Huskies heute im Eishockey-Hessenderby

Bad Nauheim kommt mit neuem Trainer und Kasseler Sennhenn

Eishockey DEL2 Ein Kasseler Kölner im Nauheimer Trikot: Jan Luca Sennhenn (rechts), hier gegen Bietigheims Max Renner, spielt mit Förderlizenz der Haie für die Roten Teufel aus Bad Nauheim.  
Archivfoto: ANDREAS CHUC
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Ein Kasseler Kölner im Nauheimer Trikot: Jan Luca Sennhenn (rechts), hier gegen Bietigheims Max Renner, spielt mit Förderlizenz der Haie für die Roten Teufel. Archivfoto: ANDREAS CHUC

Vierter Spieltag, zweites Eishockey-Hessenderby für die Huskies: Am heutigen Sonntag empfangen sie um 18.30 Uhr den EC Bad Nauheim in der Kasseler Eissporthalle. Sie können dabei aktuell sein dank Radio HNA und Liveticker ab 18.25 Uhr.

Fakten über den DEL2-Rivalen, dessen Freitagsspiel in Bayreuth wegen Quarantäne der Tigers ausfiel:

Der Trainer: Auf Christof Kreutzer (nun Manager in Schwenningen) folgte Hannu Järvenpää (57). Der Finne war 2016/17 mit den Lausitzer Füchsen erfolgreich und Trainer des Jahres in der DEL2. Am 30. November 2017 aber musste er in Weißwasser für Robert Hoffmann weichen. Bis Januar 2020 war der einstige NHL-Stürmer in Winnipeg, WM-Torschützenkönig 1985 und Vizeweltmeister 1992 dann bei Alpenligist Fehervar in Ungarn tätig.

Hannu Järvenpää

Der Kader: Elf Abgänge wiegen schwer, zumal auch Torjäger Andrej Bires (Nürnberg), Jesper Kokkila (Dornbirn/Österreich), Zach Hamill (Angers/Frankreich) und Cody Sylvester (Wheeling/ECHL) gingen. Kompensieren sollen dies acht meist erfahrene Neue um Offensivverteidiger Tomas Schmidt (31/Bayreuth), US-Torjäger Cason Hohmann (27/Banska Bystrica/Slowakei), der seit 2009 in Deutschland erfolgreiche Freddy Cabana (34/Bietigheim) und der talentierte Hüne Christoph Körner (23/Crimmitschau). Eispiraten-Manager Ronny Bauer erklärte gar, keine andere DEL2-Mannschaft habe sich so gut verstärkt wie die Nauheimer.

Die Mischung: Neun junge Burschen U 23 hat der ECN bereits lizenziert, vier weitere aus dem Talentschuppen von DEL-Partner Kölner Haie stehen bereit. Eine interessante Perspektive morgen für die drei Kasseler Leihgaben aus Köln, Dominik Tiffels sowie Moritz und Marcel Müller.

Von den Rheinländern erhielt erneut auch der aus Kassel stammende Verteidiger Jan Luca Sennhenn (seit Mittwoch 20) eine Förderlizenz für die Wetterauer. Der Jüngste aber im Team ist Maximilian Glötzl mit 18 Jahren.

Den jungen Wilden zur Seite stehen sechs Ü-30-Routiniers. Allen voran Cabana (34), Eigengewächs Daniel Ketter (35), und die weiteren Neuzugänge Mark Richardson (34) aus Cardiff (Großbritannien) sowie James Arniel (30/Bozen) und Kelsey Tessier (30/Västeras/Schweden) aus Kanada. Neben Hohmann und Arniel gilt insbesondere Tessier nach 236 AHL-Einsätzen sowie Stationen in Schweden, Finnland und Wien als Toptransfer.

Der Saisonstart: 6:3 gegen Bietigheim, dann aber 1:7 bei den starken Ravensburgern, die zuvor auch in Bad Tölz (6:3) beeindruckt hatten– die Roten Teufel zeigten zwei Gesichter. Einen mentalen Zusammenbruch gar hatte Trainer Järvenpää ausgemacht, der nun auf einen raschen Lernprozess hofft.

Die Perspektive: Wie auch in Frankfurt wird in Bad Nauheim an der Zukunft gearbeitet in Form eines Hallenneubaus. Geplant wird eine Multiarena mit bis zu 5000 Plätzen am Stadtrand. Zunächst aber sind sie in der Kurstadt froh über ihr altehrwürdiges Colonel-Knight-Stadion. Das bezeichnet Geschäftsführer Andreas Ortwein angesichts notwendiger Investitionen von acht bis zehn Millionen Euro zwar als „Sackgasse“. Doch in Coronazeiten sind in der offenen, zugig durchlüfteten Spielstätte mehr Besucher erlaubt als in den geschlossenen.
Archivfoto: privat/nh

(Gerald Schaumburg)

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