Neue Teststrategie der DEL2

Kassel Huskies: Playoffs starten am 22. April

Bild mit Symbolwirkung: Huskies-Maskottchen Herkules hebt den Arm – gewissermaßen zum Start der Playoffs.
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Bild mit Symbolwirkung: Huskies-Maskottchen Herkules hebt den Arm – gewissermaßen zum Start der Playoffs.

Nun herrscht Klarheit: Die zweite deutsche Eishockeyliga hat den Start der Playoffs gesplittet und um zwei beziehungsweise drei Tage nach hinten verschoben sowie ein verschärftes Hygiene- und Testkonzept dazwischengeschaltet.

Darauf haben sich gestern die acht Playoff-Teilnehmer mit Ligachef Rene Rudorisch verständigt. „Wir haben einen Kompromiss gefunden, der für alle Vereine die bestmögliche Variante ist.“ So ordnet Manuel Klinge, Sportdirektor der Kassel Huskies, die Entscheidung ein. Fragen und Antworten zu den Änderungen rund um die K.o.-Runde.

Wie sind die Kassel Huskies von den Veränderungen betroffen?

Sie starten nun am 22. April mit einem Heimspiel gegen die Heilbronner Falken in die Playoffs – also am Donnerstag kommender Woche und damit zwei Tage später als zunächst geplant. „Das ist für uns kein Problem“, sagt Klinge. „Wir haben die ganze Saison über Situationen erlebt, an die wir uns schnell anpassen mussten. Die Jungs konnten das verinnerlichen. Zwei Tage später zu starten, das macht keinen großen Unterschied.“

Wie sieht der neue Playoff-Kalender nun aus?

Am Modus „best of five“ auf drei Siege hat sich nichts geändert, nur die Daten der Spieltage sind neu. Die Duelle Kassel gegen Heilbronn sowie Bad Tölz gegen Ravensburg beginnen am 22. April, die weiteren Partien folgen im Abstand von zwei Tagen: am 24. und 26. – und falls nötig – am 28. sowie 30. April. Die Kräftemessen zwischen Freiburg und Kaufbeuren sowie Bietigheim gegen Frankfurt beginnen einen Tag später, nämlich am Freitag, 23. April, mit den weiteren Spieltagen am 25. 27., – und falls nötig – am 29. April und 1. Mai. Die Anfangszeiten sollen heute bekanntgegeben werden.

Warum war die Verschiebung überhaupt nötig?

Weil sich mit Heilbronn, Bietigheim und Freiburg derzeit gleich drei Mannschaften noch bis mindestens 17. April in Quarantäne befinden. Jeweils mehrere Spieler aller drei Teams waren in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Zurück zu den Huskies: Wie sieht der Weg bis zum Playoffstart aus?

Der wird in diesen Tagen vorgegeben von der neu vereinbarten Teststrategie. „Derzeit befinden wir uns in der Initial-Testphase“, erklärt Klinge. Gemeinschaftliches Mannschaftstraining ist in dieser Woche ausgesetzt. Es wird gewissermaßen der Reset-Knopf gedrückt, um vor dem ersten Bully in den Playoffs noch mögliche schlummerende Infektionsherde zu entdecken und auszuschalten. „Die Spieler haben aktuell keinen persönlichen Kontakt, jeder trainiert individuell zuhause. Am Montag sind alle einem PCR-Test unterzogen worden. Wir warten noch auf die Ergebnisse. Am Freitag steht eine weitere Test-Runde an. Sobald auch da die Ergebnisse vorliegen, starten wir ins Mannschaftstraining. Wir gehen von Samstag aus.“

Wie wird während der Playoffs getestet?

Viel engmaschiger und häufiger als während der Hauptrunde. Heißt: Während der Playoffs wird es PCR-Tests im Drei-Tages-Rhythmus sowie ergänzende Schnelltests an den Spieltagen geben. „Wir haben das Konzept bestmöglich angepasst. Auch wenn wir wissen, dass am Ende auch Glück dazugehört, um gesund und schadenfrei zu bleiben“, sagt Klinge. Liga-Chef Rudorisch betont: „Wir legen neben dem Sport höchsten Wert auf den Schutz der Gesundheit unserer Aktiven und haben Vorkehrungen getroffen, die uns hoffentlich ermöglichen, die gesamten Playoffs spielen und sportlich entscheiden zu können.“ Nicht zur Diskussion stand indes die von der DEL diskutierte Teamblase – also die Spieler jeder Mannschaft für die Zeit der K.o.-Runde in einem Hotel einzuquartieren. „Das wäre wirtschaftlich nicht darzustellen“, erklärt Klinge.

Einhundertprozentige Sicherheit gibt es nicht: Was passiert, wenn ein Team während der Playoffs in Quarantäne muss?

Kann der betroffene Verein keine spielfähige Mannschaft – also neun Feldspieler und einen Torhüter – aufbieten, wird der Gegner als Sieger der Partie gewertet.

Wie geht es nach dem Viertelfinale weiter?

Gewissermaßen Schlag auf Schlag. Die Halbfinals beginnen am 2. Mai (weitere Spieltage: 4., 7., 9. und 11. Mai). Sollten Bietigheim gegen Frankfurt oder Freiburg gegen Kaufbeuren über fünf Spiele gehen, würden sie samstags das entscheidende Viertelfinale austragen und der Sieger sonntags direkt im Halbfinale weitermachen. Die Finalserie beginnt am 14. Mai (weitere Spieltage 16., 18., 20. und 22. Mai). Die Huskies wollen dann natürlich noch dabei sein. Klinge sagt: „Wir sind froh, eine Lösungen gefunden und nun ein Ziel vor Augen zu haben. Jetzt wollen wir noch mehr erreichen“, sagt Klinge. Denn das Ziel des Hauptrundenmeisters ist klar: Er will sich den Traum vom Aufstieg erfüllen. Foto: dieter Schachtschneider

(Michaela Streuff)

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