Kasseler Eishockey-Spektakel

Positive Bilanz: 12.000 Zuschauer sahen Wingas-Cup

+
Einen Pokal gab’s auch für den Dritten: Wingas-Sprecher Nicholas Neu (links) überreicht die stattliche Trophäe an Huskies-Kapitän Manuel Klinge.

Kassel. Am Ende war die Stimmung noch einmal fast feierlich. Die Pokale wurden übergeben, die Fans der Huskies feierten. Ihre Mannschaft, die sich so tapfer geschlagen hat. Aber auch den Gegner.

Als das Team aus Riga die Trophäe für Platz zwei überreicht bekam, da schallte es auch vom Heuboden: „Dinamo, Dinamo.“ Der erste Wingas-Cup im Kasseler Eishockey ging für die Huskies zwar mit einer 1:6-Niederlage gegen die Letten zu Ende. Insgesamt war die Veranstaltung aber ein großer Erfolg. Kein Wunder, das Hallensprecher Sven Breiter sagte: „Wir würden uns freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder Veranstalter sein dürften.“

Ähnlich ging es auch Trainer Rico Rossi, der mächtig stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft war. „Es war eine enorme Belastung, aber meine Spieler haben das toll gemacht.“ Dass gegen Riga die Kraft fehlte, das war für Rossi Ergebnis simpler Rechenaufgaben. „Wir trainieren seit acht Tagen, die anderen Teams seit 40. Wir haben einen kleinen Kader, die kommen mit 28 Mann.“ Umso erstaunter war er, dass die Mannschaft am Tag nach dem Überraschungssieg gegen Bratislava sich auch gegen Riga am Ende noch steigerte. „Hey, eigentlich können die Jungs noch gar keine Kondition haben“, freute sich der Kanadier.

Rossi selbst lieferte noch ein Highlight, als er 25 Sekunden vor dem Ende erst eine Auszeit und dann den Torhüter vom Eis nahm. „Ich wollte unbedingt diese eine verdammte Tor als Lohn für die Spieler“, sagt er. Er bekam es. Lukas Koziol erzielte es unter dem Jubel der Fans. Es war der dritte Turniertreffer des Neuen aus Krefeld.

Und so waren auch die Huskies am Ende heilfroh. Kapitän Manuel Klinge erklärte: „Solche Spiele musst du einfach mitnehmen. Wir wussten, es kommt viel Erfahrung auf uns zu. Gegen Podolsk sind wir gut reingekommen, haben uns nicht von unserer Linie abbringen lassen. Wir wollten nicht nur Statisten sein. Ich wusste vorher wenig über Teams der KHL. Aber jetzt kann ich sagen: Es hat richtig Spaß gemacht. Es waren Top-Leute dabei. Ich bin froh, gegen solche Jungs mal gespielt zu haben.“

Zufrieden und stolz äußerten sich auch die Macher in der Eissporthalle. „Wir sind Wingas als Sponsor sehr dankbar. So konnten wir alle gemeinsam zeigen, dass wir eine solch großartige Veranstaltung in Nordhessen auf die Beine stellen können“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. „Das Turnier hat sich gelohnt für uns, und das nicht nur finanziell, sondern auch für die Wahrnehmung der Huskies weit über Kassel hinaus.“ 12 000 Zuschauer insgesamt „sind für Eishockey im August einfach super“. Und: „Es waren viele neue Gesichter in der Halle zu sehen.“

Zwei Wünsche indes formuliert Joe Gibbs auch: „Eine zweite Auflage des Turniers wäre klasse, vielleicht an einem Wochenende. Und noch mehr Aufmerksamkeit insgesamt, denn das war Spitzensport hier.“

Und es war unglaublich viel Arbeit. Arbeit aber, „die sich total gelohnt hat“, wie Milan Mokros meint. „Es war anstrengend, hat aber riesig Spaß gemacht, mitzuhelfen bei solch einem tollen Turnier mit so viel Qualität und Stimmung, wie wir es in Kassel noch nie hatten.“ Für den Cheftrainer der Eishockey-Jugend gibt es keine Zweifel: „Dieser Wingas-Cup ist eine Bereicherung für Nordhessen. Und wir sind gut vorbereitet, wenn es hoffentlich eine weitere Auflage geben wird.“

Wingas-Cup-Bilanz: Turnier war ein Erfolg

Kassel. Die Premiere ist gelungen, auch bei Initiator und Sponsor Wingas zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. „Der Wingas-Cup war aus unserer Sicht ein Erfolg, die Resonanz auf die Spiele bei den Fans und in den Medien überwältigend“, sagt Nicholas Neu, Leiter der Unternehmenskommunikation, auch angesichts von insgesamt 12 000 Zuschauern an den drei Tagen.

„Es war schön zu sehen, wie aus einer kleinen Idee ein hochkarätig besetztes Turnier auf Top-Niveau entstehen konnte, das weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt hat“, erklärte Neu - und versprach: „Wir werden uns in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten zusammensetzen und Bilanz ziehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.