Wingas Cup ist eine besondere Herausforderung

Wie organisiert man ein internationales Eishockey-Turnier? Die Huskies setzen auf Erfahrung

Huskies-Cotrainer Hugo Boisvert (vorn) als Möbelpacker mit Kühlschrank.

Kassel. Ein Spiel der Huskies gegen Bietigheim zu organisieren ist eins. Das haben die Kasseler längst Routine, die Vieles leichter macht. Ein Turnier aber mit vier Mannschaften, das ist eine ganz andere, viel größere Herausforderung.

Und da haben die Huskies und Sponsor Wingas gut daran getan, erfahrene Leute ins Orgateam zu holen. Die Logistik des Wingas-Cups in Stichworten:

• Teambetreuer: Als Generalmanager in der Eishalle für die drei Gastteams fungiert Milan Mokros( 60). Kaum einer kennt sich besser im Karree aus als der einstige Spieler, Trainer und aktuelle Chefcoach der Eishockey-Jugend Kassel. An seiner Seite sind unter anderen Rekordspieler Shane Tarves als Betreuer und Ansprechpartner von Dinamo Riga gemeinsam mit Reinhard Mania und Christian Zündel, Ladislav Zika und Milan Ondraschek (Bratislava) sowie Vassilij Abramov und Ivan Yatsina (Podolsk).

Während die Namen der Betreuer schon Auskunft geben über ihre Wurzeln, ist das bei Tarves etwas anderes. Aber: „Im Team von Riga steht mit T. J. Galiardi ein Stürmer, der wie ich aus Calgary stammt“, berichtet der Kanadier, der in Kassel heimisch wurde. Und, klar: „Mit dem habe ich natürlich eine Menge zu erzählen.“

• Umkleiden: Für ein Viererturnier hat die Eishalle nicht genügend Umkleidekabinen. Also war Improvisaton nötig. So mussten Riga und Podolsk ausquartiert werden in die Katakomben des Auestadions. Was aber tun während der Spiele, damit die Teams nzu den Drittelpausen nicht über die Straße gehen müssen? Der Presseraum der Eissporthalle und ein Anschnallraum des öffentlichen Laufs wurden umfunktioniert als Notbehelf. Geht auch, nur komfortabel ist’s nicht.

• Waschmaschinen: Viele Sportler produzieren viel Schweiß. Also muss viel gewaschen werden. Beinahe rund um die Uhr laufen daher die nur drei Waschmaschinen in den Kabinen, am Dienstag war erst morgens um vier die letzte Trommel geleert. Unterstützung vom KSV Hessen übrigens gab’s gestern nicht. Die Löwen hatten selbst Waschtag nach dem Wolfsburg-Spiel.

• Kühlschränke: Auch Kühlschränke benötigen die Teams. Für Getränke, klar, vor allem aber auch für ungezählte Eisbeutel bei Blessuren. Also wurden zusätzliche Geräte organisiert. Und: Weil viele Sportler auch ganz viel Hunger haben, dient derzeit der „alte“ Vip-Raum gewissermaßen als Kantine und Treffpunkt für die Teams. 

 • Quartier: Documenta in Kassel, da ist es schwer, Quartier zu finden für drei Eishockeymannschaften. „Zum Glück waren wir früh genug dran und haben bereits vor Monaten gebucht“, sagt Wingas-Sprecher Nicholas Neu. Rund 150 Gäste aus Riga, Brastialava und Podolsk konnten so untergebracht werden im H4-Hotel an der Stadthalle. Aber für sie muss auch ein Bustransfer organisiert werden zum Training am Vormittag und den Spielen. Die Huskies benötigen das nicht. Sie sind Heimschläfer...

Bildergalerie: Erster Spieltag beim Wingas-Cup in der Kasseler Eishalle

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