Kasseler Eishockey

Pantkowski kehrt mit Heilbronn zurück zu den Huskies: Keine Zeit für Familientreffen

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Ein Bild der Vergangenheit: Der heutige Heilbronner Mirko Pantkowski im Trikot seines Heimatvereins Kassel Huskies. Archivfoto: Andreas Fischer

Wenn die Huskies am Freitag um 19.30 Uhr in der Eissporthalle gegen die Heilbronner Falken antreten, dann gibt es ein Wiedersehen mit fünf ehemaligen Kasselern. Allen voran: Torwart Mirko Pantkowski. Wir sprachen mit ihm über Familie, Form und Freude. 

Es wird ein Wiedersehen der besonderen Art. Nicht für Trainer Rico Rossi, der inzwischen ja schon x-Mal gegen sein früheres Eishockey-Team aus Heilbronn gespielt hat. Wohl aber für Mirko Pantkowski, den Torwart der Falken, der am Freitag um 19.30 Uhr in seiner Heimatstadt gegen seinen Stammverein spielt. Er ist einer von fünf ehemaligen Huskies im Gästeteam neben Justin Kirsch, Derek Damon, Alex Lambacher und Corey Mapes, aber der einzige, der von Vater, Mutter, Onkel, Bruder, Schwägerin und der Nichte angefeuert werden wird.

„Auf Johanna freue ich mich besonders, sie ist gerade drei geworden und wird sicher wieder mein Trikot tragen“, sagt Pantkowski am Telefon mit fröhlicher Stimme. Doch viel Zeit wird nicht bleiben für ein Familientreffen: „Wir spielen am Sonntag gegen Weißwasser, den Tabellenführer in der DEL2.“ Deshalb wird „Pante“ direkt nach dem Spiel mit dem Team im Bus zurückfahren.

Was jedoch kein Problem ist, „denn die Beziehungen nach Kassel sind eng und werden es immer bleiben“. Und natürlich, sagt der 20-Jährige, wird die Rückkehr in die Eissporthalle wieder ein besonderes Erlebnis sein. „Darauf freue ich mich. Allerdings hoffe ich auf ein besseres Ende für uns als im Sommer im Testspiel.“ Damals, als er als Gegner der Huskies aufgelaufen war, verlor Pantkowski mit den Falken 1:5 und war unzufrieden. „Wir wollen die Kasseler schlagen, aber dafür muss nun auch von mir mehr kommen“, sagt er jetzt.

Insgeheim hofft er auf eine Leistung wie am 19. November 2017. Elf Monate ist es her, dass Pantkowski mit einem Puck in der Sporttasche die Halle verließ. Traditionell eingesackt nach dem ersten Spiel, in dem er ohne Gegentor geblieben war. 3:0 gewann er damals mit den Huskies – gegen Heilbronn!

Es war die Zeit, in der Pantkowski zunächst vor Markus Keller zur Kasseler Nummer eins aufstieg. Am Ende der Saison dann gingen beide: Keller für eine Rückkehr nach Augsburg, Pantkowski nach Heilbronn, weil DEL-Klub Mannheim als sein Arbeitgeber die Falken statt der Huskies zum Partner genommen hat.

Doch in der DEL hat der gebürtige Kasseler in dieser Saison noch nicht gespielt. Er ist die Nummer eins im Falken-Kasten und hat dort alle Hände voll zu. 321 Schüsse (Schnitt 40,1) bekam er in den ersten acht Spielen auf sein Tor, weitaus mehr als der „zweitplatzierte“ Tölzer Ben Meisner (274/34,2) und noch viel mehr als Husky Marcel Melichercik (217/31,1) in sieben Spielen. Immerhin: Mit 95,59 Prozent abgewehrter Schüsse ist Pantkowski die Nummer fünf der Rangliste – vor Melichercik (10./88,53).

„Ich mag es, viel zu spielen und viel Arbeit zu haben“, sagt Pantkowski lachend. Die Belastung macht ihm nichts aus, „mit jeden Einsatz kann ich besser werden“. Umfeld und Stimmung passen, in der jungen Mannschaft mit dem neuen Trainer Alex Mellitzer (38), vielen neuen Ideen und viel Energie fühlt er sich pudelwohl.

„Attraktives, läuferisch starkes Eishockey wollen wir spielen“, sagt „Pante“. Das klappt schon ganz gut, auch wenn es zuletzt drei Niederlagen in Folge gab. Aber auch in Frankfurt (3:5), in Ravensburg (2:3 n. V.) und gegen Bietigheim (3:5) mit 34 Paraden von ihm „haben wir uns gut präsentiert“. So gut, dass der Kasseler und die Heilbronner nun voller Zuversicht nach Kassel kommen: „Vielleicht klappt es mit einem Sieg nun beim nächsten Spitzenteam“, sagt Mirko Pantkowski.

Zur Person: Mirko Pantkowski (20) ist Kasseler, wurde in der EJK und bei Huskies-Trainer Rico Rossi zum größten deutschen Torwarttalent des Jahrgangs 1998. Er wird von Mannheim (DEL) per Förderlizenz an Heilbronn ausgeliehen, hat aber die NHL als Ziel. Er war die Nummer eins im Nationalteam U 20, ist diesem inzwischen aber entwachsen. Pantkowski ist ledig.

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