Kampf um die Pre-Playoffs

Zeit der Rechenspiele: Mit Sieg können Kassel Huskies Dresden abschütteln

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Bild mit Symbolcharakter: In der heißen Schlussphase der DEL2 zählt jetzt jeder Punkt. Ohne Rechnen geht’s nicht.

Eng geht es zu im Kampf um die Pre-Playoffs. Heute empfangen die siebtplatzierten Huskies ihren Verfolger aus Dresden. Los geht es um 19.30 Uhr. 

Für die meisten Spieler der Kassel Huskies liegt die Schulzeit schon ein Weilchen zurück. Wie für Derek Dinger beispielsweise. Der Verteidiger ist 31 Jahre alt. Und doch verbindet ihn mit so manchem Schüler bis heute eine Sache: die wenig bis gar nicht vorhandene Zuneigung zur Mathematik. „Ich war noch dazu in Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen viel besser“, verrät er. 

Und doch muss er diese Antipathie abhaken. Denn die letzten vier Spieltage der DEL2-Hauptrunde stehen unter dem Motto: Rechenspiele. Denn rechnerisch ist noch einiges möglich. Fünf Anwärter gibt es auf die vier Plätze sieben bis zehn, die die Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten. Zwölf Punkte sind noch zu vergeben, sieben Zähler trennen die siebtplatzierten Huskies und die Bayreuther auf Rang elf.

Verfolger Dresden liegt den Kasselern mit nur einem Punkt Abstand am dichtesten im Nacken. Ein Heimsieg heute gegen die Eislöwen – er brächte zwar auch nur drei Punkte. Die aber würden sich im Kampf um die Pre-Playoffs anfühlen wie sechs. Denn: „Wir wollen nicht auf Schützenhilfe warten, sondern haben alles selbst in der Hand. Wenn du gewinnst, brauchst du nicht rechnen“, betont Dinger. Trainer Tim Kehler ergänzt: „Das Szenario ist perfekt. Wir spielen in eigener Halle und haben die Gelegenheit, mit einem Sieg einen direkten Konkurrenten im Kampf zu distanzieren. Es wird ein heißes Duell.“

Und noch eine weitere Statistik verspricht ein Duell auf Augenhöhe: Die Kassel Huskies stehen auf Rang elf der Heimtabelle, Dresden auf Platz elf der Auswärtstabelle.

Die Lage bei den Huskies

Es ist das erste Spiel nach dem Saison-Aus von Top-Center Corey Trivino. Heißt für die Huskies: Sie müssen Topscorer Richie Mueller und Jens Meilleur einen anderen Mittelstürmer an die Seite stellen. Kehler hat mehrere Optionen: Sam Povorozniouk, Sebastien Sylvestre und Jace Hennig liegen auf der Hand. Auch Mark Ledlin und Eric Valentin können Center spielen – Valentin aber absolviert sein erstes Spiel nach mehrmonatiger Verletzungspause. Der Förderlizenzler aus Wolfsburg benötigt aber noch Zeit, um wieder auf Touren zu kommen. Möglich aber auch, dass Kehler die Center durch die Reihen rotieren lässt. 

Welche Variante letztlich zum Zug kommt – da lässt sich der Coach nicht in die Karten gucken. Anders in der Torhüterfrage: „Jerry wird spielen.“ Kuhn wird also sein drittes Spiel im blau-weißen Dress absolvieren.

Losgeworden sind die Huskies übrigens auch den Grippevirus, der am vergangenen Wochenende regelrecht die Runde durch die Kabine gedreht hatte. „Danke an unser medizinisches Team. Es hat ganze Arbeit geleistet“, sagt Kehler.

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Die Lage bei den Eislöwen

Die Dresdner bekommen Unterstützung von 300 Fans, die heute im Sonderzug nach Kassel reisen. Und die dürften darauf spekulieren, dass ihr Team gegen die Huskies die Leistung aus den letzten beiden Aufeinandertreffen wiederholt. 2:0 gewannen die Dresdner das erste Spiel in Kassel und zeigten Kehlers Team Mitte Januar beim 6:1-Erfolg in der sächsischen Hauptstadt deutlich die Grenzen auf. 

Coach Bradley Gratton ist entsprechend selbstbewusst: „Wir müssen mit viel Energie, aber dennoch diszipliniert auftreten. Wir können auf zwei Siege am letzten Wochenende aufbauen, müssen jetzt aber auch eine kleine Serie starten – gerade für den Kopf ist das mit Blick auf die kommende Phase der Saison absolut wichtig.“ Kehler weiß, dass vor allem die Angreifer die Dresdner Trumpfkarte sind – allen voran Topscorer Jordan Knackstedt und Ex-Husky Stefan Della Rovere.

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