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Plötzlich Torjäger: Bei Husky Steven Seigo läuft es

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Von: Björn Friedrichs

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Steven Seigo, Verteidiger der Kassel Huskies.
Steven Seigo, Verteidiger der Kassel Huskies. © Fischer, Andreas

Drei Spiele, drei Siege - das Jahr 2023 hatte für die Kassel Huskies bislang ausschließlich Siege zu bieten. Und immer mit einem Tor beteiligt: Steven Seigo. Das sagt er zu seinem Lauf.

Kassel – Ein hartes Stück Arbeit. Das war der 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)-Sieg der Kassel Huskies gegen das ersatzgeschwächte Schlusslicht Bayreuth. Aber wie das oft so ist: Die Tigers rückten zusammen, zeigten eines ihrer besten Saisonspiele, dazu unterschätzte der Favorit den Tabellenletzten vielleicht auch ein wenig. Die Gäste gingen sogar zweimal in Führung – und stiegen dann wie die meisten Gegner der Huskies doch deprimiert mit einer Niederlage in den Bus nach Hause. Für Kassels Eishockeyprofis war es der elfte Erfolg in Folge. So eine Siegesserie in einer Hauptrunde hat es für die Huskies in ihrer DEL-2-Geschichte noch nicht gegeben.

Kassels Torschütze zum 3:2 war Steven Seigo. Der 32 Jahre alte Kanadier mausert sich momentan zu einem Torjäger. Der Verteidiger hatte im Jahr 2022 zwei DEL-2-Tore geschossen und nun in drei Partien 2023 schon drei. Wir haben ihn gefragt: Wie kommt’s?

Sie haben Ihren Torriecher entdeckt. Was ist passiert?

(schmunzelt) Ich weiß es nicht genau. Manchmal findet einen das Glück, finden einen die Pucks – das ist auch Zufall. So ist Eishockey, es gibt viele Auf und Abs.

In Ravensburg schossen Sie das 2:1, in Bad Nauheim das 1:1, jetzt den 3:2-Siegtreffer. Sind Sie der Mann für die wichtigen Tore?

Ach nein, wie ich schon sagte: Manchmal findet einen zufällig das Glück. Diese Tore hätte auch jeder andere aus unserer Mannschaft schießen können.

Die Huskies haben sich gegen Bayreuth sehr schwergetan. Was waren die Gründe?

Wenn man sich das Spiel anschaut, hatten wir doch sehr deutliche Vorteile in Sachen Puckbesitz und sehr gute Torchancen. Man muss Bayreuth aber auch Respekt zollen, sie haben trotz ihres kleinen Kaders hart gespielt und gekämpft sowie einige gute Möglichkeiten herausgespielt. Wir hätten das Spiel früher entscheiden können, aber wir haben es gewonnen und drei Punkte eingetütet. Das ist das, was schlussendlich zählt.

Hatte das anstrengende Derby in Bad Nauheim auch Einfluss?

Weiß ich nicht, das wäre eher eine Ausrede. Wir haben jetzt eine Weile viele Spiele in wenigen Tagen gehabt. Das merkt man irgendwann, aber ich denke nicht, dass es Einfluss hatte.

Jetzt ist die Zeit mit vielen schnell aufeinanderfolgenden Spielen vorerst vorbei. Wie sehen die kommenden Tage aus?

Es geht jetzt darum, sich neben dem Training auch ein wenig zu erholen, die eine oder andere Verletzung auszukurieren. Auch im Januar stehen noch viele Spiele auf dem Plan. Da wollen wir uns so gut wie möglich fühlen.

Die Huskies haben einen großen Vorsprung auf Platz zwei, bald könnte die Playoff-Teilnahme schon feststehen. Was ist jetzt wichtig, damit nicht der Schlendrian einkehrt?

Ich denke, wir sollten da gar nicht auf die Tabelle schauen und uns auf die Spiele konzentrieren. Wir haben eine tolle Siegesserie aktuell und wollen sie weiterführen. Es geht auch darum, Wege zu finden, solche Spiele wie gegen Bayreuth, bei denen man hinten liegt, zu gewinnen. Das kann wichtig für die Playoffs werden.

Von Björn Friedrichs

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