Verletzter Kapitän

Huskies in Bad Nauheim: Ohne Klinge ins erste Derby

Manuel Klinge

Kassel. Dritter Spieltag in der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga, und schon heißt es Derbyzeit für die Kassel Huskies: Freitagabend sind sie zu Gast bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim, müssen allerdings ohne ihren verletzten Kapitän Manuel Klinge antreten.

Erstes Bully im Colonel-Knight-Stadion ist um 19.30 Uhr. Es ist das erste Punktspiel-Duell zwischen beiden Teams seit dem 21. April 2013 - und zumindest viele der 500 Fans, die heute in der Wetterau ihre Huskies unterstützen wollen, denken ungern daran zurück. An jenen bitteren Tag, als die Roten Teufel im fünften Spiel der Playoff-Finalserie ausgerechnet in Kassel den Zweitliga-Aufstieg perfekt machten.

Nun ist die Oberliga auch für die Huskies Geschichte - und für die Spieler, die damals dabei waren, die Erinnerung kein Thema mehr. Von einer offenen Rechnung will beispielsweise Michi Christ nichts mehr wissen. Das sei alles längst abgehakt, sagt er. „Wir sind ja jetzt auch endlich in der Zweiten Liga angekommen. Natürlich sind die Derbys eine tolle Sache für Fans und uns Spieler, da sie uns einen extra Schub geben. Aber wir wollen uns nicht zu sehr auf die Derbys einschießen. In der Liga gibt’s keine leichten Aufgaben mehr. Wir wollen und müssen ganz einfach punkten“, sagt der 25-Jährige.

Der Blick zurück, er geht für den Stürmer nur bis zum vergangenen Wochenende. Gut gekämpft hatten die Huskies gegen Weißwasser und Bietigheim, sieben Tore geschossen, aber zehn kassiert, weshalb sie nun noch ohne Punkte dastehen und das heute unbedingt besser machen wollen. „Wir wollen endlich gewinnen“, betont Michi Christ. Eine leichte Aufgabe aber sei es nicht in der Wetterau, erklärt Cheftrainer Rico Rossi. „Für einen Aufsteiger gibt es ohnehin kein leichtes Spiel. Aber Bad Nauheim ist ein Kandidat für die Playoffs. Sie haben dort viel Geld investiert.“

Erschwert wird die Aufgabe durch den Ausfall des Kapitäns. „Manuel Klinge hat sich beim Spiel in Bietigheim verletzt. Er fällt auch für das Heimspiel gegen Ravensburg am Sonntag aus“, sagt Rossi und ergänzt: „Das ist natürlich nicht schön. Aber wir sitzen jetzt nicht hier und weinen, sondern arbeiten konzentriert weiter.“

Falls es mit der Lizenzierung noch klappt, könnte am Freitag auch Daniel Kunce für die Huskies auflaufen. Der 21-Jährige erhalte zunächst einen Monatsvertrag, erklärt Rossi. Im Training der vergangenen Tage stand Routine auf dem Programm, Arbeit am eigenen System. „Das muss sich finden, damit die Automatismen stimmen. In den ersten beiden Spielen fehlte uns ein wenig das Glück, wir haben Kleinigkeiten falsch gemacht“, ärgert sich Christ ein letztes Mal über das vergangene Wochenende, bevor er den Blick nach vorn richtet. „Ich denke, wir werden vor vollem Haus spielen. Das ist die beste Motivation. Die Zeit ist reif für den ersten Dreier.“ Und den im Derby zu holen, wäre doch was.

Von Michaela Streuff

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