Mit 17 schon in der DEL: Yannik Valenti besteht Premiere trotz Hosenflatterns

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Sven Valenti und Yannik Valenti von den Kassel Huskies: Vater und Sohn haben ihr Herz ans Eishockey verloren.

Mannheim/Kassel. Als er die Feuertaufe bestanden hatte und alle Aufregung überwunden war, verspürte Yannik Valenti ein „einfach nur schönes Gefühl“.

Aktualisiert: 8. Oktober, 17.02 Uhr ++ Stolz wie Bolle präsentierte sich das große Eishockeytalent am Freitag nach seinem überraschenden Debüt in der DEL.

Auf der Homepage des Klubs wird der 17-Jährige so zitiert: „Das ist schon alles der Wahnsinn. Ich habe völlig überraschend die Anfrage von Teal Fowler erhalten, ob ich für die Adler spielen möchte. Da habe ich natürlich nicht lange überlegen müssen. vor dem Spiel und beim Aufwärmen war noch alles recht gewohnt. Aber wenn du dann im Tunnel stehst, dass Tor aufgeht und das Licht auf die Fans fällt, dann bekommst du schon ein wenig Hosenflattern. Auch wenn die Jungs mich super aufgenommen haben. Die Coaches habe mir gesagt, dass ich mein Spiel einfach halten soll.“

Und durfte reichlich Lob einheimsen nach dem mühsamen 3:1 seiner Adler Mannheim gegen Ingolstadt: Er hat seine Sache gut gemacht und durfte auch am Sonntag wieder ran. 2:4 unterlagen die Kurpfälzer in München, und Valenti trug sich in die Statistik ein – mit zwei Strafminuten (15.). Nicht wegen eines Fouls, sondern wegen Spielverzögerung.

Yannik Valenti

17 Jahre und 12 Tage war der Sohn von Huskies-Idol Sven Valenti erst alt bei seiner Premiere in der obersten Spielklasse, für die ihn die Kurpfälzer erst wenige Stunden zuvor mit einer Förderlizenz ausgestattet hatten. Dies ermöglicht dem im nordhessischen Kaufungen und bei der Eishockey-Jugend Kassel groß gewordenen Talent Einsätze bei den Profis und weiterhin im DNL-Nachwuchsteam der Jungadler Mannheim.

Auf der Homepage des Klubs wird der 17-Jährige so zitiert: „Das ist Wahnsinn. Ich habe überraschend die Anfrage von Teal Fowler erhalten, ob ich für die Adler spielen möchte. Da habe ich natürlich nicht lange überlegen müssen. Vor dem Spiel und beim Aufwärmen war noch alles recht gewohnt. Aber wenn du dann im Tunnel stehst, dass Tor aufgeht und das Licht auf die Fans fällt, dann bekommst du ein wenig Hosenflattern. Auch wenn die Jungs mich super aufgenommen haben.“

Für Adler-Manager Fowler steht Yannik Valenti als leuchtendes Beispiel für die gute Talentförderung und Sichtung der Mannheimer. „Jeder kann sehen, dass wir zurecht in unser DNL-Team investieren und diese Jungs eine Perspektive haben“, erklärte er auch mit Blick auf die Kooperation mit Rico Rossi und den Huskies. Aus Kassel waren nämlich erneut die beiden Förderlizenzler Kevin Maginot und Phil Hungerecker dabei. Und der erzielte Freitag mit dem 2:0 (7.) im siebten Spiel schon sein viertes DEL-Tor.

Für Yannik Valenti indes ist die DEL zunächst wohl nur ein Schnupperkurs. „Aber der nächste wichtige Schritt in seiner Entwicklung“, wie Teal Fowler meint. Er erwartet, dass der Center bald nach Nordamerika gehen wird – „wenn weiter alles nach Plan verläuft“. Schließlich haben sich die Vancouver Giants bei der letzten Talentsichtung (Draft) der Juniorenliga WHL die Rechte für eine Verpflichtung des Sturmtalents gesichert.

Valenti ist übrigens nicht der jüngste DEL-Spieler aller Zeiten. Zumindest Marco Sturm war noch jünger. Er debütierte am 7. September 1995 im Landshuter Heimspiel gegen Köln – einen Tag vor seinem 17. Geburtstag. Heute ist er Bundestrainer.

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