Huskies-Party beim 19:6 gegen Nauheim - Mokros verschießt Penalty

Kassel. Es war das letzte Spiel einer wunderbaren Hessenliga-Saison: Vor 4162 Zuschauern feierten die Kassel Huskies einen 19:6-Sieg gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Höhepunkt des Abends war die Einwechslung von Trainer Milan Mokros zwei Minuten vor Schluss.

Um 18.49 Uhr hatten sie ihn endlich: Aus den Händen von Bernhard Sturm, dem Vorsitzenden des Hessischen Eissportverbandes, nahm Matthias Kolodziejczak, Kapitän der Kassel Huskies, den Meisterpokal entgegen. Im Kreise der Mannschaft und unter dem tosenden Applaus von 4162 Zuschauern reckte er ihn in die Höhe.

Huskies-Party beim 19:6 gegen Nauheim - Mokros verschießt Penalty

 © Andreas Fischer
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Und es war der Auftakt eines wunderbaren vierten Drittels am Samstagabend in der Kasseler Eissporthalle. Die ersten drei Drittel hatte zunächst noch ein letztes Mal in dieser Eishockey-Hessenliga-Saison der Sport bestimmt. Mit 19:6 (8:1, 4:3, 7:2) schickten die Schlittenhunde die Roten Teufel Bad Nauheim 1b nach Hause.

16 Spieltage in der fünften Liga, 16. Sieg für die überlegene Mannschaft von Trainer Milan Mokros, die ja bereits am vergangenen Samstag den Aufstieg in die Regionalliga vorzeitig perfekt gemacht hatte. Und Mokros selbst sorgte für die größte Überraschung des letzten Saisonspiels: Zu Beginn des letzten Drittels war er in der Kabine verschwunden, tauschte Trainerjacke mit Eishockey-Montur und lief zwei Minuten vor Schluss mit der Rückennummer zwei als Kassel Husky aufs Eis. Er hatte sogar noch die Gelegenheit, ein Tor zu erzielen: Der Torhüter der Gäste, Rene Lind, verschob absichtlich sein Tor und Mokros trat zum fälligen Penalty an, den er allerdings vergab.

Das aber tat der Party im vierten Drittel nach der Schlusssirene keinen Abbruch. Pokal, Ehrenrunde, Zuschauer, die der Leistung ihrer Schlittenhunde mit langem Applaus Tribut zollten, zwei neue Trikots unterm Hallendach und eines neben der Anzeigentafel: Dieses trägt den Namen von Michael Scholtyssek von Huskies-Hauptsponsor VW. Es war ein Dankeschön aller Huskies-Fanklubs für die mittlerweile zehnjährige Unterstützung Scholtysseks und VWs.

Neben den Jerseys von Shane Tarves und Herbert Heinrich hängen nun zwei weitere Trikots an den Lautsprecherboxen unter dem Hallendach: Kollos Nummer 14 und Mokros' Nummer 2 werden fortan an diese einzigartige Hessenliga-Saison erinnern. (mis)

1. Drittel: 1:0 Berendt, 2:0 Reznicek, 3:0 Schädel, 3:1 Prada, 4:1 Tarves, 5:1 Klinge, 6:1 A. Heinrich, 7:1 Hartfuß, 8:1 Reznicek

2. Drittel: 9:1 Schardt, 10:1 A. Heinrich, 11:1 Shane Tarves, 11:2 Beran, 11:3 Friedberger, 12:3 Böhm, 12:4 Prada

3. Drittel: 13:4 Böhm, 14:4 Schardt, 15:4 Berendt, 15:5 Prada, 16:5 A. Heinrich, 17:5 Schardt, 17:6 Beran, 18:6 Mokros, 19:6 Feigl

"Eishockey gehört nach Kassel"

Nachdem am Samstagabend der Pokal übergeben war, und die Mannschaft der Kassel Huskies ihre Ehrenrunde absolviert hatte, sprachen auch die Verantwortlichen zu den Fans in der Kasseler Eissporthalle. Hier einige Auszüge:

Michael Scholtyssek, Hauptsponsor VW OTC: "Es war tolles Eishockey, das wir diese Saison gesehen haben. Danke an Milan, danke an das Team und die Fans. Eishockey gehört nach Kassel."

Dennis Rossing, Multihallen-Investor: "Danke an die Mannschaft. Manchmal macht es einfach Riesenspaß, es der Welt von unten zu zeigen. Vielleicht, wenn alles gut wird, haben wir eine Riesen-Perspektive vor uns. Ich tue das, was in meiner Macht steht. Hoffentlich bis zur nächsten Saison!"

Stefan Traut, Geschäftsführer der Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG: "Ich möchte danke sagen. Den Sponsoren, die uns unterstützt haben. Oberbürgermeister Hilgen: Sie haben nie Zweifel daran gelassen, dass Sie alles dafür tun werden, dass die Huskies eine Zukunft haben. Den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, die ins kalte Wasser geworfen wurden. Ich hoffe mit der EJK weiterhin auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein echtes Kasseler Team steht vor uns, das Kassel Huskies nicht nur auf den Trikots trägt, sondern auch im Herzen. Danke an die Oldies, die sich noch einmal den Strapazen des Trainings ausgesetzt haben. Aber all das hätten wir ohne Euch nicht geschafft. Ihr seid die besten und verrücktesten Fans! Ich glaube fest, dass wir uns in der Regionalliga wiedersehen. Hessenliga war geil!"

Bertram Hilgen, Kassels Oberbürgermeister: "Vor einem Jahr hieß es, die Huskies sollen weiterleben. Jetzt heißt es, die Huskies werden weiterleben."

Marc Berghöfer, Vorsitzender der Eishockey-Jugend Kassel: "Das wird es nie wieder geben. Danke an VW, danke an Milan, danke an die Fans und das Team." (mis)

Mehr über die Party und die Reden lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA.

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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