Kommentar zur Degradierung des Trainers

Rossi-Aus bei den Kassel Huskies: Das Gesicht wird gewahrt

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Nun-Ex-Trainer Rico Rossi

Rico Rossi ist nicht länger Trainer bei den Kassel Huskies. Dafür wird er Sportdirektor beim Eishockey-Zweitligisten. Die Entscheidung ist keine Panikreaktion, findet unser Kommentator.

Am Ende war der Druck dann zu groß: Spätestens nachdem viele Huskies-Fans die Eissporthalle am vergangenen Freitag schon vor dem Spielende verließen – beim Stand von 0:1 – war endgültig klar, dass die Beziehung zwischen Trainer Rico Rossi und dem Kasseler Eishockeyklub zerrüttet ist (lesen Sie hier: NHL-Star ersetzt Rico Rossi als Cheftrainer). Da half auch der mühsame Auswärtssieg am Sonntag in Dresden nicht weiter. Der Kanadier Rossi stand schon lange unter Beschuss des Anhangs. Geschäftsführer Joe Gibbs ließ ihn aber nicht fallen. Diese personelle Rochade nun ist kein Schnellschuss, keine Panikreaktion. Sie ist aber dennoch eine Degradierung.

Eine, bei der Rossi als verdienter Trainer sein Gesicht wahren darf. Seit 2014 stand Rossi bei den Huskies an der Bande. Er führte sie in jedem Jahr in die Playoffs. Zweimal scheiterte er im Viertelfinale, einmal im Halbfinale. Höhepunkt seiner Zeit in Kassel war der Gewinn der Meisterschaft 2016. Das alles wurde ihm so schnell nicht vergessen – und auch nicht, dass sein Vertrag noch bis 2020 Gültigkeit hat.

Die sportliche Entwicklung kann aber nicht ignoriert werden. Und diese ist sicherlich nicht im Sinne des Vereins. Die Huskies sind im Oktober 2018 im Mittelmaß der DEL2 angekommen. Das ist zu wenig, wurde der Kader doch prominent verstärkt. Das alles führte nun zu Veränderungen. Rossi kennt diesen Wechsel schon aus seiner Zeit in Heilbronn. Lange blieb er dort anschließend nicht mehr.

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