Verteidiger kehrt nicht mehr nach Nordhessen zurück

Olympia: Wisniewski scheidet mit US-Team aus und verlässt Kassel Huskies

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Schaffte es aus der zweiten deutschen Liga zu Olympia: Der US-Amerikaner James Wisniewski von den Kassel Huskies.

Kassel. Doppelte Enttäuschung für die heimischen Eishockey-Fans: Erst schied James Wisniewski mit dem US-Team bei Olympia aus. Dann bestätigte der Verteidiger, dass er Nordhessen verlassen wird.

Aktualisiert um 12.15 Uhr: Die Olympischen Spiele sind für James Wisniewski vorbei, und auch das Kapitel Kassel Huskies ist für den Eishockeyspieler beendet. Mit dem mitfavorisierten US-Nationalteam schied der Verteidiger in der Nacht zu Mittwoch im Viertelfinale gegen Tschechien aus. Nach dem Aus sagte er uns am Telefon, dass er nicht mehr nach Kassel zurückkehren werde. Seine Zukunft sieht der 34-Jährige in Kalifornien. 

Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen hatte sich Wisniewski bereits einen Traum erfüllt. Der Traum, eine Medaille zu gewinnen, ist seit dieser Nacht ausgeträumt. Der Nordhesse-auf-Zeit unterlag mit dem US-Team gegen Tschechien mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren fehlen damit die Amerikaner in der Runde der letzten Vier.

Fehlen wird Wisniewski demnächst den Kassel Huskies. „Eine Rückkehr steht nicht auf dem Plan, ich gehe nach Kalifornien“, sagt er, als wir ihn in Pyeongchang erreichen. Die Huskies-Verantwortlichen hatten auch nicht mehr mit einer Rückkehr des US-Verteidigers gerechnet, wie Trainer Rico Rossi bestätigte. 

Bei Wisniewski ist der Frust über das Viertelfinal-Aus der US-Boys spürbar. Ausgerechnet an seinem 34. Geburtstag. Die T-Shirts, mit denen er vor dem Abflug nach Südkorea in Kassel verabschiedet war, haben somit eher Sammlerwert: „Go for Gold Wiz!“ steht darauf.

A quick peak of my skates for the #winterolympics #teamusa #hockey #True

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"Zu verlieren ist immer hart. Vor allem dann, wenn die Olympischen Spiele enden, bevor sie richtig angefangen haben. Und wenn dir nur ein Tor zum Weiterkommen fehlt. Wir versuchen, die Köpfe nicht hängen zu lassen“, sagt Wisniewski, der gegen die Slowakei sogar ein Tor erzielte. Und dennoch: „Die Teilnahme an den Winterspielen war ein absolut wahnsinniges Erlebnis. Es macht dich stolz, wenn du die Farben deines Landes trägst. Wenn du in die Umkleide kommst und dort die US-Flagge hängen siehst. Wenn du das Nationaltrikot mit deiner Nummer anziehst. All das werde ich nie vergessen.“ 

Fünf Tage noch wird er in Südkorea bleiben. Denn seine Familie mit Ehefrau Nicole, den beiden Töchtern Jamie und Sadie, seine Eltern und seine jüngere Schwester hatten ihn und das US-Team eigentlich bis zum Finale begleiten, seinen Weg zum Traum vom Gold bis zum Ende mitgehen wollen. Dieser Traum ist nun geplatzt. Der nächste Traum, wieder in der NHL zu spielen, kann jedoch wahr werden.

Hier geht es zu unserem Olympia-Ticker.

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