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Nach Siegen gegen Selb: Huskies-Topspiel in Kaufbeuren abgesagt

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Von: Pascal Spindler

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Nicht immer zufrieden: Huskies-Trainer Bo Subr gab seinen Spielern gegen die Selber Wölfe stets Anweisungen.
Nicht immer zufrieden: Huskies-Trainer Bo Subr gab seinen Spielern gegen die Selber Wölfe stets Anweisungen. © Schachtschneider, Dieter

Nach zwei Siegen gegen die Selber Wölfe sollte es für die Kassel Huskies am Montag eigentlich zum Topspiel zum ESV Kaufbeuren gehen. Wegen Krankheitsfällen im Team der Gastgeber muss die Partie jedoch in den Februar verlegt werden. Die Huskies haben so nun genügend Zeit, um weiter an ihrer Chancenverwertung zu arbeiten.

Kassel – Für ein paar Sekunden war die Sensation zum Greifen nah. 3:0 führten die Kassel Huskies im Heimspiel gegen die Selber Wölfe bereits, ehe die letzten zwei Minuten anbrachen. Eine turbulente Schlussphase, die die bis dahin sehr einseitige Partie beinahe noch auf den Kopf gestellt hätte. „Alle dachten, das Spiel wäre schon gelaufen. Aber dann wurde es noch einmal spannend“, sagte Selbs Trainer Sergej Waßmiller im Anschluss an die Begegnung.

Weil Husky Stephan Tramm Selbs Steven Deeg nach einer Attacke auf Kassel-Goalie Jerry Kuhn mit den Fäusten anging, spielten die Huskies die letzten Minuten in Unterzahl, fingen sich schließlich noch zwei Treffer von Mark McNeill. 51 Sekunden vor Schluss stand es plötzlich nur noch 2:3. „Die Strafe nehmen wir mit. Wenn jemand unserem Torhüter die Beine wegzieht, dann klären wir das als Team. Von daher kein Vorwurf, dass wir zum Schluss in Unterzahl gespielt haben“, erklärte Huskies-Angreifer Lois Spitzner hinterher. Selb warf nach dem Anschlusstreffer noch einmal alles rein, nahm Torhüter Michel Weidekamp vom Eis. Doch ein drittes Mal ließen sich die Huskies nicht überwinden. „Ich weiß nicht, ob wir in der vergangenen Saison in dieser Phase noch das 3:3 kassiert hätten, keine Ahnung“, sagte Spitzner, der neun Sekunden vor Spielende schließlich zum 4:2-Sieg ins leere Tor traf.

Dass es doch noch einmal spannend wurde, durfte Huskies-Trainer Bo Subr nicht gefallen haben. Seine Mannschaft war die gesamte Spieldauer überlegen, ging durch Alec Ahlroth bereits früh in Führung (8.). Doch danach versiebten seine Spieler reihenweise beste Tormöglichkeiten. Allen voran Tim McGauley, der den Puck nach 18 Minuten am leeren Tor vorbeisetzte, und der vielfach aufs Gäste-Gehäuse zielende Tristan Keck vergaben hervorragende Gelegenheiten auf mehr Huskies-Treffer. „Natürlich ist das nicht so toll, wenn wir so viele Chancen vergeben, das frustriert auch manchmal. Aber die Situation wäre schlimmer, wenn wir gar keine Möglichkeiten kreieren würden“, stellte Subr nach dem Spiel klar. Er habe dennoch eine gute Partie gesehen, auch wenn seine Mannschaft früh mehr Tore hätte schießen müssen.

Leeres Tor, aber kein Treffer: Husky Tim McGauley (rechts) setzt den Puck gegen Selb neben den Pfosten. Die Wölfe Michel Weidekamp (links) und Peter Trska können nur zuschauen.
Leeres Tor, aber kein Treffer: Husky Tim McGauley (rechts) setzt den Puck gegen Selb neben den Pfosten. Die Wölfe Michel Wiedekamp (links) und Peter Trska können nur zuschauen. © Dieter Schachtschneider

Erst in der 53. Minute erzielte Tomas Sykora das 2:0, Jamie Arniel erhöhte mit dem 100. Huskies-Treffer der Saison in der 57. Minute auf 3:0. „Das Tor war anscheinend wirklich etwas Besonderes. Ich wusste vorher gar nicht, dass es schon unser 100. Treffer war. Aber ich nehm’s natürlich gerne mit. Tor ist Tor“, sagte Arniel zum Jubiläumstreffer. Viel wichtiger sei ihm jedoch, dass die Mannschaft das Spiel gegen Selb gewonnen habe. Der Erfolg der Mannschaft stehe über allem.

Kassel Huskies: Topspiel beim ESV Kaufbeuren abgesagt

So sollte es eigentlich auch gegen den ESV Kaufbeuren sein. Das Topspiel zwischen dem Tabellenführer aus Kassel und seinem ersten Verfolger sollte am Montag um 19.30 Uhr bei den Allgäuern stattfinden. Sonntagabend dann die Absage. „Grund für die Verlegung ist die aktuelle und sehr heftige Krankheitswelle, die unsere Mannschaft erfasst hat“, teilte Kaufbeuren mit. Das Aufeinandertreffen wurde auf den 20. Februar verlegt, das erste Bully ist dann für 19.30 Uhr angesetzt.

Die Partie gegen Kaufbeuren wäre ein absolutes Spitzenspiel gewesen. „Das ist ein großes Duell. Wir sind schon am ersten Spieltag in Kaufbeuren angetreten, da haben wir es nicht so gut gemacht“, sagte Angreifer Arniel im Vorfeld. Auch Teamkollege Spitzner sprach von einer wichtigen Begegnung, einem klassischen Sechs-Punkte-Spiel. Jetzt wird dieses also erst im Februar ausgetragen.
(Von Pascal Spindler)

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