Das Samstagsinterview: Der Eishockey-Trainer nimmt Abschied und zieht das Fazit seiner Zeit bei den Kassel Huskies

Richer: „Ich gehe schweren Herzens“

Der schönste Moment: Stéphane Richer (links) und Co-Trainer Fabian Dahlem freuen sich über den Aufstieg. Foto: Fischer

Kassel. Hier hat er oft gesessen in den vergangenen vier Jahren. Marcos Bar von Toni Nadalet in Kassels Königsgalerie war für Stéphane Richer ein Ruhepunkt. Bei Kaffee oder einem Glas Wein suchte der Trainer der Kassel Huskies, der den Eishockey-Klub nun verlässt und in der kommenden Saison bei den Hamburg Freezers angeheuert hat, Entspannung.

Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende

Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende © Karsten Socher
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende
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Kassel Huskies: Die Party zum Saisonende © Karsten Socher

Und hier zieht er im Gespräch auch das persönliche Fazit seiner Zeit an der Bande der Huskies.

Herr Richer, der Wechsel von Huskies zu Freezers ist auch der Wechsel in eine andere Eishockey-Welt. Freuen Sie sich einfach auf die moderne Hamburger Arena? Oder werden Sie Kassels alte Eishalle auch vermissen?

Richer: Beides. Natürlich freut man sich auf eine neue Halle und erstklassige Trainingsmöglichkeiten. Aber ich werde die alte Halle ganz sicher nicht vergessen. Ich habe gerne in ihr gearbeitet.

Hatten Sie einen Lieblingsplatz in dieser Halle?

Richer: Das war mein Trainerraum. In dem habe ich so unglaublich viele Stunden verbracht. Da musste ich ihn einfach mögen.

Sie haben jetzt über vier Jahre in Kassel gelebt. Gibt es Lieblingsplätze, die Sie nur ungern verlassen?

Richer: Kaufungen, wo wir gewohnt haben, war für mich und die Familie super. Weggehen fällt uns nicht leicht. Vor allem für meine Tochter Andreanne ist es sehr schwer. Ich selbst hatte immer zwei Lieblingsplätze in Kassel. Einer ist hier bei Toni, der andere die Markthalle. Da bin ich jeden Donnerstag zum Einkaufen hingefahren und habe ein Glas Wein getrunken.

Sie sind Wein-Liebhaber?

Richer: Ja, seit ich in Europa bin, habe ich mich viel mit Wein beschäftigt, Bücher gelesen. Wenn ich abends mit meiner Frau bei einem guten Glas Rotwein zusammensitze, dann vergesse ich den Stress und den Druck des Jobs.

Stress gab es sicher genug.

Richer: Allerdings. In jedem Jahr. Auch im Aufstiegsjahr. Die Leute denken häufig, es sei selbstverständlich, dass wir aufgestiegen sind. Ist es nicht. Aufsteigen ist unglaublich schwer. Bietigheim hat das seit Jahren versucht. Oder gucken Sie bei den Fußballern vom KSV. Die erleben auch, wie schwer es ist, wenn es nur einen Aufsteiger gibt.

Trotzdem war das Ihr schönster Moment in Kassel.

Richer: Natürlich. Das werde ich nie vergessen. Der Druck war so unglaublich groß. Wenn du ein DEL-Finale verlierst, gut, dann hast du halt verloren. Wir wussten damals, dass es um die Existenz geht. Eine Niederlage wäre vielleicht das Ende für Eishockey in Kassel gewesen.

Und der schwerste Moment?

Richer: Das war diese Saison.

Nicht das Abstiegsjahr?

Richer: Nein. Da wussten wir, dass es weitergeht. Wir hatten einen Plan für die Zweite Liga. Dieses Jahr hatten wir die ganze Saison nur Unruhe. Es begann ja schon im letzten April, als die Bombe platzte und wir nicht mal richtig für die Saison planen konnten.

Nach der Bekanntgabe Ihres Wechsels nach Hamburg musten Sie auch einiges an Kritik einstecken.

Richer: Das ist ganz schlecht gelaufen. Es kam ja dann alles zusammen. Der sportliche Abfall, die finanzielle Unsicherheit. Ich glaube aber, dass die Leute am Ende doch gemerkt haben: Ich habe immer Lust gehabt, habe bis zum letzten Tag meine Arbeit gemacht.

Haben Sie das letzte Spiel, Ihren Abschied, als Versöhnung empfunden?

Richer: Ja. Das war sehr emotional für mich zu erleben, wie die Fans zu mir und der Mannschaft gestanden haben in den letzten Wochen.

Wie war in den Jahren Ihr Verhältnis zu Geschäftsführer Rainer Lippe?

Richer: Ich habe kein Problem mit Rainer. Er hat mir eine Chance gegeben. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Aber zuletzt lief es nicht mehr sehr gut.

Richer: Das Problem war: Es gab ein Konzept für den Aufstieg. Aber als wir wieder in der DEL waren, gab es kein Konzept mehr. Natürlich hätte ich gerne mehr Geld für die Mannschaft gehabt. Was da mit den Finanzen gelaufen ist, dazu möchte ich aber lieber nichts sagen.

In Hamburg arbeiten Sie entgegen erster Ankündigungen nun doch als Trainer. Wie kommt das?

Richer: Ich habe noch die Leidenschaft dafür. Ich bin da noch nicht fertig. Das letzte Jahr in Kassel lief nicht gut. Ich will aber zeigen, dass ich ein guter Trainer bin.

Ihr Fazit nach vier Jahren Kassel?

Richer: Ich habe viel gelernt. Ich bin als junger Trainer gekommen und verlasse Kassel als erfahrener Trainer. Ich gehe schweren Herzens. Ich habe hier etwas aufgebaut. Und meine Familie hat sich wohlgefühlt. Es fällt uns nicht leicht.

Von Frank Ziemke

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