Beim Tabellenführer verlieren die Kasseler erst nach Penaltyschießen 3:4

Huskies punkten im Topspiel gegen Bremerhaven - der Schnellcheck

Wo ist die Scheibe? Husky Thomas Merl (links) im Duell mit dem Bremerhavener Gabe Guentzel (Mitte). Rechts: Torhüter Jonas Langmann Fotos: Diekmann

Spitzenreiter gegen den Dritten der DEL2: Die Partie zwischen Bremerhaven und den Kassel Huskies ist das Spitzenspiel des 34. Spieltages. Und ein würdiges. Unser Schnellcheck.

Mit Tempo. Mit Spannung. Mit einem hohen Niveau. 3:3 steht es nach 60 Minuten, erst im Penaltyschießen unterliegen die Huskies 3:4 (0:2, 2:1, 1:0, 0:0, 0:1) und nehmen vor 150 mitgereisten Fans immerhin einen verdienten Punkt mit. Auf der Online-Plattform sprade.tv haben wir die Partie in der Eisarena Bremerhaven verfolgt.

Gab’s eine Überraschung? 

Aber hallo. Deshalb sei sie an dieser Stelle kurz erwähnt. Denn im Huskies-Tor stand nicht etwa Markus Keller, sondern Ersatztorhüter Jimmy Hertel. Erst zum dritten Mal in dieser Saison. Kassels Cheftrainer Rico Rossi hatte seiner Nummer eins nach dem Spiele-Marathon der vergangenen Wochen eine Pause verordnet. Es mag verwundern, dass dies ausgerechnet im Spitzenspiel geschieht. Vielleicht versprach sich Rossi aber auch einen Überraschungseffekt. Auch bei Bremerhaven stand nicht die Nummer eins, Gerald Kuhn, sondern Jonas Langmann im Gehäuse.

Wie ging’s denn los? 

Mit einem Fehlstart der Huskies. Denn gleich in den Anfangsminuten werden sie zweimal eiskalt erwischt. Erst in der dritten Minute: Hertel kann die Scheibe nicht festhalten, der Nutznießer ist Bremerhavens David Zucker, der auf der rechten Seite abstaubt. 0:1. Keine drei Minuten später: Björn Bombis zieht aus zentraler Position ab. Wieder sieht Hertel nicht gut aus, denn die Scheibe rutscht ihm durch die Hosenträger. 0:2.

Nun ist es ja nicht so, dass es etwas Neues für die Huskies wäre, einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherzulaufen. Kommen wir deshalb zu Frage drei.

Gaben die Huskies wieder die Aufholjäger 

Klar, ihre Lieblingsrolle können die Kasseler auch beim Tabellenführer. Sie hatten ja schon im ersten Durchgang gute Gelegenheiten durch Klinge, durch Daoust, durch Merl. Doch erst im zweiten Durchgang klappt’s auch mit dem Toreschießen. Erst hat Braden Pimm Pech, als er die Scheibe an die Latte setzt. Kurz darauf aber spielt er Jamie MacQueen den Puck in den Lauf und der Topscorer macht was? Logisch, er jagt sie mit Tempo in den Winkel. 1:2 (30.).

Torschütze: Braden Pimm.

Beim 2:2 macht Pimm es selbst: Als die Huskies in Unterzahl sind, verwertet er Daousts Vorlage zum 2:2 (37.). Auch das zwischenzeitliche 2:3 32 Sekunden vor der zweiten Drittelpause stecken die Stehaufmännchen aus Kassel weg. Denn Jens Meilleur schaltet schnell, als Bremerhavens Verteidiger Cody Lampl an der Blauen Linie die Scheibe vertändelt. Der Huskies-Stürmer legt quer auf den mitaufgerückten Sören Sturm – 3:3 (48.). Der verdiente Ausgleich. Nun ist es ein offener Schlagabtausch. Hertel macht mit klasse Paraden die Patzer aus der Anfangsphase wett, insbesondere als Daoust zwei Minuten vor dem Ende auf die Strafbank muss.

Wie lange dauerte die Schlussphase? 

Die letzten 95 Sekunden Nettospielzeit der Partie am 1. November, die dauerten brutto eine halbe Stunde. Und die letzten 95 Sekunden am Dienstag – die dauern brutto tatsächlich nur knapp länger als 95 Sekunden.

Aber es gibt ja Verlängerung. Dann Penaltyschießen. Rossi bringt Keller. Die ersten sechs Schützen treffen nicht. Erst Marian Dejdar verwandelt. Dann scheitert Sturm. Die Entscheidung.

Flogen wieder die Fäuste? 

Nein. Die Friedenspfeife hatten Huskies und Pinguins zwar nicht geraucht. Immer wieder gab es Wortgefechte, kleinere Rangeleien. Aber die Emotionen haben alle im Griff. Erst nach 14 Minuten liefern sich Huskies-Kapitän Manuel Klinge und Bremerhavens Radek Havel ein heftigeres Wortgefecht und müssen auf die Bank. Doch die Strafzeiten-Ausbeute mutet mit letztlich zehn Minuten nahezu friedlich an und ist kein Vergleich zu den 254 aus dem letzten Aufeinandertreffen.

SR: Yazdi (Düsseldorf), Z: 4422

Tore: 1:0 (2:28) Zucker (Teljukin), 2:0 (5:18) Bombis (Blank), 2:1 (29:20) MacQueen (Pimm, Kirsch - 5:4), 2:2 (37:00) Pimm (Daoust - 4:5), 3:2 (39:18) Hooton (Owens, Guentzel), 3:3 (47:38) Sturm (Meilleur), 4:3 (65:00) Dejdar Penalty

Strafminuten: Bremerhaven 4, Kassel 6.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.