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Pretos Premierentor sichert Huskies-Sieg gegen Dresden

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Von: Frank Ziemke

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Gefahr vor Dresdens Tor: Kassels Alec Ahlroth lässt die Scheibe durch und will so Gäste-Torhüter Janick Schwendener irritieren. In dieser Szene fällt aber kein Treffer.
Gefahr vor Dresdens Tor: Kassels Alec Ahlroth lässt die Scheibe durch und will so Gäste-Torhüter Janick Schwendener irritieren. In dieser Szene fällt aber kein Treffer. © Andreas Fischer

Der Marsch der Huskies in der DEL 2 geht weiter und hat vorerst an die Spitze geführt. In einem ganz engen Spiel besiegen die nordhessischen Eishockeyspieler die Dresdner Eislöwen.

Kassel – Und das letztlich verdient 2:1 (1:1, 1:0, 0:0).

Rico Rossi ist zu Gast in der Eissporthalle. Der frühere Kasseler Meistertrainer leitet mittlerweile ein Nachwuchsinternat in Österreich. Heute sieht er gleich zwei Teams, die er gecoacht hat. Bei den Huskies geht das Hin und Her zwischen Lazarett und Eisfläche munter weiter. Diesmal fehlen Denis Shevyrin, Steven Seigo, Fabian Ribnitzky und Jake Weidner. Stürmer Hans Detsch muss in der Defensive ran.

Und bekommt da vom ersten Bully an gleich mächtig Arbeit. Beide Mannschaften legen los, als gäbe es keine Anfangsphase. Hohes Tempo, hohe Intensität – da ist nichts mit „erstmal abwarten“. Vorteile haben zunächst die Gäste. Schlussmann Jerry Kuhn entschärft den Schuss des direkt vor ihm stehenden Matej Mrazek (7.).

Doch nach und nach kommen die Gastgeber immer besser zum Zug. Erhöhen den Druck. Erspielen ersten Chancen durch Tim McGauley und Vincent Schlenker. Und sie gehen in Führung, weil auch dies Teil ihres Spiels ist: energisches Nachsetzen. Schlenker ist es, der nach einem Schuss von Marco Müller den Abpraller ergattert. Er legt die Scheibe quer, Tristan Keck rauscht heran und trifft zum 1:0 (10.).

Die Führung ist aber nicht von Dauer. Mit ihrer ersten Überzahl gleichen die Gäste aus. Jordan Knackstedt trifft im Nachschuss (15.). Mit diesem 1:1 geht es in die erste Pause. Es wird dann etwas zerfahren. Kaum ein Angriff kann komplett zu Ende gespielt werden. Ständig wechselt der Scheibenbesitz. Klar, das liegt auch an dem einen oder anderen ungenauen Pass, in erster Linie aber an der intensiven Defensivarbeit beider Mannschaften. Gute Möglichkeiten sind so zunächst Mangelware. Es dauert bis zur 25. Minute, ehe Keck mit einem Schuss von der linken Seite Dresdens Janick Schwendener prüft.

Drei Minuten später hat der Schlussmann eine starke Szene. Joel Keussen legt den Vorwärtsgang ein, zieht zentral ab – doch Schwendener fährt die Fanghand aus und pflückt die Scheibe aus der Luft. Es sind nun doch die Huskies, die zielstrebiger werden. Die weiteren Schüsse haben durch Keck und Alec Ahlroth. Und die in einer starken Unterzahl bei Pierre Pretos Konter die Chance zur Führung bekommen. Das 2:1, es liegt nun in der Luft.

Und es fällt in der 36. Minute. Wieder ist ein Vorstoß von Keussen der Ausgangspunkt. Von der Bande spielt der Verteidiger schließlich einen tollen Pass vor das Tor, wo Thomas Reichel zunächst scheitert. Die Scheibe aber springt zu Preto. Der schießt einmal, zweimal – dann ist das Ding endlich drin. Pretos Premierentor! Die Gastgeber nehmen eine Führung mit in das Schlussdrittel.

Das beginnt mit einer Schrecksekunde. Jerry Kuhn liegt plötzlich am Boden. Kassels Torhüter hat sich in einen Nachschuss geworfen, dann offenbar einen Schläger abbekommen. Es geht aber doch schnell weiter für Kuhn. Der jetzt aufmerksam sein muss. Dresden startet mit viel Wucht. Will den schnellen Ausgleich.

Kassel verlegt sich erst einmal auf Konter. Wie den durch McGauley in der 27. Minute. Seinem Schuss aus zentraler Position fehlt aber die Entschlossenheit, die Scheibe segelt am Tor vorbei. Auf der Gegenseite muss Kuhn kurz darauf beim Schuss von Goldhelm Johan Porsberger gewaltig auf der Hut sein. Es geht jetzt hin und her in diesem engen Duell, in dem McGauley knapp scheitert und Lars Reuß aus spitzen Winkel den Außenpfosten trifft (54.). Zu diesem Zeitpunkt hält es die Fans nicht auf den Sitzen. Sie stehen minutenlang, weil sie Huskies sind. Und weil dieses Spiel eben auch auf Messers Schneide steht. Natürlich nimmt Dresden in der Schlussphase eine Auszeit und holt den Torhüter vom Eis. Doch eine Strafe stoppt die Bemühungen um den Ausgleich. Kassel siegt erneut gegen Dresden. Und steht nun an der Tabellenspitze.

Hier gibt‘s den Liveticker zum Nachlesen

SR: Janssen/Schmidt, Z: 3276, Tore: 1:0 (9:49) Keck (Schlenker, Müller), 1:1 (14:02) Knackstedt (Andres, Knobloch - 5:4), 2:1 (35:49) Preto (Reichel, Keussen), Strafminuten: Kassel 4 - Dresden 4.

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