1. Bully am Sonntag um 18.30 Uhr - Ticker und Radio auf HNA.de

Rote Teufel gehen mit neuem Team ins Derby gegen die Kassel Huskies

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In der vergangenen Saison ein Husky, nun ein Roter Teufel: Der finnische Verteidiger Esa Lehikoinen (links), hier mit Tim Richter vom SC Riessersee.

Bad Nauheim. Pflichtsiege gegen Heilbronn, Bad Tölz und Bayreuth, vermeintlich direkte Konkurrenz um Tabellenplatz zehn, dazu ein Zähler gegen Bietigheim. Das kann sich sehen lassen.

Die sportliche Bilanz einerseits, das Auftreten des Teams andererseits haben beim EC Bad Nauheim vor dem ersten Duell mit den Kassel Huskies (Sonntag, 18.30 Uhr live auf HNA.de) ein ruhiges Arbeitsklima geschaffen.

14 Neuzugänge haben das Gesicht der Mannschaft signikant verändert. Ein wesentliches Kriterium bei der Kaderplanung: „Wir haben keinen Spieler geholt, der mit einem DEL2-Vertrag zufrieden ist. Egal, ob Ausländer oder junge Deutsche: Bad Nauheim kann für jeden ein Sprungbrett sein“, sagt Trainer Petri Kujala. Tatsächlich tritt die neue Truppe anders auf als über weite Strecken der Vorsaison, sie ist physisch präsenter, vermittelt Freude und begeistert das Publikum mit diesem Stil.

Die Ausländerstellen wurden komplett neu besetzt, wobei man Joel Johansson (Riesersee) und Nick Dineen (nach Hochzeit in die norwegische Heimat seiner Frau) gern gehalten hätte. Mit Esa Leihkoinen haben die Roten Teufel kurzfristig einen letztjährigen Husky verpflichtet, da Eric Meland, der einzige defensive Kontingentspieler, aufgrund einer Knieverletzung fehlt. Lehikoinen überzeugt bisher. Ob sein Vertrag über den 23. Oktober hinaus verlängert wird, ob man sich in der Wetterau einen fünften Ausländer leisten kann, das ist in erster Linie eine Frage der Finanzen.

Das Tor hütet Felix Bick. Der 24-Jährige, aus Düsseldorf gekommen, trägt erstmals die Verantwortung als Nummer eins in Liga zwei – und wird dieser bislang gerecht. Der Lohn: die Auszeichnung zum Spieler des Monats.

Die Verpflichtung eines deutschen Torhüters hat die Chance zur Verpflichtung eines dritten ausländischen Angreifers gegeben. Der Kanadier Mike McNamee, Bronzemedaillengewinner bei der Universiade, führt die zweite Reihe mit Radek Krestan und Noureddine Bettahar. Das Toptrio bilden der Ex-Iserlohner Cody Sylvester, der mit ihm aus Dornbirn gekommene James Livingston und Dusan Frosch. Die meisten Tore aber erzielte bisher die Reihe mit Max Brandl (Ravensburg), Dominik Meisinger und Andreas Pauli.

Die Defensive wurde vor dem Saisonstart als mögliche Archillesferse ausgemacht; eine Einschätzung, die sich zumindest in den ersten fünf Partien nicht bestätigt hat. Der Konkurrenzdruck ist groß. Gleich acht Verteidiger, die allesamt einen Top-Sechs-Platz beanspruchen können, stehen zur Verfügung.

Die größte Baustelle ist das Powerplay, das statistisch schwächste der Liga: Nur einen Treffer erzielten die Roten Teufel in 28 Powerplay-Situationen vor der Freitagpartie in Dresden. Die Quote: 3,6 Prozent. Unterirdisch, egal, zu welchem Zeitpunkt der Saison. Den Roten Teufeln fehlt derzeit im Special-Team der klassische Regisseur. „An unserem Überzahlspiel müssen wir arbeiten“, sagt Kujala. „Aber ich bin überzeugt, das wird sich einpendeln.“ Vielleicht ja schon am Sonntag im Derby mit den Huskies.

Von Michael Nickolaus

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