Ohne Panik nach Bad Nauheim

Nach Niederlage gegen Frankfurt: Huskies heute im nächsten Derby

So war es am Dienstag: Husky Conor Conor Morrison setzt sich gegen den Frankfurter Christian Wichert durch. Foto: Fischer

Kassel. Das neue Jahr beginnt für die Huskies so, wie das alte endete: Mit einem Derby. Und zwar müssen die Schlittenhunde gegen Nauheim ran.

Wenn Kassels Eishockeyspieler heute um 19.30 Uhr in Bad Nauheim antreten, dann soll eines aber entscheidend anders sein: Das Ergebnis! Nach dem bitteren 2:5 gegen die Löwen vor ausverkaufter Halle sagt Rico Rossi demonstrativ: „Weder wir Trainer noch die Spieler verfallen jetzt in Panik. Wir wussten, dass eine solche Phase kommen wird.“

Sie haben mit der schmerzhaften Pleite gegen den Erzrivalen ja etwas erlebt, dass es so in dieser Saison erst einmal gab – und das ganz zu Beginn: zwei Niederlagen am Stück ohne jeden Punktgewinn! Diese Bilanz zeigt noch einmal, was der grandiose Aufsteiger aus Nordhessen bisher geleistet hat. Nun aber sagt Rossi: „Die Mannschaft spielt etwas müde im Moment.“

Das Nauheim-Spiel übertragen wir heute live im Radio

Die Folgen waren gegen Frankfurt sichtbar. Die Huskies lieferten ein ganz starkes erstes Drittel, setzten Frankfurt permanent unter Druck. Der Ertrag aber hätte deutlich höher ausfallen müssen als das eine Tor durch Mike Collins. Stattdessen erzielten die Löwen zum Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Durchgangs drei Tore. Während Gästecoach Tim Kehler später von einem „unserer besten Drittel der gesamten Saison“ sprach, stellte Rossi fest: „In dieser Phase war die Mannschaft entnervt. Das kenne ich so von ihr nicht.“

Ein Frage der Kraft? „Nein“, sagt Rossi, „wenn du nach zwei Gegentoren so wackelig wirst, dann ist das eher eine Frage des Kopfes als der Kraft.“ Sein Team kämpfte sich mit dem Anschlusstreffer von Daniel Schmölz zwar noch einmal aus dem Tief, doch im letzten Drittel reichte es nicht mehr für eine Wende.

Und klar ist: Nach zwei Niederlagen in drei Tagen gegen Bremerhaven und Frankfurt geht die Hatz der Huskies unvermindert weiter. Heute in Bad Nauheim, Sonntag gegen Riessersee, Dienstag gegen die Lausitzer Füchse – viel Gelegenheit zum Ausruhen bleibt da nicht.

Die Hoffnung, dass nach Manuel Klinge und dem noch nicht voll einsetzbaren John Zeiler bald weitere Spieler zurückkehren könnten, ist gering. Auch bei Michi Christ, der erst krank war und nun, wie es bei den Huskies so schön heißt, eine Verletzung des Unterkörpers hat, droht eine längere Pause.

Warum Rossi trotzdem optimistisch nach Bad Nauheim fährt? „Das ist ein anderer Gegner als Frankfurt. Die Löwen sind mit ihrer körperbetonten Spielweise immer ganz besonders unangenehm für uns“, sagt Rossi. Nauheim dagegen sieht er als Team, das spielerische Lösungen bevorzugt, sein Heil vor allem in der Offensive sucht. Die bisherigen Duelle haben gezeigt: Den Huskies liegt das. Sie gewannen 5:3 und 6:2. Es besteht also kein Grund zur Panik.

Von Frank Ziemke

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