Saponari soll Donnerstag zurückkehren

Krüger zur Tor-Premiere: „War höchste Zeit“

Der Kapitän kommt zum Gratulieren: (von links) Corey Trivino, Lasse Bödefeld, Tim Lucca Krüger und Denis Shevyrin bejubeln das 1:0 gegen Weißwasser. Es war Bödefelds erstes Tor in der DEL2, Krüger legte später nach. Kassel Huskies
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Der Kapitän kommt zum Gratulieren: (von links) Corey Trivino, Lasse Bödefeld, Tim Lucca Krüger und Denis Shevyrin bejubeln das 1:0 gegen Weißwasser. Es war Bödefelds erstes Tor in der DEL2, Krüger legte später nach.

Ryan Olsen überragte beim 4:2-Erfolg der Kassel Huskies mit zwei Toren und einer Vorlage. Im Vordergrund standen trotzdem zwei andere Spieler. Neues gibt es auch zu den Verletzten.

Kassel – Das Strahlen auf den Gesichtern war auch hinter der Mund-Nasen-Maske zu sehen: Für Lasse Bödefeld und Tim Lucca Krüger hätte der Sonntag kaum besser laufen können. Die Eigengewächse der Kassel Huskies erzielten beim 4:2-Erfolg gegen die Lausitzer Füchse jeweils ihren ersten Treffer in der DEL2 und waren neben dem überragenden Ryan Olsen (zwei Tore, ein Assist) mitverantwortlich dafür, dass die Huskies vorzeitig die Playoffs erreicht haben.

„Für mich war es auch höchste Zeit, ich habe ja schon ein paar DEL2-Spiele gemacht. Dass wir beide in einem Spiel treffen, ist mega“, freute sich Krüger, der am Sonntag sein 57. Zweitliga-Spiel bestritt. „Dass der Lucci auch trifft, macht es umso schöner. Wir haben überall zusammengespielt, in Duisburg, Herford und Kassel. Der erste Treffer in der Eissporthalle ist das i-Tüpfelchen“, ergänzt Bödefeld. Für ihn war es DEL2-Spiel Nummer 17.

Lob für die beiden Förderlizenzler gab es auch von Trainer Tim Kehler: „Es ist schön, dass beide getroffen haben. Sie waren eine wirklich wichtige Komponente für unser Team.“

Kuriose Woche für die Youngster

Für die beiden 22-Jährigen, die bei der Eishockey-Jugend in Kassel ihre ersten Karriereschritte gemacht haben und die beide auch weiterhin in und um Kassel wohnen, war es der dritte Einsatz im Huskies-Trikot in dieser Saison, nachdem sie am Montag vor einer Woche von Oberliga-Kooperationspartner Herford in die DEL2 aufrückten. „Wir wollen einfach einen guten Eindruck hinterlassen und helfen“, sagt Bödefeld.

Ob sie sich für ihre Zeit bei den Huskies etwas vorgenommen haben? „Ich konnte mir gar nicht so viel vornehmen, das ging alles so schnell“, erzählt Krüger mit einem Lachen. „Am letzten Sonntag haben wir vorm Spiel erfahren, dass wir am nächsten Tag für die Huskies spielen. Da wussten wir gar nicht, was uns erwartet – so konnten wir aber mit freiem Kopf spielen.“

Den Puck vom ersten DEL2-Tor durften Tim Lucca Krüger (links) und Lasse Bödefeld behalten.

Saponari wohl Donnerstag wieder dabei

Wirbel gab es auch am Ende der Woche, als sich beim Herforder EV ein Coronaverdacht bestätigte. „Wir waren zum Glück die letzten Tage schon für das Training in Kassel. Die medizinische Abteilung hat sich super um uns gekümmert. Wir waren mit dem Gesundheitsamt in enger Rücksprache, wurden mehrfach getestet und konnten dann zum Glück spielen“, erklärt Krüger.

Wären die beiden Förderlizenzler auch noch ausgefallen, wäre es langsam dünn geworden im Huskies-Kader. Neben den Ausfällen von Lukas Laub, Clarke Breitkreuz, Marc Schmidpeter, Brett Cameron und Nathan Burns war auch Vincent Saponari am Sonntag nicht dabei. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme“, berichtete Pressesprecher Jason Schade gestern. Am Donnerstag soll Saponari – und vielleicht auch Breitkreuz – wieder dabei sein. Fraglich ist, ob Philippe Cornet dann wieder fit ist. Der Torjäger verletzte sich im ersten Drittel am Sonntag, wurde gestern untersucht. Eine genauere Diagnose soll es aber erst heute geben.

„Oberliga hat uns gut getan“

Ansonsten müssen die beiden Youngster wieder als Torschützen einspringen. „Die beiden Jahre in der Oberliga haben uns gut getan. Wir sind aus der Rolle als junger Spieler etwas herausgewachsen, haben mehr Eiszeit und übernehmen mehr Verantwortung“, sagen sie.

Das zeigte sich auch am Sonntag: „Es ist ja nicht so, dass wir hier in die vierte Reihe gesteckt werden. Wir werden gut ins System eingearbeitet, der Lucci spielt auf einmal in der ersten Reihe“, so Bödefeld. Krüger hatte nach dem ersten Drittel Cornets Platz in der ersten Reihe eingenommen – und später das vorentscheidende 3:2 geschossen.

Von Björn Friedrichs

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