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Huskies heute in Crimmitschau: Omen, Serien und Sprünge

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Von: Björn Friedrichs

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Jubeln auch kommende Saison miteinander: Alec Ahlroth (links) bleibt bis 2024 bei den Kassel Huskies. Auch Tristan Keck geht kommende Saison weiter für die Nordhessen auf Torejagd. Gibt’s für die Huskies auch heute in Crimmitschau Grund zum Feiern?
Jubeln auch kommende Saison miteinander: Alec Ahlroth (links) bleibt bis 2024 bei den Kassel Huskies. Auch Tristan Keck geht kommende Saison weiter für die Nordhessen auf Torejagd. Gibt’s für die Huskies auch heute in Crimmitschau Grund zum Feiern? © Andreas Fischer

Bevor die Kassel Huskies drei Heimspiele in Folge bestreiten, geht es heute zu den Eispiraten Crimmitschau. Vor dem Spiel stehen mehrere Stichpunkte im Fokus.

Kassel – Einmal auswärts, dann dreimal zuhause vor eigenem Publikum – so sieht das Programm der Kassel Huskies für die kommende Woche aus. Los geht’s heute mit der Partie bei den Eispiraten Crimmitschau. Wir blicken in Stichworten auf das Spiel bei den Westsachsen, gegen die die Huskies beide Partien der laufenden Saison gewinnen konnten.

Der Gegner

Steckt überraschend im Tabellenkeller fest. Noch. Denn die Eispiraten, bei denen mit Mario Scalzo, Tyler Gron, Dominic Walsh, Timo Gams, Nick Walters und Maxim Rausch einige Ex-Huskies zum Kader gehören, sind momentan gut in Form, haben vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen und bei der 3:4-Niederlage in Weißwasser nach Verlängerung immerhin einen Punkt mitgenommen. Seit Dezember holte Crimmitschau aus 13 Spielen 24 Punkte – zuvor waren es in 22 Partien nur 22 Zähler.

Das Omen

Heute ist Freitag, der 13. – ein böses Omen? Das Huskywiki führt dazu auf seiner Homepage eine extra Statistik auf: In der Geschichte des Kasseler Eishockeys gab es 39 Partien an diesem sagenumwobenen Unglückstag, 20 davon gewannen die Nordhessen (zwei Remis, 17 Niederlagen).

Freitag, der 13. – für die Huskies also nicht wirklich ein Tag, der Unglück bringt. Aber: Die letzten beiden Duelle an solchen Tagen gingen verloren. Im November 2020 gab es ein 3:4 in Weißwasser, im Dezember 2019 ein 2:6 – gegen Crimmitschau.

Die Youngster

Sie sind die schon der siebte und achte Spieler, die die Huskies für kommende Saison an sich binden: Alec Ahlroth wird auch 2023/24 für Kassel stürmen, der seit der Vorbereitung verletzte Torwart Philipp Maurer zudem das Gehäuse hüten.

Der 21-jährige Deutschfinne Ahlroth war vor der laufenden Saison von Oberligist Memmingen gekommen, schlug bei den Huskies direkt ein. In 32 Spielen hat er elf Tore geschossen, dazu 16 Vorlagen gegeben. Vergangene Woche gelang ihm beim Derbysieg in Bad Nauheim der entscheidende Treffer im Penaltyschießen zum 2:1.

Torwart Philipp Maurer, hier beim Trainingsauftakt der Kassel Huskies im August, bleibt auch bis 2024.
Torwart Philipp Maurer, hier beim Trainingsauftakt der Kassel Huskies im August, bleibt auch bis 2024. © Schachtschneider, Dieter

Der 22-jährige Maurer war nach zwei Jahren als zweiter Torwart in Bad Nauheim im Sommer nach Kassel gekommen, verletzte sich dann im Testspiel in Füssen schwer am Knie. Aktuell arbeitet der frühere Jugendnationalspieler am Comeback.

Die Siegesserie

Sie ist inzwischen elf Spiele lang. Noch nie haben die Huskies in einer DEL-2-Hauptrunde so viele Spiele in Folge gewonnen. 2021 gelangen ihnen zum Ende der Hauptrunde zehn Siege, in den anschließenden Playoffs gab es vier weitere Erfolge in Folge – ihre längste Siegesserie in dieser Spielklasse.

Blickt man in die Historie der Eishockey-Zweitklassigkeit seit 1998, als die 2. Bundesliga wieder an den Start ging, fehlen den Huskies bis zur längsten Siegesserie aber noch ein paar Spiele. Die Grizzly Adams Wolfsburg gewannen im Frühjahr 2007 19 Spiele in Folge, die Löwen Frankfurt im Frühjahr 2017 18 Partien in Serie.

Der Tabellensprung

Klar, die Huskies können als Spitzenreiter in der normalen Tabelle nicht mehr nach oben springen. Gelingen könnte das aber in den nächsten, heute beginnenden sieben Tagen trotzdem.

In der ewigen Zweitliga-Tabelle seit 1998 liegen die Huskies mit 1063 Punkten aus zehn Jahren Zweitklassigkeit auf Rang 13. Der SC Riessersee, aktuell in der Oberliga unterwegs, liegt elf Punkte vor ihnen auf Platz zwölf. Die Huskies könnten das Team aus Garmisch-Partenkirchen in den nächsten Tagen also überholen – ein erster Schritt wäre ein Sieg heute in Crimmitschau. Spitzenreiter dieser Rangliste sind übrigens die Bietigheim Steelers, momentan DEL-Schlusslicht, mit 1942 Punkten aus 22 Jahren Zweitliga-Angehörigkeit.

Von Björn Friedrichs

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