Cascada-Song

Musikkritik: Cascada ist eine Fehlbesetzung bei der Eishockey-WM

Natalie Horler von Cascada

So tiefgründig wie ein Nichtschwimmerbecken im Auebad: Für unsere Autorin ist Cascadas Song zur Eishockey-WM die falsche Wahl.

Ja, sie haben 30 Millionen Tonträger verkauft. Ja, sie sind einer der besten deutschen Pop-Acts - aber nein, diese Umstände allein qualifzieren das Trio Cascada um Frontfrau Natalie Horler nicht dafür, den jetzt präsentierten Titelsong für die Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris zu singen.

Cascadas Titel „Playground“ hört sich an wie schon tausendmal gehört, geschweige denn kann er einem internationalen Sportturnier einen eigenen Ton geben. Der einzige Bezug, den der Song zur Puckjagd hat, sind Spieler, die im Video um die Sängerin herumkurven.

Der Text mit der Dauerzeile „Your heart is my playground“ ist etwa so tiefgründig wie das Nichtschwimmerbecken im Kasseler Auebad. Überhaupt passen Dance-Klänge à la Cascada so gut zum Eishockey wie Volksmusik-Schunkelhits. Nicht zu vergessen: Horler fiel bei Liveauftritten vor allem auf durch: wenig bis gar keine Kleidung. Steht sie bei der Eröffnungsfeier in Köln auf dem Eis, drohen ihr Erfrierungen.

Kurzum: Cascada ist ein klassischer Fall von Fehlbesetzung. Hätten die Verantwortlichen doch lieber auf eine Rockband wie die Beatsteaks gesetzt. Deren Tempo und Ton passen zum Eishockey. Und ein deutscher Exportschlager sind sie noch dazu.

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