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Gefühlschaos, Siegerbart und viel Lob: Huskies kosteten Aufstieg voll aus

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Von: Gerald Schaumburg

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Ausgelassen und glücklich: Die Kassel Huskies (von links Maximilian Röllig, Dennis Klinge und Maximilian Vater) liegen sich nach dem Aufstieg am Samstagabend in den Armen. © Foto: Schachtschneider

Kassel. Es war eine Mischung aus Stolz, großer Erleichterung und Freude. Die Spieler der Kassel Huskies, die am Samstagabend mit dem 14:1-Sieg gegen den EHC Neuwied 1b souverän den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht hatten, wurden nach der Partie von ganz unterschiedlichen Gefühlen übermannt.

„Aufstieg, Meister, was will man sagen“, fehlten Stürmer Alexander Heinrich noch beim Gang in die Kabine die Worte. „Wir hatten Druck von allen Seiten. Wer weiß, ob und wie es weitergegangen wäre ohne den Aufstieg. Die ganze Mannschaft hat in dieser Saison gewonnen. So macht Eishockey richtig Spaß.“

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Es sind Sätze wie diese, die zeigen, wie eng die Spieler in den vergangenen Monaten zusammengewachsen sind. Sie sind zu einer Einheit geworden. „Die Mannschaft hat vom ersten bis zum letzten Spiel für sich selbst gesprochen. Es ist riesig schön, mit diesen Jungs zusammenzuspielen“, lobte Dennis Klinge das Team, das er seit der Verletzung Matthias Kolodziejczaks als Kapitän anführt. „Wir haben eine tolle Saison gehabt. Unser Trainer Milan Mokros hat einen klasse Job abgeliefert“, bilanzierte auch Ralf Hartfuß, einer der Oldies im Team – und genoss dabei die dicke Sieger-Zigarre.

Mehr Infos zu den Huskies gibt es auch im RegioWiki.

Insbesondere für viele der jungen Huskies, die parallel auch bei den Junioren spielen, war der Samstagabend der bisherige Höhepunkt ihres Sportlerlebens. Einige fieberten ihm auf ganz besondere Weise entgegen. Niels Hilgenberg, Fabian Löprick, Luca Obernesser und Julian Meyer haben sich eigens einen Bart wachsen lassen. Seit dem Spiel gegen die Mainzer Wölfe am 27. Februar haben sich die vier nicht mehr rasiert. „Das ist unser Playoff-Bart. Der kommt erst am Samstag nach dem letzten Saisonspiel ab“, erzählte Torhüter Meyer. Er war es auch, der die obligatorische Raupe der Mannschaft auf dem Eis kurz nach Spielende anführte. „Das war meine Premiere. Normalerweise macht das ja der Kapitän“, sagte er. Der aber verzichtete ganz bewusst darauf, den Vorkrabbler zu geben und überließ die Rolle demjenigen, der nicht so oft im Fokus steht.

„Es sind nicht nur die entscheidend, die die Tore schießen, sondern auch die, die sie verhindern. Ich finde, es ist wichtig, dass das auch von der Mannschaft gezeigt wird“, sagte Dennis Klinge. Viel Lob gab es von Marc Berghöfer, dem Vorsitzenden der Eishockey-Jugend Kassel. „Es war sensationell wie Team und Trainer mit dem Druck umgegangen sind. Ich freue mich besonders für Milan, dass er nach 15 Jahren die Früchte seiner Arbeit ernten kann. Der Nachwuchs und die Fankultur sind die Grundlage für dieses Eishockey-Märchen“, sagte Berghöfer glücklich. „Damit das so weitergeht, wünschen wir uns, dass nun auch andere so Verantwortung übernehmen wie die Mannschaft es getan hat.“

Von Michaela Streuff

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