Spieler und Fans beziehen Stellung

Reaktionen zum frühen Saison-Aus der Huskies: „Diese Leistung ist unerklärlich“

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Mann für klare Worte: Michi Christ.

Am Ende ging sogar das Licht aus: Am Abend eines gebrauchten Tages für die Eishockeyspieler der Kassel Huskies streikte auch die Technik.

Ausgerechnet in dem Moment, als Alex Heinrich und Michi Christ kurz nach Spielende den schweren Gang aus der Kabine antraten und versuchten, Worte für das zu finden, was hinter ihnen lag.

Eine 1:2-Niederlage im entscheidenden dritten Pre-Playoffspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau, die das frühe Saisonende einläutete. Hier sind Reaktionen zur vorzeitigen Sommerpause:

Huskies-Kapitän: Alex Heinrich. 

Kapitän Alex Heinrich: „Mir fehlen gerade die Worte. Wir hatten uns viel vorgenommen, gerade, weil wir zwei Heimspiele hatten. Wenn wir keines davon gewinnen, dann haben wir es auch nicht verdient. Crimmitschau war einfach besser, das will ich nicht schönreden. Sie haben uns hinten reingedrückt. Nach vorn haben wir nicht viele Akzente setzen können. Wir sind gar nicht ins Spiel reingekommen. Crimmitschau hatte mehr Dampf, mehr Zug zum Tor.

Die Saison war insgesamt eine Achterbahnfahrt. Diese Serie passt dazu – auch wenn wir mit Trainer Tim Kehler noch viel haben retten können. Wir haben uns am Ende noch mal zusammengerauft, wollten über die Pre-Playoffs ins Viertelfinale. Wir wollten so spielen wie am Sonntag. Aber die Leistung heute ist für mich unerklärlich.“

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Stürmer Michi Christ: „Es ist bitter, so auszuscheiden. Crimmitschau müssen wir gratulieren, die Eispiraten waren heute die bessere Mannschaft. Einfach ist es nicht. Die Erwartungen waren vor der Saison viel höher.

Als Team haben wir alles versucht, sind aber nicht richtig ins Spiel gekommen. Crimmitschau war immer einen Schritt schneller. Am Einsatz lag es heute nicht.

Es gibt so Tage, da läuft es einfach nicht. Aber solch einen schlechten Tag ausgerechnet heute zu haben, war ein ziemlich schlechter Zeitpunkt. Natürlich ist es enttäuschend. Schon in der letzten Saison war es kein guter Abgang. Alle waren motiviert, eine bessere Saison hinzulegen. Aber wir hatten von Anfang an Probleme. Es gab viele Wechsel, die Saison war für viele Spieler nicht einfach. Aber als Team stehen wir in der Verantwortung, Spiele zu gewinnen.

Das ist uns mit Tim Kehler immer besser gelungen, auch gegen starke Gegner zu bestehen und sie zu schlagen. Aber es reicht am Ende nicht, wenn man so eine inkonstante Leistung abruft. Wir hatten die ganze Saison Probleme mit unserer Chancenverwertung. Wenn du zuhause in solch einem Spiel wie heute nur ein Tor schießt, ist es schwer zu gewinnen.

Auch ein FC Bayern bringt nicht immer die beste Leistung. Wenn wir Maschinen wären, würden wir zu 100 Prozent immer funktionieren. Aber wir sind Menschen, wir machen Fehler. So wie jeder. Heute hat die Leistung für Crimmitschau nicht gereicht.“

Stimme der Fans: Sven Breiter.

Fanbeauftragter Sven Breiter: „Jetzt geht es darum, diese Saison aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wir brauchen Spieler, die das Kämpferherz am richtigen Fleck haben und die somit im Herzen ein Husky sind. Die glückseligen Momente mit Wow-Effekten in dieser Saison, die kannst du an zwei Händen abzählen.

Es war die erste Spielzeit seit vielen Jahren, die nicht schön anzuschauen war.“

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