1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Rückblick auf das Hessenderby: „Matchwinner? Ganz klar Alec“

Erstellt:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

Alec Ahlroth von den Kassel Huskies holt sich die Gratulationen für den verwandelten Penalty ab.
Alec Ahlroth von den Kassel Huskies holt sich die Gratulationen für den verwandelten Penalty ab. © IMAGO/Oliver Vogler

Die Kassel Huskies surfen weiter auf der Erfolgswelle: Ein Höhepunkt war der 2:1-Derbysieg am Freitag in Bad Nauheim. Wir haben mit Alec Ahlroth und Jake Kielly nochmal zurückgeblickt.

Bad Nauheim/Kassel – Es laufen die letzten zehn Sekunden der Verlängerung im DEL-2-Derby zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies. Husky Tristan Keck hat den Puck an der Mittellinie, es ist noch Zeit für einen letzten Angriff. Doch der Stürmer sieht den frei stehenden Lois Spitzner nicht, will ins Solo gehen. Er verliert die Scheibe an Nauheims Topscorer Tim Coffman, der alleine losläuft. Im allerletzten Moment kann ihm der zurücksprintende Keck die Scheibe noch vom Schläger klauen. Es geht ins Penaltyschießen, das die Huskies dank des Treffers von Alec Ahlroth und dreier Paraden von Jake Kielly gewinnen. 2:1 (0:0, 1:1, 0:0) setzen sich die Huskies letztendlich durch.

„Zum Schluss hatten wir diesen Konter, das hat er gut verteidigt. Er spielt jetzt auch in der defensiven Zone besser – nicht schlecht und gut für Kassel“, sagte Bad Nauheims Trainer Harry Lange mit einer Prise Sarkasmus in der Stimme. Kecks Wechsel von Nauheim nach Kassel, der im Sommer nicht gerade geräuschlos vonstattenging, scheint noch nicht verdaut.

Kampf und Leidenschaft im Vordergrund

Die Leidenschaft, mit der Keck nach 65 Minuten harten Derby-Kampfes noch zurückeilte, um seinen Fehler auszubügeln, prägte das Duell von Anfang an. Schnell, hochklassig, zweikampfbetont – aber dadurch auch torarm. „Das war ein tolles Spiel von beiden Seiten, dazu eine geile Stimmung im Stadion. Es hat sich wie in den Playoffs angefühlt, supercool“, sagte Ahlroth am Samstag.

Der 21-Jährige übernahm im Penaltyschießen Verantwortung, trat nach Jamie Arniel als zweiter Husky an und verwandelte als einziger. „Ich habe die Schüsse seit Saisonbeginn im Training geübt. Im Spiel gegen Heilbronn habe ich meine Chance bekommen und zum Sieg verwandelt. Es ist schön, dass mir der Trainer da trotz der vielen guten Spieler, die wir haben, vertraut“, sagt Ahlroth. Sein Erfolgsgeheimnis? „Wenn du schießt, musst du wissen, was du machst. Ich wollte über seinen Blocker schießen, das kann ich ganz gut. Ich war nervös, aber wenn man dann die Scheibe hat, ist es schon nichts Besonderes mehr.“

Derby-Intensität auch für Kielly etwas Neues

Neben Ahlroth stand auch Torhüter Kielly im Fokus des Hessenderbys. Der 26-Jährige parierte teils überragend 30 Schüsse, dazu alle drei Nauheimer Penaltys. Einzig von Michael Bartulis Schlenzer in den Winkel (24.) wurde er überwunden. Auf der anderen Seite glich Steven Seigo in ähnlicher Manier aus (28.). „Auch Bad Nauheims Torwart hat gut gehalten. Man möchte da nicht der nächste sein, der ein Tor kassiert und ihren Fans Grund zum Jubeln gibt“, sagte Kielly.

Jake Kielly, Torwart der Kassel Huskies.
Jake Kielly, Torwart der Kassel Huskies. © Schachtschneider, Dieter

Als Matchwinner sah er sich aber nicht. „Das war ganz klar Alec mit seinem Tor“, so Kielly bescheiden. Ob er als US-Amerikaner, der erst seit wenigen Monaten in Kassel ist, schon die Bedeutung des Hessenderbys kennt? „Solche Duelle sind hier mehr wert als bei mir zuhause. Ich kenne Derbys aus meiner Zeit bei der Clarkson University gegen die Cornell University, wo Jake Weidner und Joel Lowry aktiv waren. Aber die Intensität hier ist viel höher, es war sehr laut im Stadion.“

Von Dieter Schachtschneider

Auch interessant

Kommentare