DEL2-Geschäftsführer blickt voraus auf die Playoffs

Rudorisch erwartet einen harten Kampf

DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch äußerte sich zu den Playoffs.
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DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch äußerte sich zu den Playoffs.

„Alle Klubs werden zu den Playoffs antreten können.“ Das sagte DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch gestern bei einer virtuellen Pressekonferenz.

Kassel - Dort blickte er zurück auf eine turbulente, aber gelungene Hauptrunde und voraus auf die Endrunde.

Blick auf die Hauptrunde

„Sportlich können wir sehr zufrieden sein. Die Liga war spannend, die Playoff-Plätze hart umkämpft“, sagte Rudorisch. Zudem seien mit 6,78 Toren pro Partie mehr gefallen als in der Vorsaison (6,63).

Natürlich habe die Pandemie Auswirkungen gehabt: „Eishockey wird von den Fans und von Emotionen geprägt. Die Spieler waren auf sich allein gestellt, es war eine ganz andere Atmosphäre“, erklärte Rudorisch, der hinzufügte: „Dass die letzten Spieltage abgesagt werden mussten, sorgt für etwas Ernüchterung. Aber es ist positiv, dass mit 346 von 364 Spielen ein großer Teil gespielt werden konnte.“

Blick auf den Abbruch

Dieser sei laut Rudorisch unter der Voraussetzung unausweichlich gewesen, dass man sportlich faire Playoffs spielen wolle: „Mit den anfänglichen Problemen in der Hauptrunde sind wir gut zurechtgekommen – auch, weil es Ausweichtermine gab. Um das Osterwochenende herum verdichteten sich die Anzeichen, dass es innerhalb der Teams Infektionsherde gab. Deshalb mussten wir klären, welche Chancen und Risiken im letzten Hauptrundenwochenende stecken.“

Während bei Bietigheim und Freiburg zwei bis maximal drei Spieler positiv getestet worden seien, sollen es in Heilbronn bei den ersten Tests gleich sieben gewesen sein. „Alle Klubs werden zu den Playoffs antreten können. Die positiv getesteten Spieler werden erst zurückkehren, wenn sie das Return-to-Play-Protokoll durchlaufen haben.“ Die Diskussionen mit den Klubs seien konstruktiv gewesen: „Alle wollten für die Playoffs keine Sondersituation mit Quarantänen herbeiführen. In der Endrunde geht es schließlich um den sportlichen Wert einer Saison und den Aufstieg.“

Blick auf die Playoffs

Rudorisch habe mit den Endrunden-Klubs mehrere Tage gegrübelt, wie die Playoffs sportlich entschieden werden können. Das Ergebnis war die Initial-Testphase mit zwei PCR-Tests bei allen Klubs vergangene Woche. „Alle drei Tage werden nun PCR-Tests gemacht, an manchen Standorten auch alle zwei Tage“, erklärte Rudorisch. Am Spieltag gebe es außerdem Schnelltests. „Die Früherkennung ist am wichtigsten, um bei Einzelfällen Teamquarantänen zu verhindern“, so Rudorisch.

Die Playoffs noch weiter nach hinten zu verlegen, sei keine Option gewesen. „Da steht die Wirtschaftlichkeit der Klubs und Eisarenen im Vordergrund. Die Kommunen müssten das Eis noch länger zur Verfügung stellen, die Klubs noch länger Personalkosten zahlen“, so Rudorisch. Der Ligenleiter freut sich auf interessante Playoffs: „Ich erwarte einen harten Kampf und spannende Spiele. Auffällig ist sicher gleich das Duell zwischen den Aufstiegsanwärtern Bietigheim und Frankfurt.“

Blick auf den Modus

Sowohl im Viertelfinale, Halbfinale als auch Finale wird eine Best-of-Five-Serie gespielt. Wie auch in den letzten Spielzeiten gilt: Geht ein Spiel in die Verlängerung, wird es so lange in 20-minütigen Abschnitten fortgeführt, bis der entscheidende Treffer fällt.

Rudorisch stellte gestern noch einmal klar, dass es keine Nachrückerregelung gebe. Das heißt: Kann ein Team nicht die notwendigen neun Feldspieler und einen Torhüter aufbieten, wird das Spiel und notfalls die Serie gegen sie gewertet.

Können beide Teams quarantänebedingt die Serie nicht beenden, zieht der potenzielle Gegner automatisch in die nächste Runde ein. Klar sei auch, dass ein Meister laut Abmachung mit der DEL sechs Playoffsiege sowie den Finalerfolg vorweisen müsse, um aufsteigen zu dürfen. Ob quarantänebedingte Siege dazu zählen, blieb gestern offen.

Von Björn Friedrichs

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