Spiele am Freitag und Sonntag

Rosenheim und Weißwasser: Huskies gegen 28 Meisterschaften

Deutscher Meister 1982 mit dem SB Rosenheim: Ex-Huskies-Trainer Hans Zach, der hier als Coach der Adler Mannheim zu sehen ist. Foto: dpa

Kassel. Was auf den ersten Blick wie ein normales Eishockey-Wochenende für die Huskies aussieht, sind tatsächlich zwei ganz besondere Spieltage. Die Gegner Starbulls Rosenheim und Lausitzer Füchse blicken auf eine bemerkenswerte Tadition zurück und haben als SB Rosenheim und Dynamo Weißwasser das schnelle Spiel auf dem Eis in der Bundesrepublik (Rosenheim) beziehungsweise DDR (Weißwasser) geprägt.

Am Freitag gastieren die Oberbayern ab 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle,

und am Sonntag treten die Huskies ab 17 Uhr in der Lausitz an.

SB ROSENHEIM

Großen Erfolgen stehen eine Insolvenz (1978) und eine verkaufte Lizenz (2000 an die Iserlohn Roosters) gegenüber. Es sind die Achtzigerjahre, in denen die Oberbayern den Großstadtklubs aus Mannheim, Köln und Düsseldorf Paroli bieten und dreimal Deutscher Meister werden (1982, 1985 und 1989).

Möglich macht das der Unternehmer Josef März, der so gut zahlt, dass unter anderen Karl Friesen, Oldrich Machac, Hans Zach, Vladimir Vacatko, Franz Reindl, Ernst Höfner, Joachim Reil und Raimund Hilger in Rosenheim anheuern.

DYNAMO WEISSWASSER

Von 1970 bis 1990 gehören die Lausitzer der kleinsten Eishockey-Liga der Welt an, die aus zwei Klubs besteht. Neben Weißwasser spielt Berlin in der DDR-Oberliga, und auch der Klub aus der Hauptstadt trägt den Namen Dynamo und untersteht Erich Mielke. Für den Stasi-Chef ist die Beschäftigung der besten Spieler des Landes ein Hobby, denn offiziell vom Staat gefördert wird die Sportart Eishockey, in der keine Medaillen winken, seit 1969 nicht mehr.

Obwohl immer der gleiche Gegner im Wilhelm-Pieck-Stadion antritt, ist die Eishockey-Begeisterung in der Lausitz ungebrochen. Manchmal kommen 15 000 Fans in die Freiluft-Arena, um die beiden Dynamo-Mannschaften zu sehen. In den 20 Spielzeiten haben die Berliner zwölfmal das bessere Ende für sich, während die Lausitzer achtmal triumphieren. Insgesamt gehen 25 DDR-Meisterschaften nach Weißwasser.

DIE AKTUELLE LAGE

Huskies (6. Platz/16 Punkte), Starbulls (8. Platz/15 Punkte) und Füchse (9. Platz/15 Punkte) liegen in der Tabelle praktisch gleichauf. Allerdings spricht eine Statistik gegen die Gäste aus Oberbayern, denn Rosenheim hat von fünf Auswärtsspielen vier Begegnungen klar verloren. Einen Sieg gab es nur in Weißwasser, was wiederum gegen die Lausitzer spricht. Allerdings setzen beide Huskies-Gegner auf starke Torhüter. Rosenheims Trainer Franz Steer hat die Wahl zwischen Lukas Steinhauer und Timo Herden. Beide sind so gut in Form, dass der Coach eigentlich nichts falsch machen kann.

Bei den Lausitzer Füchsen dagegen gibt es eine klare Nummer eins. Die heißt Joe Fallon, hat in dieser Saison noch keine Minute verpasst und ist mit einem Gegentorschnitt von 2,79 einer der besten Torhüter der Liga.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.