Trainer Tim Kehler sieht Fortschritte

Kassel Huskies: Niederlage gegen Berlin als Mutmacher

Eric Valentin von den Kassel Huskies und Sebastian Streu von den Eisbären Berlin liefern sich einen harten Kampf. Im Hintergrund Kassels Paul Kranz.
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Umkämpftes Duell: Husky Eric Valentin und Eisbär Sebastian Streu lieferten sich einen harten Kampf. Berlin gewann mit 3:1 in Kassel.

Eine knappe Trainingswoche bleibt den Kassel Huskies noch, ehe für sie am Freitag die DEL2-Saison in Frankfurt startet. Trainer Tim Kehler sieht das Team gut gerüstet.

Kassel - „Wir haben eine große Zahl an Dingen gut gemacht – und das, obwohl einige Spieler fehlten“, sagte Huskies-Trainer Tim Kehler und sah viel Positives. Eine Generalprobe muss bekanntlich schiefgehen, ehe die Kür gelingt. Deshalb und vor allem auch wegen der starken Leistung macht die 1:3-Niederlage der Kassel Huskies vom Freitagabend gegen die Eisbären Berlin für den DEL2-Saisonstart am Freitag vor allem eins: Mut.

Das Berlin-Spiel

Mit Mann und Maus verteidigten die Huskies das eigene Tor, warfen sich in jeden Schuss – und kamen ihrerseits zu guten Torchancen. Dazu hatten sie im Kasten mit Jerry Kuhn einen Goalie in Glanzform. „Obwohl vor allem in der Defensive einige Schlüsselspieler fehlten, haben wir das sehr gut gemacht“, lobte Kehler. Er war froh, dass auch gegen Berlins „junges Team mit einem hohen technischen Level“ umgesetzt werden konnte, was im Training einstudiert wurde.

Es gab aber auch Dinge, mit denen Kehler nicht zufrieden war. Den Start zum Beispiel, als Berlin bereits nach zwei Minuten in Führung gehen konnte: „Da haben wir ihnen viel zu viel Respekt gezollt.“ Ansonsten war er aber zufrieden. Vor allem in Unterzahl machten es die Huskies dem Klub aus der Hauptstadt nicht leicht. „Wir haben am Penaltykilling gearbeitet und dafür den Lohn erhalten“, so Kehler.

Ein extra Lob gab es für Kuhn: „Er hat uns mehr als einmal gerettet. Das war richtig stark.“ Überhaupt macht sich Kehler um sein Torhüterduo keine Sorgen. Gegen Frankfurt glänzte Hungerecker, gegen Berlin nun Kuhn: „Sie profitieren von der Arbeit mit Torwarttrainer Antti Ore.“

Die Vorbereitung

„Wir haben gegen vier Gegner mit großer Qualität gespielt und dabei Fortschritte gezeigt. Es ist schön zu sehen, dass das Team mit unterschiedlichen Situationen umgehen kann“, sagt Kehler.

Immer wieder hat er zuletzt seine Spieler und das Trainerteam gelobt: Jeder ziehe mit, jeder arbeite hart. So auch bei den Einheiten fernab vom Eis mit Athletiktrainer Marinko Neimarevic, wo die Eishockeyspieler gern auch mal Boxhandschuhe anziehen und die Sportart wechseln.

Der Ausblick

Der Kader, der gegen Berlin auf dem Eis stand, wird wohl auch der sein, der in Frankfurt dabei ist – inklusive Leihspieler Marcel Müller aus Köln. Moritz Müller hingegen wird bei der Nationalmannschaft sein, wenn diese am Deutschland-Cup teilnimmt. Die verletzten Spieler erwartet Kehler noch nicht zurück: „Sie machen alle gute Fortschritte, werden aber nicht über Nacht fit sein.“

Gute Neuigkeiten vermeldete er von Troy Rutkowski: Der Kanadier und seine Frau Shaynna sind in der vergangenen Woche Eltern von Sohn Tate geworden. Rutkowski soll nun möglichst schnell nach Kassel kommen. „Druck machen wir ihm aber nicht, er hat als junger Vater gerade viele Sachen um die Ohren“, sagt Kehler.

In der letzten Vorbereitungswoche vor dem DEL2-Start beim ewigen Rivalen in Frankfurt gehe es nun darum, Lösungen für alle vier Reihen zu finden, die funktionieren.

Von Björn Friedrichs

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