Auch Superstar Sidney Crosby erkrankt

Mumps legt die NHL flach

91 Kilogramm, verteilt auf 1,80 Meter: Sidney Crosby vom NHL-Klub Pittsburgh Penguins. Der auf der Centerposition spielende Superstar liegt mit Mumps flach. Die Viruserkrankung hat bereits 13 Profis umgehauen. Foto:  afp/privat

Pittsburgh. Die Kinderkrankheit Mumps legt in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL reihenweise die härtesten Kerle flach.

Nun hat es auch Superstar Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins erwischt.

Der 27 Jahre alte kanadische Olympiasieger und Teamkollege des deutschen Trios Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Thomas Greiss ist bereits der 13. Spieler, der in dieser Saison wegen der Viruserkrankung ausfällt. „Das kam für uns ein wenig überraschend, denn seine Werte hatten einen guten Schutz gegen die Krankheit gezeigt“, sagte Penguins-Teamarzt Dr. Dharmesh Vyas. „Wir werden das sehr aufmerksam beobachten“, sagte Vyas mit Blick auf Crosbys Mitspieler. Wann der Stürmer wieder spielen kann, ist unklar.

Am Sonntag war bekannt geworden, dass auch Derick Brassard (New York Rangers) an Mumps erkrankt ist. Bei Brassards Mitspieler Tanner Glass war bereits Ende November die Krankheit diagnostiziert worden. Auch bei Corey Perry und Francois Beauchemin von den Anaheim Ducks wurde Mumps festgestellt.

Mumps, umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt, wird durch Tröpfcheninfektion oder auch direkten Kontakt übertragen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen in der Regel 16 bis 18 Tage.

Wir sprachen mit Dr. Karin Müller. Sie ist die Leiterin des Gesundheitsamts der Region Kassel. Müller sagt: „Die Viruserkrankung betrifft im Wesentlichen die Ohrspeicheldrüse. Mumps ist eine schmerzhafte Sache.“

Erwachsene liegen mindestens 14 Tage mit fieberähnlichen Symptomen flach. „Im Kasseler Raum sehe ich zurzeit keinerlei Probleme bei Erwachsenen mit Mumps“, erklärt Müller. Das liege an den Impfungen, die bereits im Kindesalter durchgeführt würden. Mumps wird demnach gleichzeitig mit den beiden Kinderkrankheiten Masern und Röteln bekämpft. „Es ist wichtig, die Impfung zweimal durchzuführen“, betont Müller. (sid/dpa/hof)

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