Wie sind Chancen aufs Weiterkommen?

Mögliche Huskies-Rivalen im Vergleich

Kassel. Schön war die Derbyniederlage in Frankfurt nicht. Aber die Blicke der Huskies richten sich nun auf das, was am 11. März beginnt: die Playoffs in der DEL 2.

Denn trotz des 1:4 in Südhessen sind die Kasseler wohl nicht mehr aus den Top sechs zu verdrängen. Die Starbulls Rosenheim, die nach Punkten zu den Nordhessen noch aufschließen könnten, müssten dazu in der maßgebenden Tordifferenz 41 Treffer gutmachen. Als Kasseler Gegner in der Viertelfinal-Serie kommen fünf Teams infrage. Ein Überblick.

Ravensburg Towerstars

In der Saison 2014/15 waren die Towerstars das beste Heimteam der Liga, auch im Kalenderjahr 2016 haben sie daheim am Bodensee nur Nauheim (3:4) unterlagen. Die Huskies haben dreimal verloren - 4:6, 2:8 und in Kassel 4:5 n.P. Die Besten im Team von Fabio Carciola (14 Tore + 24 Vorlagen) sind Topscorer Brian Roloff (17 + 49), die Nummer drei der Liga gleichauf mit Jamie MacQueen, sowie die DEL-erfahrenen Torhüter Matthias Nemec und Christian Rohde.

Letzte zehn Saisonspiele: vier Siege, sechs Niederlagen.

Chancen der Huskies: Der Heimvorteil könnte, nein, muss zum Kasseler Trumpf werden. 

Löwen Frankfurt

Das Team steht in der Rangliste schlechter da, als der bestens besetzte Kader erwarten ließ. Die Ursachen: Konditionelle Defizite und mangelnder Teamgeist. Beidem hat Neu-Trainer Rich Chernomaz („die Axt von Manitoba“) den Kampf angesagt. Duelle mit den Löwen verheißen wahre Spektakel, auch wenn die Huskies nur ein Derby gewonnen haben. Daheim hieß es 1:3 und nach Penaltys 4:3 (nach 0:3), auswärts gab’s das legendäre 6:7 (nach 2:6 und 6:6) sowie ein 1:4.

Letzte zehn Spiele: sechs Siege, vier Niederlagen.

Chancen der Huskies: Durchwachsen, weil sie den Start zu oft verschlafen. Schlecht, wenn die Löwen ihr Potenzial abrufen. Gut, wenn’s umgekehrt ist. 

Rote Teufel Bad Nauheim

Rote Teufel, Playoffs - daran haben die Huskies keine guten Erinnerungen. 2013 vermasselte Nauheim den Kasselern den Zweitliga-Aufstieg im Oberliga-Finale. Auch in dieser Saison gab’s nur einen Sieg gegen das Team aus der Wetterau: Dem 3:2 stehen drei Pleiten entgegen - 1:3, 2:3, 2:5.

Doch die Roten Teufel sind gut auszurechnen: Sie haben mit dem Finnen Mikko Rämö den zweitbesten Torhüter der Liga mit nur 2,87 Gegentoren im Schnitt pro Spiel und eine gefährliche erste Reihe. Ihr US-amerikanischer Topscorer Nick Dineen (19 + 40), der Kanadier Dustin Cameron (28 + 26) und der eingebürgerte Tscheche Dusan Frosch (18 + 34) habe großen Anteil am Aufschwung des Playdown-Teilnehmers der Vorsaison.

Letzte zehn Spiele: fünf Siege, fünf Niederlagen.

Chancen der Huskies: Die Nauheimer dürften den Huskies am ehesten liegen. Überwinden sie Rämö und schalten sie die erste Reihe aus, dann sind die destruktiv spielenden Roten Teufel zu knacken. 

Dresdner Eislöwen

Der neue Trainer Bill Stewart brachte im Januar den Umschwung - sportlich wie emotional. Ein Duell mit den Huskies wäre stimmungsvoll: Für die Trainer Rossi und Stewart, die dicke Freunde sind. Für Hugo Boisvert, Kassels Co-Trainer, der im Vorjahr in Dresden spielte, mit dem Team Rang zehn belegte, dann Riessersee ausschaltete (2:1) und erst an Meister Bietigheim im Viertelfinale scheiterte (0:4).

Letzte zehn Spiele: sechs Siege, vier Niederlagen.

Chancen der Huskies: Gut. Erreichen die Sachsen das Viertelfinale, dann werden sie zwar von einer Woge der Begeisterung getragen. Aber sie werden auch körperlich geschlaucht sein. Wie im Vorjahr. 

Starbulls Rosenheim

Auf den ersten Blick der vermeintlich leichteste Gegner für die Huskies. Aber: Die Starbulls um die Topscorer Wade MacLeod, C. J. Stretch und Tyler McNeely sind auf der Zielgerade der Saison noch einmal richtig gut in Schwung gekommen, gewannen zuletzt gegen alle Top-sechs-Klubs: 5:4 in Bad Nauheim, 5:1 gegen Bietigheim, 7:2 gegen Frankfurt.

Für die Huskies gab’s zwar knappe Siege, aber immerhin Siege. Einmal 7:5, in der Verlängerung 3:2 und 4:3 nach Penaltys. Aber: Im ersten Spiel schenkten die Huskies eine 4:0-Führung zunächst wieder her.

Letzte zehn Spiele: sechs Siege, vier Niederlagen.

Chancen der Huskies: Unangenehm, aber nicht schlecht. 

HINTERGRUND

Hauptrunde: 

• Freitag, 19.30 Uhr:

Kassel - Crimmitschau

• Sonntag, 17 Uhr:

Rosenheim - Kassel

• Dienstag, 1. März, 19.30 Uhr:

Kassel - Ravensburg

Playoff-Viertelfinale: Freitag, 11. März, 13., 15. 18., 20., 22. , 24. März; gespielt wird im Modus best of seven (vier Siege)

Weitere Termine: 

Pre-Playoffs (Platz 7 bis 10): 4., 6., 8. März, best of three (2)

Playdowns (Platz 11 bis 14): 11. , 13., 15., 18., 20., 22. , 24. März; best of seven (vier Siege)

Kommentare

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