K.o. 63 Sekunden vor Schluss

3:5 – Huskies verpassen Revanche beim SC Riessersee

Revanche verpasst: Husky Jens Meilleur (Mitte) gegen die Garmischer Matthias Nemec (links) und Stephan Wilhelm (rechts). Archivfoto:  Fischer

Garmisch-Partenkirchen. Kleiner Kader, kein Ertrag: Mit nur sechs Verteidigern und neun Stürmern haben die Huskies beim SC Riessersee die Revanche verpasst für die 5:9-Packung im ersten Kräftemessen beider Teams. Im Verfolgerduell unterlagen die Kasseler Eishockeyspieler trotz couragierten Auftritts 3:5 (1:2, 1:1, 1:2) den effektiveren Bayern.

Im Kampf des bisherigen Dritten, der nun Frankfurt von Rang zwei verdrängte, gegen den Vierten fehlten den Nordhessen die Verteidiger Heinrich (krank), Maginot und Rogl, die mit Mannheim in Krefeld 2:6 unterlagen. Im Angriff waren die verletzten Pimm, Merl und Klinge nicht dabei, Michi Christ half als sechster Verteidiger aus. Auf der anderen Seite konnte der SCR eine komplette Sturmreihe von DEL-Partner München einsetzen um Neu-Nationalspieler Andreas Eder. Schlechte Voraussetzungen also für den ECK im Kampf gegen den zweitbesten Angriff der Liga.

Und es kam, wie es zu befürchten war, nachdem Evan Grath schon nach wenigen Sekunden die erste Großchance für die Gäste nicht nutzen konnte. Nach zweieinhalb Minuten schon stand es 1:0, als Mayenschein den dennoch starken Kasseler Torwart Markus Keller im Nachschuss überwand. Und gar 2:0 führte der SCR, als die Huskies nach einem Puckverlust an der Blauen Linie ausgekontert wurden und Thomas abschloss (8.).

Doch die Huskies hielten in diesem spektakulär offenen Schlagabtausch mit Torchancen im Minutentakt beherzt dagegen, kamen nur 23 Sekunden später zurück ins Spiel. Jens Meilleur erzielte aus spitzem Winkel das 1:2 (9.), dem Keller später eine Glanzparade gegen den allein durchgebrochenen Mueller folgen ließ.

Nach der ersten Pause aber schlug das Traumtrio der Garmischer zu. Mueller und Dibelka legten auf, Driendl war zur Stelle – 3:1 nach 22 Minuten. Zehn Minuten später hatte er gar das 4:1 auf dem Schläger, scheiterte aber an der Latte. Das zu einem Zeitpunkt, da die Kasseler allmählich Oberwasser bekamen. Lambacher scheiterte auf dem Weg zu seinem ersten Saisontor im Alleingang an Nemec (27.), auch Meilleur (30.) und McGrath (37.). Er hätte auf 3:3 ausgleichen können, denn zuvor hatte Stefan Della Rovere halbhoch ein perfektes Powerplay mit dem 2:3 gekrönt (36.).

Die Entscheidung aber, sie fiel erst 63 Sekunden vor Schluss. Oakley hatte nach einem Konter (!) auf 4:2 erhöht (52.), Evan McGrath 2:02 Minuten vor Schluss einen Schlagschuss abgefälscht zum 3:4. Nun riskierten die Huskies alles, nahmen kurzzeitig Torwart Keller raus, und kassierten doch das 3:5, als er wieder zurück war. Erneut war Routinier Driendl da, erneut war’s ein Konter des SCR.

SR: Vogl/Kannengießer. Z: 1853 Tore: 1:0 (2:26) Mayenschein (Eder, Rimbeck), 2:0 (7:39) Thomas (Gomes, Dibelka), 2:1 (8:02) Meilleur (Little, Wisniewski), 3:1 (21:18) Driendl (Mueller, Dibelka), 3:2 (35:42) Della Rovere (Koziol, Ritter - 5:4), 4:2 (51:35) Oakley (Gomes, Beck), 4:3 (57:58) McGrath (Little, Wisniewski), 5:3 (58:57) Driendl (Mueller, Dibelka) Strafminuten: je 8.

Von Christian Fellner

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