Huskies-Trainer Rico Rossi zufrieden mit Lerneffekt

Fazit von Schottland-Reise der Kassel Huskies: „Man lernt immer etwas Neues“

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Rückhalt im zweiten Spiel der Huskies in Schottland: Torhüter Mirko Pantkowski.

Kassel. Ein Bummel durch die Altstadt, ein Besuch des Schlosses in Edinburgh – die Huskies haben am Montag ihre Testspiel-Reise zu den Fife Flyers nach Schottland entspannt ausklingen lassen.

Knapp drei Wochen vor dem ersten Punktspiel in der DEL2 gegen die Dresdner Eislöwen am 15. September hatte sich die Mannschaft in zwei Spielen am Samstag (3:4 n.V.) und Sonntag (2:1 n.V.) den nächsten Schliff geholt. „In solchen Partien lernt man immer etwas Neues über seine Mannschaft“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi. Ein Fazit der Tour auf die Insel.

  • Der Lerneffekt: War da. „Im ersten Spiel waren wir besser als der Gegner, aber haben einige Male am Tor vorbeigeschossen, unglückliche Gegentore kassiert und dafür mit einer Niederlage bezahlt. Auch die zweite Partie war eng. Aber wir haben gelernt, wie wir solche engen Partien gewinnen können und in den richtigen Momenten die Tore gemacht.“ Außerdem gefiel dem Coach die Einstellung. „Das Team hat gezeigt, dass es eine Gruppe ist, die etwas erreichen will. In der ersten Drittelpause am Sonntag habe ich die Mannschaft vor die Wahl gestellt: Entweder plätschert das Spiel weiter vor sich hin oder wir machen weiter mit richtigem Eishockey. Ab der ersten Minute nach Wiederbeginn haben die Jungs Vollgas gegeben. Sie haben geliefert.“
  • Die Kritikpunkte: Gibt es natürlich. Die Chancenverwertung spricht der Coach an, das Überzahlspiel, das sich verbessern muss. Auch an der Abstimmung der Spieler untereinander hapert es. „Sie müssen sich besser verstehen lernen. Kleinigkeiten über den anderen, etwa, dass Braden Pimm die Scheibe lange führt oder Lukas Koziol einen schnellen Pass bevorzugt“, erklärt der Coach. Unterm Strich also die üblichen Baustellen in der Vorbereitung.
  • Die Torhüter: In Spiel eins stand Markus Keller im Tor, im zweiten Mirko Pantkowski. Die Schlussleute machten ihre Sache gut. „Wir sind mit den beiden die bestbesetzte Mannschaft auf dieser Position in der ganzen DEL2 “, sagt Rossi.
  • Die Verteidigung: Andy Reiss fehlte erkrankt. Förderlizenzler Kevin Maginot war mit Mannheim im Champions-League-Einsatz. Blieben den Kasselern fünf Verteidiger. Möglicherweise zu wenige für die Liga? „Klar, wenn zwei Stammverteidiger ausfallen, ist die Defensive jedes Kaders dünn besetzt. Im Moment mache ich mir aber keine großen Sorgen. Kevin und John Rogl sind in Mannheim die Verteidiger Nummer acht und neun. Wir planen mit ihnen.“ Außerdem sind erst drei der vier möglichen Ausländerplätze vergeben, die letzte könnte auch mit einem defensiven Importspieler besetzt werden. „Unsere erste Wahl für diese Position ist aber ein ausländischer Mittelstürmer“, sagt Rossi, der einen engeren Kreis von Kandidaten im Blick hat. Noch aber ist kein Vollzug in Sicht.
  • Die Stürmer: Wie bei der Defensive gilt die Erkenntnis: „Wir sind schneller, läuferisch besser und mit mehr Talent ausgestattet als in der vergangenen Saison“, fasst der Coach seine Eindrücke zusammen. Die Reihen aber, wie sie in Schottland auf dem Eis standen, dürften weniger einen Hinweis darauf geben, wie die Huskies in der Saison stürmen werden. Denn es fehlte nicht nur der erkrankte Kapitän Manuel Klinge. Auch Toni Ritter arbeitet noch an seiner Rückkehr in den Spielbetrieb, Phil Hungerecker ist ebenfalls mit den Adler Mannheim unterwegs. Noch dazu soll besagter Center kommen. Bleibt unterm Strich die Erkenntnis: „Wenn sie alle da sind, werden die Sturmreihen sicherlich anders aussehen“, sagt Rossi.
  • Das weitere Programm:Training steht ab dem heutigen Dienstag wieder auf dem Programm, am Freitag folgt das nächste Spiel der Vorbereitung beim DEL-Klub Krefeld Pinguine (19.30 Uhr).

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