In Freiburg, Sonntag kommt Crimmitschau

Kassel Huskies: Gelingt mit Little heute die Wende?

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Ein Hoffnungsträger kehrt zurück: US-Verteidiger Mike Little steht nach einer guten Trainingswoche heute in Freiburg wieder für die Huskies auf dem Eis.

Nach drei punktlosen Wochenenden in der DEL2 hoffen die Huskies vor dem Auswärtsspiel in Freiburg heute Abend (19.30 Uhr) und am Sonntag im Heimspiel gegen Crimmitschau auf die ersten Punkte. 

Rund einen Monat liegt der letzte Erfolg nun zurück, das 5:2 bei den Dresdner Eislöwen. Die Hoffnung ist da, dass sich das Blatt an diesem Wochenende wenden könnte – trotz aller Enttäuschung, die derzeit ebenso zur Gefühlslage bei den Kassel Huskies gehört. Klar, angesichts der nicht einfachen Wochen mit vielen Veränderungen, die hinter dem kriselnden Eishockey-Zweitligisten liegen. „Trotzdem ist die Stimmung in der Kabine positiv, die Spieler sind offen und ziehen sehr gut mit. Es ist ja niemand zufrieden mit der aktuellen Situation“, sagt Tim Kehler, die eine Hälfte des Cheftrainer-Gespanns neben Bobby Carpenter.

Und es gibt einiges, das Kehler zuversichtlich stimmt, dass es an diesem Wochenende endlich klappt mit dem ersten Schritt in Richtung Wende, dem ersten Erfolg nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge. Heute in Freiburg (19.30 Uhr) und am Sonntag in eigener Halle gegen Crimmitschau (18.30 Uhr) sollen die ersten Punkte seit dem 21. Oktober, seit dem 5:2-Erfolg in Dresden, geholt werden.

Auch wenn der Kanadier weiß, dass es „immer eine Herausforderung ist, bei den Wölfen zu spielen. Sie verteidigen stark, agieren sehr strukturiert.“ Die Huskies haben im Training an taktischen Veränderungen gearbeitet, die nun auch bei der Punkte-Jagd zum Tragen kommen sollen. Das ist die Ausgangslage.

  • Der Rückkehrer: Trägt viele Hoffnungen und wurde als Top-Verteidiger zuletzt schmerzlich vermisst, auch im Powerplay als Schütze von der Blauen Linie: Mike Little. Der US-Verteidiger ist wieder fit und „eine große Verstärkung für uns“, betont auch Kehler. „Wir hoffen, er findet schnell wieder die Form, die er vor seiner Verletzung hatte.“
  • Der Gesperrte: Michi Christ muss auch gegen Freiburg eine Zwangspause einlegen: Nach dem Check gegen den Bietigheimer Max Lukes ist er heute noch gesperrt, darf am Sonntag gegen Crimmitschau aber wieder ran.
  • Die Planspiele: Bleiben angesichts der aktuellen Personalsituation nicht aus, auch wenn es keine Verletzten gibt. Matt Neals Platz im ersten Sturm ist nach dessen Rückkehr nach Klagenfurt am Mittwoch wieder frei. Gut möglich, dass Adriano Carciola an die Seite von Richie Mueller und Corey Trivino rückt. Denn da Christ nicht spielen darf und aus Wolfsburg (zumindest) heute keine Unterstützung kommt, kommt in die Reihen der Huskies ohnehin Bewegung. Für Christ rückt Jace Hennig in den dritten Sturm, die vierte Reihe bildet die „Kid Unit“, wie die englischsprachigen Coaches den Block mit den Kasseler Jungs Tim Lucca Krüger, Bastian Schirmacher und Lasse Bödefeld fast liebevoll nennen.
  • Die Förderlizenzler: Könnten für Sonntag ein Thema werden. Kehler steht mit dem neuen Cheftrainer der Wolfsburger, Hans Kossmann, in Kontakt und sagt, er sei zuversichtlich, dass gegen Crimmitschau ein oder zwei Spieler des DEL-Partners die Huskies verstärken könnten.
  • Die Spekulationen: Bleiben in diesen unruhigen Zeiten nicht aus. Die Fachzeitschrift Eishockeynews hatte in ihrer aktuellen Ausgabe den Iserlohner Torhüter Mathias Lange als Neuzugang ins Gespräch gebracht. Der 33 Jahre alte Deutsch-Österreicher hat in der aktuellen Saison nur fünf Einsätze gehabt. Rico Rossi, der Sportliche Leiter der Huskies, sagte am Donnerstagmittag: „Wir haben aktuell keine Optionen auf einen anderen Torhüter.“

Beim 2:4 in Deggendorf hatten Carpenter und Kehler nach dem ersten Drittel beim Stand von 1:3 Marcel Melichercik für Leon Hungerecker gebracht. „Wir wollten ein Zeichen setzen, das Team aufwecken“, erklärt Kehler. „Marcel hat gut gehalten.“ Und deshalb soll der Slowake auch heute beginnen. Der Coach betont aber auch Grundsätzliches: „Wir brauchen eben Torhüter in Topform.“

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