4:3-Erfolg nach Verlängerung in Bayreuth

Moser entscheidet den Krimi: Huskies feiern den vierten Sieg in Folge

Ryon Moser (links) gegen Simon Gnyp vom EC Bad Nauheim.
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Erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer: Ryon Moser (hier gegen Simon Gnyp vom EC Bad Nauheim) war nach 63 Minuten zur Stelle und erzielte den 4:3-Siegtreffer.

Was war das für ein Eishockey-Krimi: Die Kassel Huskies zwingen die Bayreuth Tigers in der DEL2 mit 4:3 nach Verlängerung (1:0, 0:1, 2:2, 1:0) in die Knie.

Bayreuth/Kassel - Und der Sieg, er war hart erarbeitet. Schließlich hatten die Huskies selbst erst 32 Sekunden vor Spielende den 3:3-Ausgleich erzielt hatten – sechsminütiger Videobeweis inklusive.

Ein echtes Klassetor sorgte am Ende für die Entscheidung: Troy Rutkowski spielte seinen Gegenspieler schwindelig, legte ab für Corey Trivino, und der hatte das Auge für Ryon Moser. Freistehend schob Moser vom linken Bullykreis zum 4:3 ein – das Ende einer packenden Partie.

Furioser Beginn der Huskies

Bis zum ersten Torschuss dauerte es am Sonntagabend keine zehn Sekunden. Bayreuths Martin Davidek zog aus der Distanz ab, verfehlte das Tor aber deutlich. Danach spielten zunächst nur noch die Huskies. Und wie schon am Freitag gegen Landshut erarbeiteten sie sich Chance um Chance in der Anfangsphase. Trivino (2./8.), Derek Dinger (3.), Paul Kranz (4.) und Michi Christ (8.) ließen teils beste Möglichkeiten liegen. Bayreuth verteidigte, wo es nur ging, und hatte mit Timo Herden einen starken Torhüter im Kasten. Einmal aber war auch Herden machtlos: Nach 17 Minuten eroberte sich Moser den Puck hinter dem Tor und legte sofort vor das Gehäuse. Dort stand Eric Valentin goldrichtig und zog direkt ab – 1:0.

Im zweiten Drittel ging es hin und her. Die Huskies überstanden direkt zu Beginn eine doppelte Unterzahl, Jerry Kuhn rettete sein Team mehrfach. Auf der anderen Seite traf Denis Shevyrin den Pfosten, Brett Cameron scheiterte an Herden. Und dann war es ausgerechnet Ex-Husky Tyler Gron, der 40 Sekunden vor Drittelende einen abgeblockten Schuss zum 1:1 abstaubt.

Bayreuth dreht das Spiel kurz vor Schluss

Ein psychologisch schlechter Zeitpunkt? Wohl kaum, die Huskies kamen stark zurück. Erst scheiterte Trivino an Herden (41.), dann fälschte Lukas Laub einen Schlagschuss von Stephan Tramm unhaltbar zum 2:1 ab. Wer dachte, die Huskies würden ihre Führung nun verwalten, sah sich getäuscht. Die Hausherren schlugen zurück – und wie. Erst staubte Timo Walther zum 2:2 ab (46.), dann traf Davidek in Überzahl sogar zur Bayreuther Führung (53.). Jetzt waren wieder die Huskies gefordert – und die warfen alles nach vorne. Trivino traf nur die Latte (56.), Cameron den Puck nicht richtig (59.).

Als Trainer Tim Kehler dann Kuhn für einen sechsten Feldspieler vom Eis holte, wurden die Huskies doch noch belohnt. Der Puck trudelte durch den Torraum und Cameron stocherte ihn irgendwie mit der Rückhand vorbei an Herden. Tor, 3:3, oder? Die Schiedsrichter schauten sich den Videobeweis an. Sechs Minuten vergingen, ehe der Treffer feststand. Und dann schlug Moser zu.

Von Björn Friedrichs

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