Das passiert bei einer Verzögerung der Umbauarbeiten

DEL2-Chef Rudorisch: „Sanierungsmaßnahmen kommen Sport zugute“

Umbauarbeiten im Endspurt: Die Eissporthalle soll zeitnah spielbereit sein.
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Umbauarbeiten im Endspurt: Die Eissporthalle soll zeitnah spielbereit sein.

In der Kasseler Eissporthalle laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Am 1. Oktober soll das erste Heimspiel der Kassel Huskies hier stattfinden. Was passiert, wenn etwas dazwischen kommt?

Kassel – „Wir werden zum Auftakt am 1. Oktober fertig sein.“ Das betont Jason Schade, Pressesprecher der Kassel Huskies. Gemeint ist die Eissporthalle, die seit Anfang Juni umgebaut und modernisiert wird. Auch Ligenleiter René Rudorisch ist optimistisch – und erklärt, was passieren würde, sollten sich die Baumaßnahmen doch verzögern.

Angenommen es kommt zu unerwarteten Verzögerungen und die Huskies könnten doch nicht am 1. Oktober mit einem Heimspiel starten, müssten sie sich mit der Ligagesellschaft in Verbindung setzen. „Die erste Info müsste an die Gesellschafter gehen, die zweite dann an den Gastverein, in diesem Falle Bad Tölz“, erklärt Rudorisch.

Dass einfach das Heimrecht zwischen den beiden Klubs getauscht werden würde, hält er für unwahrscheinlich: „Das ist schwer möglich. Die Gäste hätten dann plötzlich zwei Heimspiele in Folge und vermutlich wirtschaftliche sowie logistische Probleme, Tickets zu verkaufen.“ Eine Verlegung oder Verschiebung müsse zu Lasten des Verursachers gehen.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

Wahrscheinlicher wäre daher, dass die Begegnung verlegt werden müsste – auf einen Wochentag. „Ein Dienstag wäre da die naheliegende Option. Dem müsste der Gastverein zustimmen, da finden die Klubs in der Regel aber Vereinbarungen“, sagt Rudorisch.

Ähnlich sieht es übrigens auch bei DEL2-Konkurrent EV Landshut aus. Auch dort wird das Eisstadion am Gutenbergweg umgebaut, der EVL hatte dies vor Monaten angekündigt und geht deshalb erst am 31. Oktober vor eigenem Publikum auf das Eis. „Auch bei Landshut wurde nicht einfach bei allen Begegnungen das Heimrecht getauscht. Auch bei ihnen wurden Spiele verlegt“, erklärt Rudorisch.

Flexbande und Videowürfel werden angebracht

Müssten die Huskies aber mit finanziellen Sanktionen rechnen? „Über Strafen rede ich nicht. Für uns geht es in so einem Fall dann darum, den Spielbetrieb zu organisieren. Außerdem sind Sanierungsmaßnahmen erwünscht, sie kommen dem Sport zugute“, stellt Rudorisch klar und ergänzt: „Man muss deshalb nicht über Sanktionen, sondern über Lösungen sprechen.“

Dazu soll es aber im Fall der Huskies gar nicht erst kommen. Am 25. September soll in der Eissporthalle das Eis bereitet werden. Das kündigten die Huskies bereits vor zwei Wochen an. „Selbst wenn es zu Spielverlegungen kommen sollte – was hier entsteht, hat einen riesigen Mehrwert“, sagt Hallenorganisator Michael Christ. Er ist trotz des Zeitdrucks optimistisch, dass der angekündigte Termin eingehalten werden kann. Flexbande und Videowürfel werden diese Woche angebracht.

„Ich habe aus Kassel bislang nichts anderes gehört. Deshalb hält sich der Austausch aktuell auch in Grenzen. Ich weiß aber, dass dort fleißig gearbeitet wird“, so Rudorisch.

Von Björn Friedrichs

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