Von Pech und Höhenflug

Lage in der Liga: Huskies hadern mit Chancenverwertung – Riessersee neuer Zweiter

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Die spielentscheidende Szene: Bad Nauheims Leon Niederberger (links) erzielt in der Verlängerung das 4:3 nach Vorarbeit von Steve Slaton. Die Huskies (von links) Braden Pimm, Torhüter Markus Keller und Evan McGrath können das nicht verhindern.

Bad Nauheim/Kassel. Ein Teilerfolg für die Huskies, Entwarnung bei James Wisniewski und eitel Sonnenschein in Garmisch-Partenkirchen: So ist die Situation nach dem Wochenende in der DEL 2.

Es war ein Spielzug, der sich sehen lassen konnte. Steve Slaton tauchte vor Markus Keller auf, legte nach links auf Leon Niederberger, der die Scheibe in den Winkel lupfte. Einziger Nachteil aus Sicht der Kassel Huskies: Dieser vierte Treffer der Gastgeber beendete die Hoffnung auf den Sieg im Derby bei den Roten Teufeln Bad Nauheim am Sonntag. Sie entschieden ein temporeiches Duell in der Verlängerung 4:3 für sich.

Ein Überblick über die Lage in der DEL2.

Das Fazit

Über den Unterhaltungswert waren sich die Coaches beider Teams einig. „Das Derby war sehr schön anzuschauen“, befand Petri Kujala, Trainer der Roten Teufel. „Es war ein hart umkämpftes Spiel", sagt Huskies-Coach Rico Rossi. "Leider musste einer verlieren, leider waren das wir. Aber es freut mich, dass wir so ein gutes Spiel in einem Derby abgeliefert haben.“

Als Knackpunkt erwies sich für die Huskies, nach David Kuchejdas 3:2 nicht direkt auf 4:2 erhöht zu haben. „Wir hatten eine 4:2-Situation mit McGrath, Meilleur, Pimm und Heinrich. Und eine weitere gute Gelegenheit mit Kuchejda und Ritter. Doch die haben wir beide nicht genutzt“, erklärte Rossi. Stattdessen glichen die Nauheimer in Überzahl aus und waren zurück im Spiel. Von dem sie - statistisch betrachtet - am Ende auch mehr hatten: Insgesamt gaben sie 37 Torschüsse ab, die Huskies deutlich weniger (20).

Die Entwarnung

James Wisniewski

Einer fehlte in Bad Nauheim. Doch für ihn gab es noch am Sonntagabend Entwarnung: James Wisniewski. „Erhat eine Scheibe an den Fuß bekommen. Durch die Schwellung konnte er den Schlittschuh nicht anziehen“, sagte Rossi. In der Trainingseinheit am Dienstag werde der US-Amerikaner noch geschont. Ab Mittwoch steht er wieder auf dem Eis.

Die Anderen

Mannschaft der Stunde in der DEL2 ist der SC Riessersee. Der Klub hat durch den 6:3-Erfolg gegen die Löwen Frankfurt diese auch von Tabellenplatz zwei verdrängt und grüßt nun erstmals als Verfolger von Spitzenreiter Bietigheim. Nicht umsonst hat Steelers-Coach Kevin Gaudet den SCR nun zu einem Mitfavoriten auf den Titel erklärt.

Während in Garmisch-Partenkirchen eitel Sonnenschein herrscht, kommt in Südhessen Unruhe auf: Denn hinter den Löwen liegt ein Null-Punkte-Wochenende nach dem 2:5 am heimischen Ratsweg gegen Crimmitschau und der Niederlage beim SCR. Vier der letzten fünf Partien haben die Frankfurter verloren, sind im neuen Jahr noch ohne Punktgewinn. Zwar fehlten ihnen mit Hannibal Weitzmann, Florian Proske, Nils Liesegang, Eric Valentin, Pawel Dronia und Vladislav Filin gleich sechs Spieler verletzt - als Ausrede aber wollte Löwen-Coach Paul Gardner das nicht gelten lassen: „Das Jahr ist ein Marathon, kein Sprint. Jede Mannschaft muss mal durch eine solche Phase.“

Auf der Suche

Während der Olympischen Spiele im Februar werden die Huskies auf James Wisniewski verzichten müssen - die vierte Ausländerstelle im Kader ist dann wieder frei. Eine spätere Rückkehr des US-Amerikaners nach Kassel ist noch nicht vom Tisch. Dennoch sagt Trainer Rico Rossi: „Wir gucken uns nach einem weiteren Ausländer um. Wir wollen den bestmöglichen Spieler, der in unser Team passt. Falls James zurückkehrt, hätten wir fünf Importspieler im Kader.“ Das Transferfenster schließt am 28. Februar und damit einen Monat später als bisher am 31. Januar. Der Grund: Die DEL hatte das Zeitfenster verlängert, die DEL2 zog nach.

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