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Kassel Huskies nach Sieg gegen Krefeld: Mit Spaß und Raupe in die Pause

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Von: Björn Friedrichs

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Der Kapitän führt die Raupe an: Denis Shevyrin (Nummer 15) ging nach dem Sieg gegen sein Jugendteam Krefeld voran, Jubilar Marco Müller (links) folgte nach seinem 450. Spiel für die Huskies.
Der Kapitän führt die Raupe an: Denis Shevyrin (Nummer 15) ging nach dem Sieg gegen sein Jugendteam Krefeld voran, Jubilar Marco Müller (links) folgte nach seinem 450. Spiel für die Huskies. © Jan-Malte Diekmann

Das war eine Ansage der Kassel Huskies: Im Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause schlagen sie die Krefeld Pinguine 7:3. Für den einen oder anderen Akteur war es ein besonderer Abend.

Kassel – Dieser Eishockeyabend in Kassel war der Perfektion sehr nah. Marco Müller machte sein 450. Spiel für die Kassel Huskies, mehr als 4300 Zuschauer waren gekommen – und gegen den Krefeld Pinguine gab es nicht nur ein echtes Traditionsduell, sondern auch das Aufeinandertreffen zweier Aufstiegsaspiranten. Was die Huskies dann beim 7:3 (4:1, 2:2, 1:0)-Sieg vor allem im ersten Drittel auf das Eis zauberten, begeisterte alle blauweißen Anhänger. Die neuntägige DEL-2-Pause wegen des in Krefeld stattfindenden Deutschland-Cups kommt fast ein wenig ungelegen.

Was war das schließlich für ein – in dieser Saison untypischer – Blitzstart der Huskies? 1:0 nach 16, 2:0 nach 72, 3:0 nach 136 Sekunden. Mit Ausnahme des 1:0-Treffers von Alec Ahlroth nach 28 Sekunden am achten Spieltag in Ravensburg waren diese drei Treffer die schnellsten der Huskies überhaupt in dieser Spielzeit. Direkt zog Krefelds Trainer Peter Draisaitl eine Auszeit, direkt wurde Torwart Sergei Belov ausgewechselt.

McGauleys Tor in neuer Reihe war eines mit Ansage

Am Freitag beim Auswärtsspiel in Freiburg war Huskies-Coach Bo Subr noch unzufrieden mit der Anfangsphase. Hatte er diesmal besondere Worte gewählt? „Es war natürlich ein anderes Szenario als nach der langen Fahrt. Wir waren frisch, haben vor dem eigenen Publikum und gegen ein gutes Team mit vielen Fans gespielt, außerdem war es eine spezielle Partie für Marco. Wir waren bereit, vor der Pause noch einmal alles zu geben, das war insgesamt gute Teamarbeit“, so Subr.

„Wir hatten einen richtig guten Start“, sagten Jubilar Marco Müller und Stürmer Tim McGauley. Zweitgenannter erzielte später den 7:3-Endstand – sein erstes Tor seit wann? Genau, seit dem 4:2-Sieg am sechsten Spieltag in Krefeld. Und genau wie vor gut einem Monat schnürte Joel Lowry einen Doppelpack. Auch Jake Weidner traf.

Lowry, Weidner, McGauley – die drei Stürmer spielten etwas überraschend in einer Reihe. Schließlich können alle drei auf der Center-Position eingesetzt werden. „Mir wurde in Amerika immer gesagt, dass ich vielseitig sein und auf dem Flügel spielen können muss. Das habe ich damls gelernt, davon profitiere ich nun“, sagt McGauley, der ergänzt: „Wir haben unseren Job gemacht und Big Points geholt. Aber wir können es noch besser machen.“

Kapitän Shevyrin schlägt in Unterzahl zu

Nach der rauschhaften Anfangsphase kam Krefeld ins Spiel, die Huskies trafen aber immer dann, wenn es notwendig war. So zum Beispiel, als Krefeld bei fünfminütiger Überzahl ohne eigenes Tor blieb – die Huskies aber dafür zuschlugen. Der mit nach vorne geeilte Denis Shevyrin machte mit dem 5:1 das zweite Unterzahltor der Huskies in dieser Saison. „Wir haben es etwas schleifen, aber nicht groß anbrennen lassen“, sagt Müller, der im ersten Drittel und vor allem nach dem Spiel lautstark für seinen 450. Einsatz im Kasseler Trikot gefeiert wurde. „Es ist schön, so ein Feedback der Fans zu bekommen. Es gab in all den Jahren ja auch einige Aufs und Abs. So gefeiert zu werden, ist natürlich geil.“

Ob er denn jetzt die 500 noch vollmache? „Das wäre natürlich toll, aber da muss ich mal mit dem Trainer reden. Ich will lieber den Titel haben als die 500“, so Müller lachend. Immerhin, die Chance besteht in dieser Saison – auf beides. Dafür müsste Müller aber jedes verbliebene Hauptrunden- sowie 15 Playoff-Spiele machen.

Ein Sonderlob bekam Müller auch von McGauley: „Ich kenne Marco noch nicht so gut wie manch andere, aber er ist eine sehr gute Person, er bringt alle zusammen. Er macht uns zu einer Familie, wir lieben ihn sehr. Es freut mich, dass er geehrt wurde. 450 Spiele für ein Team sind eine große Sache.“

Von Björn Friedrichs

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