den Nürnberg Ice Tigers eine feste Größe in der Defensive war. Zu Buche stehen so fast 1000 DEL-Spiele – nicht viele Spieler bringen es in der Deutschen Eishockey-Liga auf so viele Einsätze.

Und nun also Trainer. Im Sommer hat er die B-Lizenz gemacht. „Ich komme mit dem Wechsel auf die andere Seite gut klar“, erklärt Leask. „Ich habe länger gespielt als die meisten Spieler und selbst entschieden, diesen Schritt zu gehen. Ausschlaggebend waren weder eine Verletzung noch der Umstand, dass ich keinen neuen Vertrag mehr bekommen hätte.“

Zweite Trainerstation

Die Huskies sind seine zweite Station. In der vergangenen Saison hatte der 43-Jährige zunächst beim Süd-Oberligisten Regensburg als Cheftrainer angeheuert, wurde dort aber nach dem Verpassen der Playoffs im Februar entlassen. Im Mai gab es dann die ersten Kontakte nach Kassel. „Das Interesse war von beiden Seiten da. Und jetzt bin ich hier“, sagt er und lacht.

Mit der Familie, die er nun seltener sehen wird, fällte er die Entscheidung für Nordhessen – obwohl Ehefrau Jeannette und die drei gemeinsamen Kinder Megan, Danielle und Cameron weiterhin in der Nähe von Nürnberg wohnen.

Dass er nun der zweite Mann ist, stört ihn nicht. „Ich wollte von Anfang an lieber als Co-Trainer mit jemandem arbeiten, der schon lange im Geschäft ist. So kann ich mich als Coach weiterentwickeln.“ Und seine Ziele mit den Huskies? „Erstmal geht es für uns um den Klassenerhalt. Alles andere wäre eine Zugabe.“

Von Michaela Streuff

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