Entscheidende Treffer im letzten Drittel

Mit viel Mühe beim Schlusslicht: Kassel Huskies gewinnen 3:2 bei Selber Wölfen

Lieferten sich enge Zweikampfduelle: Selbs Benedikt Böhringer (links) und Husky Jamie MacQueen.
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Lieferten sich enge Zweikampfduelle: Selbs Benedikt Böhringer (links) und Husky Jamie MacQueen.

Erfolgreicher, aber mühevoller Weihnachtsausflug für die Eishockey-Spieler der Kassel Huskies. Bei den Selber Wölfen gab es einen 3:2-Sieg (1:0, 0:1, 2:1).

Selb - Das Spiel ist nur wenige Sekunden alt, ehe Marco Müller das erste Mal aufs Tor schießt (1.). Die Huskies sind direkt im Vorwärtsgang, Brett Cameron hat die nächste Abschlussmöglichkeit für die Gäste (3.). Die Marschroute ist klar: Gegen das Tabellenschlusslicht soll sich die Scheibe vorwiegend im gegnerischen Drittel befinden – und am besten gleich mehrfach im Tor landen.

Doch wer glaubt, dass sich der Aufsteiger angesichts von bis dahin 123 Gegentreffern nur auf die Defensive und das Kontern konzentriert, der irrt. Selb spielt mutig nach vorne. Und wird beinahe belohnt: Huskies-Goalie Jonas Neffin kann die Scheibe abwehren, doch der Puck bleibt frei. Lars Reuß kommt direkt vor dem Kasseler Gehäuse zum Abschluss, muss nur einschieben, aber Neffin kratzt die Scheibe von der Linie (5.). Das war knapp. So knapp, dass die Schiedsrichter erst nach Videobeweis endgültig auf Weiterspielen entscheiden.

Es ist ein ausgeglichenes erstes Drittel. Ausgeglichen, was Spielanteile und Chancen betrifft. Selbs Pascal Aquin taucht frei vor Neffin auf, der ist mit der Fanghand zur Stelle (7.). Auf der anderen Seite läuft Oliver Granz allein auf Wölfe-Schlussmann Michael Bitzer zu, doch der bleibt lange stehen und verhindert die Huskies-Führung (13.). Die fällt dann ein paar Minuten später: In Überzahl legt Troy Rutkowski quer auf Mitch Wahl, der zieht einfach mal ab, die Scheibe wird noch leicht abgefälscht und landet dann im Tor (15). Lediglich elf Überzahl-Sekunden benötigen die Huskies für den Treffer.

Kassel Huskies: MacQueen und Cameron besorgen den Sieg gegen die Selber Wölfe

Je länger das Spiel dauert, desto dominanter wird die Mannschaft von Trainer Tim Kehler. Den Ausgleich fängt sie sich trotzdem ein: Einen Schuss von Lukas Klughardt wehrt Neffin genau vor die Schlittschuhe von Feodor Boiarchinov. Der Ex-Husky ist völlig frei, trifft zum 1:1 (26.). Die Huskies rennen an, richtig zwingend werden sie aber nicht. Jamie MacQueen vergibt die beste Chance, knallt die Scheibe an den Pfosten (40.).

Im Schlussdrittel zielt er dann genauer: Stephan Tramm umkurvt das gegnerische Tor, passt auf MacQueen und der haut die Scheibe ins Eck – 2:1 für die Huskies (44.). Etwas Ruhe für Kassel? Von wegen. Fabian Ribnitzky patzt, Reuß ist durch, aber Neffin kann den Schuss parieren (45.). Klar ist: Selb hat noch lange nicht aufgesteckt. Ein weiteres Huskies-Tor wäre wichtig. Und das fällt dann auch: Lukas Laub passt auf Cameron, der steht frei vor Bitzer und macht das 3:1 (49.). Also alles entschieden? Nein, weil Nick Miglio kurz vor Schluss zum Anschluss trifft (58.). Zwei Minuten müssen die Huskies noch überstehen, dann ist es geschafft. Ein mühevoller Weihnachtsausflug nach Selb endet erfolgreich.

Von Pascal Spindler

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