Rückschlag in Heilbronn: Nur Richie Mueller trifft beim 1:3 der Huskies

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Zum Lachen gab’s nicht viel, nur zu einem Lächeln hat’s gereicht: Richie Mueller erzielte den Ehrentreffer der Huskies beim 1:3 in Heilbronn.

Rückschlag für die Huskies: Zwei Tage nach dem glanzvollen 6:1 gegen Bayreuth unterlag der Kasseler Eishockey-Zweitligist am Sonntag 1:3 in Heilbronn. 

Nur Richie Mueller überwand Torwart Mirko Pantkowski - zum Ehrentreffer 86 Sekunden vor Schluss. Der Kampf um die besten Plätze in den Pre-Playoffs der zweiten Eishockey-Liga wird zum Krimi. Vier Spieltage vor Schluss trennen nur noch zwei Punkte die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn. Immerhin: Trotz ihres 1:3 (0:1, 0:2, 1:0)-Rückschlags am Sonntag in Heilbronn behaupten die Kassel Huskies weiterhin die Poleposition, haben nun die Verfolger aber ganz eng im Nacken. Und: Da Bayreuth gegen Freiburg nach 1:3-Rückstand durch zwei späte Tore nach 56:09 und 59:05 Minuten noch 4:3 gewann, schmolz der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrundenplatz auch wieder auf sieben Punkte.

Aber was war das wieder für ein ernüchternder Auftritt der Nordhessen nur zwei Tage nach dem glanzvollen 6:1 gegen Bayreuth gegen einen Gegner, der zuvor dreimal besiegt wurde?! Trainer Tim Kehler hatte im Tor erneut auf Kuhn vertraut, die Kontingentplätze an die Verteidiger Little und Manning sowie die Stürmer Sylvestre und Trivino vergeben. Daraus folgte, dass Jens Meilleur, der Dreifach-Torschütze vom Freitag (Bericht unten), nun neben Trivino und Mueller stürmte, seinen Platz neben Christ und Hennig nahm Woidtke ein. Insgesamt also eine etwas defensivere Formation.

Was sich einerseits auszahlte, denn bis zur 20. Minute stand die Null. Hinten. Was andererseits aber sich nicht auszahlte, denn die Null, sie stand auch vorn. Und das, obwohl die Kasseler bis zur ersten Pause mehr als sieben Minuten lang in Überzahl spielten, 50 Sekunden lang sogar mit fünf gegen drei.

Aber: Sie kriegen es nicht auf die Reihe, ihr Powerplay. Geradezu hilflos wirkten die Passversuche, Abschlüsse waren selten. Und so kam, was nicht kommen durfte. Als Bettahar nach einem Bandencheck gegen Alex Heinrich zum Duschen geschickt war (16.), da blockten seine Kollegen einen Kasseler Schuss, Ex-Husky Damon zog falkenschnell davon, und Greg Gibson veredelte den Querpass zum 1:0. In Unterzahl (20.).

Heinrich kam nach dem Nähen seiner Platzwunde zum zweiten Drittel zwar wieder, später auch der undisziplinierte Sylvestre nach einer Zehn-Minuten-Strafe, aber beide konnten die Huskies nicht zur Wende führen. Im Gegenteil. Knapp vier Minuten im zweiten Drittel waren gespielt, da erhöht Eberhardt nach einem beherzten Antritt aus der neutralen Zone auf 2:0. Als dann auch noch Damon im eigenen Drittel ein Solo startete, unbehelligt durchkam und in Überzahl auf 3:0 erhöhte (35.), da war eine Vorentscheidung gefallen. Und es hätte gar 4:0 stehen können, als Bernhardt die Latte (40.) traf.

Eine Woche nach dem Last-Minute-Happyend in Freiburg gab es diesmal keine Wende. Eine kurze Drangphase noch (51.) und immerhin auch den Ehrentreffer der Huskies, die zuvor sechs Mal in dieser Saison ohne Tor geblieben war. Mehr nicht. Mirko Pantkowski im Falkenhorst wurde 86 Sekunden vor Schluss von Richie Mueller bezwungen. Der verwertete einen feinen Querpass von Sylvestre.

So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiedsrichter: Aumüller/Kapzan. 

Zuschauer: 1926

Tore: 1:0 (19:22) Gibson (Damon) - 4:5), 2:0 (23:21) Eberhardt (Ranta, Damon), 3:0 (34:35) Damon (5:4), 3:1 (58:34) Mueller (Sylvestre, Meilleur)

Strafminuten: Heilbronn 8 + 5 und Spieldauer Bettahar, Kassel 12 + 10 Sylvestre

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