Erstes Bully beim Heimspiel um 19.30 Uhr

Der Michi ist wieder da - Huskies am Dienstag gegen Bremerhaven 

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Endlich kann er wieder jubeln: Michi Christ erzielte in Ravensburg zwei Treffer und bereitete ein Tor vor.

Kassel/Ravensburg. Nach den Niederlagen in Dresden und Ravensburg ist vor dem nächsten Heimspiel: Die Huskies setzen ihre Terminhatz in der zweiten Eishockey-Liga fort.

Schon am heutigen Dienstag empfangen die Kasseler Puckjäger um 19.30 Uhr die Fischtown Pinguins in der heimischen Eissporthalle zum nächsten Spitzenspiel des Zweiten gegen den Vierten.

Mehr noch: Die Bremerhavener sind nicht nur der aktuelle Zweitliga-Meister, sondern auch das Team der Stunde. Mit 31 Punkten aus den letzten 13 Spielen haben sich die Norddeutschen in der Rangliste vorgearbeitet und können mit zwei Siegen in ihren Nachholspielen die Huskies sogar von Rang zwei verdrängen.

„Da haben wir wieder eine ganz harte Nuss zu knacken“, sagt Stürmer Michi Christ. Und sein Trainer Rico Rossi ergänzt lachend: „Naja, weiche Nüsse gibt es in dieser Liga eh nicht.“ Gleichwohl: „Wir müssen bereit sein für einen heißen Tanz“, erklärt Christ. In Dresden seien es die Huskies nicht gewesen angesichts der Anreiseprobleme und des verspäteten Spielbeginns. „In Ravensburg waren wird voll da, haben gut gespielt“, urteilt Christ.

Wir übertragen das Spiel der Huskies gegen die Fischtown Pinguins live im Radio und per Live Ticker.

Und heimst ein Sonderlob vom Trainer ein: „Es tut der Mannschaft gut, dass der Michi nach seiner Verletzung zurück ist - auf dem Eis, aber auch in der Kabine. Er ist ein Spieler, der präsent ist und die anderen auch mitreißt“, sagt Rossi über den Stürmer, der wegen einer Entzündung in einem Fuß fünf Wochen gefehlt hatte.

In Ravensburg hatte der Michi zwei Treffer erzielt und einen vorbereitet. „Aber in der offiziellen Bilanz haben wir das 1:0 für Sven Valenti gutschreiben lassen“, sagt Christ gestern. Warum? „Damit die Saisonstatistik wieder stimmt: Sven hatte kürzlich gegen Kaufbeuren ein Tor eingetragen bekommen, das ich erzielt hatte“, erklärt Christ und grinst breit.

Sein Debüt im Huskies-Trikot wird heute Mathias Müller geben. Der 22-jährige Verteidiger, am vergangenen Freitag im Tausch mit Matthias Bergmann aus Kaufbeuren gekommen, wird allerdings zunächst als siebter Mann eingeplant und soll Zeit bekommen, sich ins Team und in Rossis Taktik einzugewöhnen.

Hintergrund

Huskies ohne Eis: Eine Odyssee über Erfurt, Dresden und Ravensburg

Holiday on Ice in Kassel - für die vielen Zuschauer waren die begeisternden Vorstellungen der Eisrevue tatsächlich ein kleiner Ferientag. Für die Huskies aber brachte die Belegung der Eissporthalle reichlich Nachteile.

Nicht nur, dass die Eishockey-Mannschaft in der vergangenen Woche von Dienstag bis Donnerstag täglich mit Kleinbussen zu Ein-Stunden-Trainings nach Erfurt pendelte und das Heimrecht für eines der beiden Wochenend-Spiele tauschen mussten. Auch am gestrigen Montag konnten die Schlittenhunde noch nicht wieder daheim aufs Eis. Erst heute geht’s zum Eingewöhnen und Anschwitzen um 10 Uhr kurz aufs heimische Parkett.

Am Freitag waren die Kasseler dann um 11 Uhr nach Dresden aufgebrochen - und angesichts der Staus erst um 19.47 Uhr dort eingetroffen. Am Samstag dann ging’s von der Elbe weiter nach Ravensburg. Ein Neun-Stunden-Trip. Zurück in Kassel waren die Huskies in der Nacht zum Montag um 3.30 Uhr. Eine gute Vorbereitung auf ein Gipfeltreffen wie die Partie gegen Bremerhaven sieht natürlich anders aus.

Aber: Die Pinguine, mit rund 65 000 Buskilometern pro Saison die Reisekönige der DEL2, sind am Sonntagabend vom Spiel aus Bad Nauheim erst noch einmal nach Hause gefahren. Kurz. Denn, so Manager Alfred Prey: „Nach Kassel sind es ja nur 340 Kilometer. Ist ja fast ein Heimspiel für uns.“ (sam)

Von Gerald Schaumburg

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